Tagebuch: Schmerz und Leid -- die Wahrheit über mich

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  • Hallo Ihrs


    *Bevor ich beginne, erzähle ich euch etwas über mich* Achtung: Triggergefahr !!


    Ich war Zeit meines Lebens ein fröhlicher und lebenslustiger Mensch, nicht reich aber glücklich, denn ich hatte einen liebenden Freund, viele Freunde und eine Familie die ich sehr schätzte. Ich lebte im Bewusstsein des Lebens und war dem Leben positiv gegenüber eingestellt, ich ging gerne aus und nahm am Gesellschafts-Leben teil. Mein Vater und ich planten beruflich eine Zusammenarbeit und hatten gemeinsamme Ziele, da ich selbstständig zu dem Zeitpunkt schon gewesen bin.


    2011... 30.12. Der Tag der mein ganzes Leben zerstörte, mich zur Waisin machte und mir die gesamte Familie nahm... :(


    Es war ein stinknormaler Tag, bis es an meiner Türe klingelte und mein Bruder weinend vor ihr stand und sagte wir müssen reden, da wir aber Streit hatten wollte ich erst nicht, bis er zusammenbrach emotional und es herausschrie: "Jennifer, bitte höre mir zu, Papa ist tot"!!


    Entsetzt liess ich ihn herein und er umarmte mich *tut er sonst niemals* ich glaubte an einen üblen Scherz, da er oft zynisch und sarkastisch ist, mein Bruder.


    Ich fragte was geschehen sei und er sagte Dad sei an einem Aorten- Aneurisma gestorben, damit nicht genug , wurde festgestellt, dass er wohl gelitten haben muss, denn er verblutete vor seinem PC und wurde tot aufgefunden von meiner Mutter die im Zimmer nebenan schlief... um 13:00 Uhr Mittags...wäre sie nur wachgewesen...


    Die Beerdigung war ein Alptraum und kaum zu ertragen, meiner Mutter konnte ich nicht verzeihen , dass sie am helligten Tage schlief, denn sie hätte ihn retten können, wäre diese Frau wie jeder normale Mensch wachgewesen...


    Es kam was kommen musste: ich konnte mit ihr nicht mehr normal umgehen und meiner Schwester die mit 30 Jahren noch bei ihr wohnt auch nicht, denn die beiden schliefen zusammen auch noch im SELBEN Bett. *Kotzt*...


    In tiefer Verachtung von meiner Seite aus, kam es zu Streit und der eskalierte, so entschied ich diese beiden Personen aus meinem Leben auch zu entfernen, einzig mein Bruder verblieb mir, der es ihnen auch vorwirft, Dad nicht geholfen zu haben.


    Ich wurde schwer depressiv und trank auch Alkohol um mich abzustumpfen und gar nichts mehr zu fühlen, nie wieder wollte ich Gefühle für Menschen haben. Es dauerte 5 Jahre bis ich mich fing, der Arzt diagnostizierte bei mir ein schweres nicht verarbeitetes Trauma aus dem ich nie erwachte, in Verbindung mit kleineren psychischen Problemen die ich zuvor hatte, ergab dieses eine Art Kettenreaktion und gilt nun als nicht mehr therapierbar. So wurde ich zur Früh-Invalidin und darf nur noch
    selbstständig arbeiten aber nie mehr als "normale Arbeiterin". Multiple psychische Schäden sagten die Ärzte mir und selbst bei einer 6 Monatigen Therapie liegen die Chancen, dass es mir etwas besser geht, bei gerade
    mal 30:70 Prozent.Wäre nicht mein langjähriger Lebensgefährte und mein Forum sowie meine Internet- Aktivitäten, ich hätte
    mein Leben längst beendet, denn das ist KEIN Leben mehr...


    Seitdem habe ich massive Verlustängste gegenüber Menschen und kann es nicht mehr ertragen, wenn mir liebe Personen gehen im RL wie auch in Foren.


    Darum eine Bitte an alle von euch: Wer sich mit mir anfreunden möchte oder näheren Kontakt wünscht, sprecht nur mich an wenn ihr euch sicher seid, dass ihr das Forum nicht einfach ohne Begründung oder Abschied verlasst.


    Ich kann das NICHT ertragen... :(


    *Sorry für den langen Text* aber das mussste ich euch mal sagen, denn Menschlichkeiit und Gefühle enden nicht im Internet und gleich ob wir User, Mods oder Admins sind, hinter dem Rechnern sitzen denkende und vor allem fühlende Menschen, bitte...tut uns nicht unnötig weh.

    Eure: Sophie
    Wenn du fällst ,kannst du die Tiefe in die du stürzt nicht bestimmen,lediglich die Richtung in der du fällst kannst du entscheiden.Auf dem Weg durch's Leben passieren wir zahllose Kreuzungen,doch welcher Weg der richtige ist,erfahren wir erst,wenn wir auf dem falschen Wege angefahren werden.

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