"Bin ich ein Vampyr?" - Antworten für Suchende

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  • Die mit Abstand häufigste Frage, verschieden formuliert, direkt oder indirekt gestellt, mit denen sich Suchende an die Vampyrgesellschaft richten ist "Was bin ich? Bin ich ein Vampyr?"

    Im Zuge eines solchen Gesuches schildert der Suchende diverse Verdachtsmomente, die Vampyrismus für ihn oder sie plausibel machen. Die Vorstellung von Vampyrismus differenziert in diesen Fällen noch nicht so stark zwischen Merkmalen aus dem Bereich des modernen realen Vampyrismus und Merkmalen aus dem Bereich vampirischer Mythologie und Fiktion wie es üblich in der Vampyrgesellschaft ist.
    Das ist in jeder Hinsicht verständlich, da sich die Vorstellung was Vampyrismus ist und sein kann, die Relevanz für das eigene Leben, in diesem Rahmen noch aktiv entwickelt.
    Merkmale, die aus der größeren mythologischen Sphäre herausgegriffen sind, wie beispielsweise eine bestimmte Beziehung zu Sonnenlicht oder gewisse äußerliche körperliche Eigenschaften, werden als Brücken zur Identifikation mit der Figur des Vampirs genutzt - sowohl von Suchenden, wie auch Erwachenden sowie auch gestandenen Vampyren, lediglich mit einem unterschiedlichen Grad an Differenzierung.
    Ausschlaggebend für die Frage ob Vampyr oder nicht, ist letztendlich die Definition von modernen Vampyrismus, die Vampyre handeln, und die sich stark an der vampyrischen Einverleibung fremdern Blutes bzw. fremder Lebenskräfte orientiert.
    Vampyre brauchen fremdes Blut, in bestimmten Mengen und in bestimmter Häufigkeit um ein bestimmtes Maß an Lebensqualität aufrechtzuerhalten. Ohne Blut wird ein Vampyr zum Beispiel zunehmend gereizt, oder lethargisch, verliert den Bezug zur Welt. Das vampyrische Erleben ist sehr individuell, gewisse Grundzüge bilden aber eine gemeinsame Basis.

    Wenn man mich oder eine Instanz der Vampyrgesellschaft, der ich angehöre, zu Rate zieht, reagiere ich fast immer gleich auf Gesuche der genannten Art.
    Es gilt möglichst klar zu kommunizieren woran sich reale Vampyre als Basis für ihre Identität orientieren.
    Das ist üblicherweise in unseren Kreisen vorallem eines: das Bedürfnis nach Blut
    Die Fragestellung verschiebt sich im Schwerpunkt weg von einem großen ontologischen "Was bin ich?" hin zu einem persönlich introspektiven "Was brauche ich? Was suche ich?"
    Die Frage nach der Identität, das muss man klar herausstellen, kann NUR vom Suchenden selbst gefunden werden.
    So abgedroschen es auch klingt: Nichts und Niemand, keine Definitionsansätze der Vampyrgesellschaft, keine vampyrische Gemeinschaft, kein Haus, kein weiser Mentor, kann letztendlich entscheiden, ob jemand ein Vampyr ist oder nicht.
    Das einzige was diese Strukturen leisten können ist Hilfestellung für den Suchenden auf dem Weg eigene Antworten zu finden.

    Wir verweisen daher auf die Praxis und praktische Wege für sich herauszufinden ob Vampyrismus für einen richtig ist.
    Die orthodoxe Lehre von Haus Sauromatos gibt keine Antworten sondern lädt Suchende und auch gestandene Vampyre ein Antworten in der sanguinären Praxis, im Blut und im Mysterium des Blutes, selbst zu finden.
    Die Klarheit ob der eigenen Natur beginnt für Vampyre in sehr vielen Fällen mit dem erstmaligen Kosten von fremden Blut und erneuert sich mit jeder Erfahrung, dass es sich richtig anfühlt, sich das Blut anderer einzuverleiben, dass dies einen persönlich vervollständigt.
    Ebenfalls abgedroschen aber in dem Sinne sehr zutreffend also der Hinweis: Probier selbst, bzw. Probieren geht über Studieren.
    Auch hier kann man den Suchenden nur bedingt an die Hand nehmen. Der Suchende muss sich eigene Ressourcen eigenverantwortlich aneignen, um den Schritt in die vampyrische Praxis zu unternehmen, praktisches Wissen um Methoden wie man verletzungsarm an Blut kommt, den richtigen Spender zu finden, etc.
    Was wir folglich als Vampyrgesellschaft leisten können ist wieder nur Hilfestellung und Unterstützung.

    Es ist unsere Aufgabe zu vermitteln was moderner Vampyrismus ist, welche Begrifflichkeiten und Sitten existieren, in welchen Punkten es zu differenzieren gilt zwischen Realität und Mythos, wie er sich lebt, in authentischer Weise und durch gutes Beispiel.
    Ebenso ist es unsere Aufgabe neben Theorie auch praxisbezogene Ressourcen zu vermitteln, soweit es möglich ist, wie moderner Vampyrismus möglichst sicher ausgelebt werden kann.
    Es ist nicht unsere Aufgabe von oben herab die Wahrnehmung von Suchenden als etwas vampyrisches zu validieren. Das kann die Vampyrgesellschaft nicht leisten.

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