Islamfeindlichkeit langsam besorgniserregend

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    • Islamfeindlichkeit langsam besorgniserregend

      Seit längerer Zeit erscheint mir die Präsenz von islamfeindlicher Propaganda, gerade im Internet, in Kombination mit anti-europäischen Ressentiments und Forderungen nach direkter Demokratie, sehr besorgniserregend.
      Die Tatsache, dass in nicht all zu ferner Zukunft ein Großteil der politischen Bildung durch die neuen Medien transportiert werden dürfte, stimmt auch nicht gerade hoffnungsvoll.
      Das Scheitern der europäischen Idee, angesichts der großen Probleme unserer Zeit, ist nicht unwahrscheinlich, und selbst wenn die EU als Staatengebilde Bestand haben sollte, lässt die gegenwärtige gesamteuropäische Flüchtlingspolitik eher auf eine Zukunft mit "Festung Europa" schließen als auf eine offene pluralistische europäische Gesellschaft.

      Die tief verwurzelte Angst vor allem Fremden und die unglaubliche Ignoranz in großen Teilen der Bevölkerung ist wahrhaft entmutigend.
      Mag sein, dass diese Zeilen nicht unbedingt etwas auf dieser Plattform zu suchen haben, doch am Vortag eines neuen Jahres lohnt es sich vielleicht über diese Thematik nachzudenken.
      -M.
    • Ich hab nichts gegen den Islam. In dem Haus gegenüber von mit leben Albaner, ich hab damit kein Problem.

      Die Medien nehmen eben die politischen Kämpfe in z.B Syrien auf und stellen diese eben nicht immer als das das was es ist.

      Dennoch wegen den Flüchtlingen:
      Sie kommen nach Deutschland und wollen verpflegt werden und Arbeit haben, doch sobald man was gegen sie sagt kommen Deutsche wie mit der NS Zeit in verbindung.

      Manche werden jetzt sagen dass das Übertrieben ist und nur selten passiert - denoch passiert es eben.

      Ich bin zwar schon dafür Flüchtlinge aufzunehmen, aber Deutschland ist nicht die Heilsarmee und wir können nicht unendlich aufnehmen. Doch wenn wir sie abschieben sind wir natürlich wieder die Bösen.

      Man kann eben nicht jeden Flüchtling aufnehmen.
      Das war meine Meinung zum Thema

      Bloodmoon
    • "Sie kommen nach Deutschland und wollen verpflegt werden und Arbeit haben, doch sobald man was gegen sie sagt kommen Deutsche wie mit der NS Zeit in Verbindung."

      Warum genau sollte man denn überhaupt etwas gegen sie sagen???

      Weil sie nach Deutschland kommen, weil sie verpflegt werden wollen, weil sie Arbeit wollen? Ich bezweifle, dass die Flüchtlinge selbst irgendwen mit der NS-Zeit in Verbindung bringen würden (viele von denen haben überhaupt keine Ahnung vom Thema NS-Zeit), die sind so dankbar, für alles was sie bekommen! Ich war hier in HH ein paar Male bei den Lampedusaflüchtlingen und die sind einfach nur froh, dass sie erst mal irgendwo bleiben können. Da kommt kein schlechtes Wort von denen gegen die Hamburger. Andersherum gibt es viel mehr schlechtes Blut, ich habe von so vielen gehört, dass sie wollen, dass die wieder verschwinden. Oft wird ihnen vorgeworfen einfach Schnorrer zu sein. Und das von Menschen, die, ich sage mal, gut betucht sind und noch nie im Leben Hunger gelitten haben. Das kann ich nicht verstehen: Wie kann man jemandem, der mit einem Schlauchboot über das Mittelmeer schippert, dabei die halbe Familie verliert (fragt mal, warum es überwiegend Männer sind, die hier sind und wo Frauen und Kinder abgeblieben sind, sie sind auf jeden Fall alle zusammen losgefahren, aber nur die Männer sind angekommen. Fragt diese Männer mal, was mit der Familie geschehen ist, das wird euch nicht gefallen.), vorwerfen, dass er nur hier ist, um das System auszunutzen? Man riskiert nicht sein Leben, um zu schnorren. Das tut man, weil man verzweifelt ist!

      Soviel zum Thema Flüchtlinge, jetzt zum Thema Islamfeindlichkeit: Erst einmal möchte ich zwischen Islam und Moslems unterscheiden. Moslems würde ich nicht kritisieren, nur weil sie an ihre Religion glauben, das ist ihr gutes Recht. Den Islam kann man kritisieren, denn der Islam ist eine Idee, eine Lebenseinstellung, eine Religion, eine Ansicht und damit kann man ihn kritisieren und man darf auch davor Angst haben. Vor der Idee, nicht vor den Menschen. Ich sehe den Islam sehr kritisch. Das hat damit zu tun, dass ich jede Religion kritisch sehe. Ich kritisiere das Christentum (nicht die Christen) in gleicher Weise. Auch das Judentum (nicht die Juden), oder auch jede andere Religion. Ich denke, dass Religionen gefährlich sein können, weil sie für politische Zwecke missbraucht werden können, wenn sie nicht hinterfragt werden. Wenn jemand blind an eine Idee glaubt, ohne sie zu hinterfragen, oder ohne sich an geltendes Recht zu halten, dann kann das sehr gefährlich sein. Man muss mit Religionen verantwortungsbewusst umgehen, das bedeutet, dass man die Religionsinhalte hinterfragt, sich kritisch damit auseinander setzt, die Glaubensbücher reflektiert liest, nicht alles glaubt, was in der Bibel, im Koran und co. steht. Denn in diesen Büchern stehen auch Dinge, die zu der Zeit, als sie geschrieben wurden vollkommen normal waren, die aber in diesen Breiten und in dieser Zeit gegen das Gesetz wären. Ich kenne die Bibel ziemlich gut, es gibt viele Stellen, in denen der gewaltsame Umgang mit Frauen (von Vergewaltigung bis Steinigung ist so ziemlich alles dabei) oder Kindern beschrieben wird, und zwar als gewünschte Handlungsweise. Es stehen auch sehr positive Dinge in diesem Buch. Die Kunst ist es, eben nur diese positiven Dinge in sein Leben zu integrieren und die anderen sehr kritisch zu sehen. Deswegen: mit dem Islam, dem Judentum, dem Christentum und anderen Religionen sollte man verantwortungsvoll umgehen.

      Aber ich muss dir natürlich auch Recht geben Mikhail, die Medien haben zur Zeit einen extremen Fokus auf den Islam und der ist sehr negativ. Was erst ein mal kein Problem ist, denn, wie gesagt, gegen den Islam kann man ja etwas sagen, ist ja eine Idee und eine Idee kann man nicht beleidigen. Das Problem ist, dass die meisten Menschen eben nicht zwischen der Idee und den Menschen unterscheiden können. Sie schmeißen das alles in einen Topf und der Islam steht dann gleich für alle Moslems. Und ab dem Zeitpunkt kommt der Hass. Und die Medien wollen genau das, die spekulieren damit, denn warum sonst ist die Wortwahl so offensichtlich aggressiv? Wenn ein Mann ohne Migrationshintergrund seine Frau aus Eifersucht tötet, dann heißt es "Familiendrama", wenn ein Mann mit orientalischem Migrationshintergrund seine Frau aus Eifersucht tötet, dann ist es ein "Ehrenmord". Und warum muss in den Medien auch immer stehen, was für ein Migrationshintergrund jemand hat? Ist das nicht völlig egal? Immer steht da: Der deutsche Mohammed M. mit türkischem Wurzeln hat...

      Leider können die meisten Menschen diesen ganzen Kram nicht auseinander halten, für viele ist jemand mit Migrationshintergrund gleich ein Moslem, und ein Moslem ist gleich ein potentieller Verbrecher, weil einem in den Medien genau dieses Bild vermittelt wird. Es kommt mir vor, als ob gerade mal wieder ein neues Feindbild gebraucht wird. Und Bloodmoon, genau an der Stelle ist es gerechtfertigt mit der NS-Zeit zu vergleichen, denn in der Zeit gab es 1. auch eine Wirtschaftskrise 2. eine hohe Arbeitslosenquote, 3. Medien, die ein Feindbild aufgebaut haben. Genau diese Faktoren hat Hitler ausgenutzt. Wir müssen also aufpassen, dass das alles nicht zu noch größeren Feindseligkeiten führt, damit sich die Geschichte nicht wiederholt.
    • Wieder einmal gut geschrieben, Zanele.
      Zum Thema der generellen Religionskritik, möchte ich nur hinzufügen, dass man bei den großen Buchreligionen gut beraten ist, die jeweilige heilige Schrift immer als Ganzheit zu betrachten, Hand in Hand mit einer lebendigen Tradition.
      Das Berufen auf einzelne Passagen, entfernt aus dem Gesamtkontext, zeugt nur vom Mangel an Verständnis der Materie.
      Dies gilt für beide Seiten des Dialogs.

      Ich glaube, dass ein Dialog immer möglich ist. :)
      -M.
    • @Zanele: Und was ist wenn sich z.B sich jeder Moslem oder jederChrist nicht mehr an die Grundlagen seiner Religion hällt, würde sich dann deiner Meinung nach die Religion selbst verändern oder nur der Moslem/Christ.

      Warum ich frage?

      Angenommen eine Religion würde sich auf diese weise negativ verändern, würdest du dann weiterhin die Religion kritisieren oder die gläubigen.

      Im Mittelalter hätte ich eher die Bischöfe und Päpste kritisiert als das Christentum.
    • Überhaupt den Glauben vom Gläubigen zu trennen ist eine sehr westliche Perspektive, wenn ich das so sagen darf.
      Wo existiert dieser Glaube, wenn nicht allein durch eine lebendige Tradition? In einem Buch? in Gebäuden?
      Natürlich kann und sollte man einzelne Ideen kritisieren, aber Religion ist mehr als eine Idee. (s.o.)
      Ich hab die Erfahrung gemacht, dass man durch diese Perspektive im Diskurs mit religiösen Gemütern sehr viel bessere Ergebnisse erzielt.

      Tatsächlich ist die Geschichte der Menschheit eine Abfolge von Blut, Krieg, Opfer, Gemetzel, Mord, Plünderung, Vergewaltigung, Herrschaft und Ausbeutung.
      Religion ist Teil der Menschheit und tatsächlich muss man bewusst die Positiven Dinge hochhalten, wie Zanele erwähnte, wenn man nicht verzweifeln will.
      Diese findet man genug: islamische Gelehrsamkeit war und ist bewundernswert, und der Westen verdankt ihr mehr als man sich im allgemeinen eingestehen will.
      Das Christentum hat ein reiches Erbe an caritativer Tätigkeit und der schiere Überlebenswille einer mehr als 3000 Jahre alten jüdischen Tradition, die gleich mehrere Imperien und Verfolgungen überdauert hat, ist unglaublich.
      Auch scheinbar negative Aspekten, wie die Stellung und Scheinheiligkeit der angesprochenen Kirchenfürsten der katholischen Kirche der Vergangenheit, kann man positives abgewinnen. Der (unrechtmäßig) angeeignete Reichtum der Kirche machte architektonische Leistungen wie den Petersdom in Rom erst möglich und die bildende Kunst des Abendlandes wäre ohne kirchliches Mäzentum kaum zu ihrer Größe herangereift.
      Zu dem haben alle monotheistischen Religionen, zur Beendigung (auch mit dem Schwert) der Herrschaft blutrünstiger Vielgötterei beigetragen,
      die lange das Bewusstsein der Menschheit fest im Griff hatte.

      Mag sein, dass aus mir der Kyniker spricht, aber Schadensbegrenzung und das Vertrauen auf die Dialektik der menschlichen Geschichte akzeptiert vieles,
      was für sich gesehen unakzeptabel ist.
      Die Menschheit muss nutzen was sie zur Verfügung hat, um globale und universelle Probleme anzugehen.

      Vielleicht ist die Ära der Religion im Westen wirklich im Niedergang. Dies ist eine natürliche Entwicklung, und kann als solche respektiert werden.
      Doch diese Entwicklung auch global zu forcieren zu wollen, steht meiner Meinung nach in kolonialistischer Tradition.
      Ich spreche mich für Säkularisierung aus, und das sollte Religionsfreiheit bedeuten, nicht Freiheit von Religion.
      Man muss den Menschen Raum für ihre eigene Entwicklung lassen.

      Zugegeben, ein gewissen Maß an Ikonoklasmus sollte man dem Westen jedoch zugestehen. Für viele ist die Trennung von einer repressiven Auslegung von Religion nicht all zu lange her, das sollte man nicht vergessen.
      Aus einer europäischen Sicht, wundert man sich möglicherweise über den Fanatismus einiger amerikanisch geprägter Atheisten.
      Doch betrachtet man die Ursachen, und behält die Gesamtentwicklung im Auge, ist es möglich diesen Fanatismus gelassen als temporäre Begleiterscheinung einer emanzipatorischen Rebellion hinzunehmen.
      Dies mag vielleicht auf manche distanziert und patronisierend wirken, aber für mich stellen sich viele Dinge so dar... als Kinderkrankheiten einer im kosmischen Maßstab sehr jungen Menschheit.

      Man entschuldige das unverhältnismäßig weite Ausbreiten der Thematik, :D
      -M.
    • Bloodmoon schrieb:



      "Und was ist wenn sich z.B sich jeder Moslem oder jederChrist nicht mehr an die Grundlagen seiner Religion hällt, würde sich dann deiner Meinung nach die Religion selbst verändern oder nur der Moslem/Christ.
      Warum ich frage?
      Angenommen eine Religion würde sich auf diese weise negativ verändern, würdest du dann weiterhin die Religion kritisieren oder die gläubigen. Im Mittelalter hätte ich eher die Bischöfe und Päpste kritisiert als das Christentum."

      Natürlich gibt es eine Wechselwirkung zwischen den Menschen die glauben und ihrer Religion. Wenn jeder Christ sich im Namen seines Glaubens auf eine bestimmte Weise verhält oder auch nur an andere Glaubensgrundsätze glaubt, verändert sich dadurch natürlich auch das Wesen dieser Religion. Aber der Grund warum ich da trenne ist der: Ich kann differenzierter kritisieren. Ich kann mir aussuchen, ob ich nun das Christentum oder das Verhalten der Bischöfe im Mittelalter kritisieren möchte oder beides. Manchmal kann man auch den Gläubigen und die Religion kritisieren. Ein Beispiel: Ich kann kritisieren, dass es in der Bibel Passagen gibt, die aus heutiger Sicht frauenfeindlich sind. Ich kann aber auch kritisieren, dass die katholische Kirche Frauen bestimmte Ämter verwehrt. Und ich kann kritisieren, dass ein bestimmter Christ (Herr A.) eine bestimmte Frau diskriminiert hat (nämlich die Frau B.). Das finde ich differenzierter als zu sagen: Das Christentum ist frauenfeindlich. Was ja so auch nicht stimmten würde.

      @ Mikhail: "Überhaupt den Glauben vom Gläubigen zu trennen ist eine sehr westliche Perspektive, wenn ich das so sagen darf.Wo existiert dieser Glaube, wenn nicht allein durch eine lebendige Tradition? In einem Buch? in Gebäuden?
      Natürlich kann und sollte man einzelne Ideen kritisieren, aber Religion ist mehr als eine Idee." Das stimmt natürlich, dass eine Religion aus ganz vielen Dingen besteht, aus den Menschen die glauben, aus den Traditionen, den Glaubensbüchern, den Verhaltensregeln, aus den Institutionen, aus den religiösen Ideen. Das sehe ich auch so. Ich glaube ich meinte mit meiner Unterscheidung eher, dass ich genau diese Teile der Religion aufdröseln möchte, wenn ich sie kritisiere. Natürlich kann man diese Dinge im Endeffekt nicht voneinander trennen, sich aber auf bestimmte Teile davon konzentrieren. Und da würde ich vor allem bestimmte Glaubensinhalte kritisieren, nicht unbedingt jeden gläubigen Menschen. Natürlich kann ich einen Gläubigen auch kritisieren, wenn er sich falsch verhält, aber dann eben wegen seines Verhaltens. Ich finde es ganz wichtig da zu unterscheiden, denn ich denke, dass die Islamfeindlichkeit genau daher kommt: dass eben nicht unterschieden wird. Dass wenn ein Moslem ein Verbrechen begangen hat, gleich gesagt wird, dass die Religion schrecklich ist und andersherum, dass man, wenn man Glaubensinhalte der Religion schlecht findet, gleich jeden Moslem scheiße findet.

      Zum Thema heilige Schriften: Natürlich kann man sie als Gesamtwerk betrachten, aber man muss auch fähig sein, die einzelnen Passagen näher in Augenschein zu nehmen. Insbesondere wenn man entscheiden will, ob man nach ihnen lebt. Denn was bedeutet denn, dass man sie als Gesamtheit betrachtet? Doch wohl, dass man sie gelesen hat und die einzelnen Passagen durchleuchtet hat, nur dann kann man das Werk insgesamt begreifen, wenn man die einzelnen Teile kennt. Vielleicht nicht alle, aber viele. Und dazu gehört auch, dass man entscheidet, nach welchen dieser Passagen man leben will. Und wenn man diese Bücher kritisieren möchte, ist es erst recht wichtig, auch einzelne Teile kritisch zu sehen. Ich persönlich kann gut mit bestimmten Teilen der Bibel, wenn es um Nächstenliebe geht z.B. aber bei manchen Teilen dreht sich mir der Magen um. Deswegen würde ich, wenn ich das Werk als Gesamtheit sehe, sagen, dass es mir nicht vollständig gefällt und ich daher nicht komplett danach leben kann (abgesehen davon, dass ich auch zusätzlich an keinen Gott glaube).

    • In der Bibel steht teilweise wirklich ein Mist drin. Mir wurde mal in der Stadt ein Koran ¨geschenkt¨ (Auf Deutsch). Mehr oder weniger steht da in jedem Kapitel dass selbe drin. Z.B In dem Kapitel mit Noah (Nu) steht nur knapp eine Seite über ihn, der Rest ist immer das selbe in jedem Kapitel. Und der einzigste Teil der sich nicht wiederholt ist oft auch einfach Blödsinn.

      Bloodmoon
    • Eine Heilige Schrift in der Gesamtheit zu betrachten heißt, das Geschriebene vor sich auszubreiten und zu reflektieren.
      Natürlich kann man einzelne Passagen für sich nehmen, und diese vor dem Hintergrund der zeitlichen Entfernung zum Ursprungstext reflektieren und ein Urteil fällen wie:
      diese Passage ist für sich nicht zeitgemäß. Und man kann aufgrund dieser persönlichen Reflektion für sich entscheiden:
      ein Art zu Leben, die sich auf diese Textpassage stützt, kann ich persönlich nicht unterstützen.
      Man kann... Was man nicht sollte, ist eine große Tradition mit einer Sichtweise zu verwechseln, die fragliche Textpassagen unreflektiert verinnerlicht.
      In ihrem Selbstverständnis sind Heilige Schriften "Offenbarungen des göttlichen Geistes", und deshalb ist es nur angebracht, anhand der Textgrundlage einerseits und anhand des "gottgegebenen" Intellekts andererseits, durch Reflektion vor dem Hintergrund der Herausforderungen der Gegenwart, das Verständnis einer Heiligen Schrift immer wieder zu erneuern. Nur das entspricht einer wahren lebendigen Tradition und tatsächlich ist dies, meiner Einschätzung nach, die dominierende Art der Exegese in allen aufgeklärten Traditionen der "Völker des Buches".

      Abschließen will ich mit den Worten von Tariq Ramadan:
      “In der Religion gibt es keine Reform, denn sie ist eine göttliche Einrichtung. Wohl aber gibt es eine Reform in der Religionsausübung und dem Islamischen Recht, denn sie sind menschliche Einrichtungen. Der Koran besitzt solch eine wunderbare Elastizität, dass er dem Menschen stets ermöglicht, seine Zeitlosen Religionsprinzipien derart zu bewerten, dass er die Bedürfnisse der Religionsausübung verschiedener Epochen und Gesellschaften befriedigt. Unsere Interpretation und unser Verständnis der Texte werden Mithilfe dieser Gelehrten und Denker erneuert. Sie werden neue Perspektiven eröffnen um uns in die Lage zu versetzen, uns den Herausforderungen der jeweiligen Zeit zu stellen”(Radikale Reform S. 34-39).

      -M.
    • *Aufgrund aktueller politischer Veränderungen/Entwicklungen grabe ich den Thread mal wieder hervor*

      Momentan kann man sehr genau verfolgen,dass die Islam-Feindlichkeit wohl nun bald ihren Höhepunkt erreichen dürfte,wenn unsere Herren und Damen Politiker nicht so langsam mit der Flüchtlings-Krise vernünftige Lösungsvorschläge machen und diese auch umsetzen.Auf alle mir bekannten grösseren Plattformen wie z.b FB ist es derzeit nur noch zum kot...en,islam-feindliche Hetze bis hin zu Mordaufforderungen an Moslems ist einer der Gründe warum man dagegen Kampagnen starten sollte.Die Fremdenfeindlichkeit in diesem Lande erreicht besorgniss-erregende Ausmasse die zu kontrollieren bald nicht mehr möglich sein wird,wenn dem nicht langsam entgegen-gewirkt wird.Ich sehe die besten Chancen auf ein Gelingen darin,die Menschen aufzuklären über den Islam,und die Kultur der neuen Mitmenschen und so den Fremdenhass sinvoll bekämpfen zu können.Aber natürlich sind hier auch die Mächtigen wie die Politiker in der Pflicht,nicht noch den Hass zu schüren durch s..dumme Aussagen wie:"Wir erhöhen die Benzinpreise wegen der Flüchtlinge",ich denke Schäuble und co. sollten hier mal besser ihren Mund halten und nachdenken bevor sie reden.Solche Aussagen mögen sie vielleicht auch wahr sein,fördern nicht das Miteinander sondern das Gegeneinander und darum halte ich es für gefährlich sowas in den öffentlichen Medien zu sagen,es schürt nur den Hass.Hier müssen akzeptable Lösungen her mit denen alle Leute in Deutschland leben können,die Fremden aber auch die Deutschen,denn so funktioniert dann ein Miteinander. ;)
      Wenn du fällst ,kannst du die Tiefe in die du stürzt nicht bestimmen,lediglich die Richtung in der du fällst kannst du entscheiden.Auf dem Weg durch's Leben passieren wir zahllose Kreuzungen,doch welcher Weg der richtige ist,erfahren wir erst,wenn wir auf dem falschen Wege angefahren werden.
    • Deutschland ist durchsetzt von Fremdenfeindlichkeit. Das kommt durch den Fakt das das Wort Zufriedenheit nicht mehr Existiert. Das liegt aber grösstenteils an der Gier jedes einzelnen Individuums. Wenn ich immer kucke was der andere auf dem Teller hat kann ich mit meinem nicht zu frieden sein weil ich irgendwann nicht mehr weiss was auf meinem liegt. Viel mehr weiss ich nur noch was Andere haben. Jetzt kommt der Flüchtling und braucht auch noch was was eigentlich mir gehören könnte wenn er nicht da wäre. Was mach ich also ? Ich machs für den Flüchtling unaktraktiv hier das er wieder gehen will. Das Problem ist nur das ich dadurch mitbekommen habe das es noch mehr Gruppen im eigenen Land gibt die eigentlich das haben was ich will. Deswegen ! Wer glaubt das die ganzen Ströhmungen an rechtsgesinnten Aufständigen wieder verschwinden und das sich Partein wieder auflösen wenn es keine Flüchtlinge mehr gibt der irrt. Schaut erstmal auf euren Teller vielleicht seid ihr die Nächsten
    • Hallo Sylphe :)

      *Oh du hast auch einen neuen Usernamen*

      Danke für den Hinweis,ja warum nicht dort weitereden ? ;)

      *Hm wie bekomme ich eine Überleitung hin,schade ist,dass ich dann Drakan's Post nicht rezitieren kann* überlegt...
      Wenn du fällst ,kannst du die Tiefe in die du stürzt nicht bestimmen,lediglich die Richtung in der du fällst kannst du entscheiden.Auf dem Weg durch's Leben passieren wir zahllose Kreuzungen,doch welcher Weg der richtige ist,erfahren wir erst,wenn wir auf dem falschen Wege angefahren werden.