Die Geheimnisse der Blutgräfin

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Die Geheimnisse der Blutgräfin

      Die Geheimnisse der Blutgräfin Elisabeth Báthory


      Ihr Leben mit Fotografien aus der Slowakei, Österreich und Ungarn


      von Gerald Axelrod

      Sie ist zwar nicht so berühmt wie Dracula, hat es aber immerhin zu Titeln wie „Gräfin Dracula“ und „The World Champion Lady Vampyr of All Time“ gebracht. Die höchste Ehre wurde ihr aber zweifellos durch den Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde von 1988 zuteil: Mit 650 Opfern gilt sie als die größte Serienmörderin aller Zeiten! Die Rede ist von Elisabeth Báthory (1560-1614), auch bekannt als Blutgräfin.

      Ihre Bekanntheit verdankt sie allerdings nicht den Morden, die sie tatsächlich verübt hat, sondern einer Legende: Sie habe im Blut der Jungfrauen gebadet, um ewige Jugend und Schönheit zu erlangen! Bis zum heutigen Tage taucht diese Szene regelmäßig in Horrorfilmen auf, zuletzt beispielsweise in „Hostel 2“. Aber handelt es sich dabei wirklich nur um eine Legende oder steckt ein Körnchen Wahrheit in den Blutbädern? Anhand der neuesten historischen Forschungen wollen wir das Leben der Blutgräfin rekonstruieren und die vielen Mythen, die sich um die grausame „Lady Dracula“ ranken, einer kritischen Prüfung unterziehen.

      Elisabeth Báthory entstammte einer der mächtigsten ungarischen Adelsfamilien. Ihr Onkel war König von Polen, ihr Bruder der Fürst von Transsylvanien. Als sie elf Jahre alt war, arrangierten ihre Eltern die Verlobung mit Franz Nádasdy, vier Jahre später folgte die Heirat. Doch Elisabeths starker und selbstbewußter Charakter paßte so gar nicht ins Rollenklischee des 16. Jahrhunderts. Anstatt ihre Zeit mit Nähen und Sticken totzuschlagen, wie es sich für eine adelige Dame geziemt hätte, übernahm sie die Verwaltung der riesigen Ländereien, während ihr Mann gegen die Türken kämpfte.

      Im Alter von 25 Jahren fing sie an, ihre Dienstmädchen wegen der kleinsten Vergehen drakonisch zu bestrafen. Mit 30 beging sie ihre ersten Morde. Nach dem Tod ihres Mannes, als ihr niemand mehr Einhalt gebieten konnte, eskalierte die Situation und sie veranstaltete regelrechte Blutorgien. Dabei biß sie ihre Opfer auch und riß ihnen Fleisch aus dem Gesicht. War die Blutgräfin gar ein Vampir? Als die ersten Berichte über blutsaugende Untote ab 1732 an die Öffentlichkeit drangen, hielt man Elisabeth Báthory jedenfalls für eine Vampirin.

      Zwei Jahrzehnte lang konnte sie ungestraft ihr Unwesen treiben, bis der Lauf der Gerechtigkeit sie schließlich ereilte. Vor und nach ihrer Verhaftung wurden 306 Zeugen befragt. Die Verhörprotokolle sind bis zum heutigen Tage erhalten geblieben und enthüllen die schaurige Wahrheit über die größte Serienmörderin aller Zeiten. Was hat sich wirklich in den geheimen Kammern abgespielt, in denen so viele Jungfrauen den Tod fanden? Warum wagte es niemand, der Blutgräfin schon früher das Handwerk zu legen? Abschließend wollen wir die Abgründe ihrer Seele mit Hilfe der modernen Psychologie analysieren und versuchen, eine Antwort auf die Frage zu finden: Warum hat sie das getan?

      Die Fotografien in diesem Buch zeigen erstmals ausnahmslos alle Burgen, Schlösser und Orte, an denen sich die Blutgräfin nachweislich aufgehalten hat. Dadurch bekommt der Leser einen einzigartigen Einblick in das Leben der sagenumwobenen Mörderin und die Schauplätze ihrer Verbrechen.


      Das Buch kann in allen Buchhandlungen bestellt werden oder direkt in unserem


      Die Geheimnisse der Blutgräfin Elisabeth Báthory
      Stürtz-Verlag, 2011
      24 x 30 cm; Hardcover mit Schutzumschlag
      128 Seiten mit 128 Farbfotografien und zahlreichen weiteren Abbildungen
      ISBN 978-3-8003-4603-5
      Preis: 19,95 Euro (D) / 20,60 Euro (A) / 31,90 sFr. (CH)

      Die Geheimnisse der Blutgräfin Elisabeth Bathory
    • Interessant klingt es auf jedenfall.
      In dem Buch von Raymond T Mc Nally/ Radu Florescu " Auf Draculas Spuren" wird auch auf Elizabeth Bathory eingegangen, so war ich doch überrascht, ich meine das zwischen Thurzo und den Bathory´s eine Verwandschaft bestand wusste ich, und das er derjenige war, der die
      Untersuchung durchführen sollte auch, das andere was ich in dem Buch an Informationen erhielt war mir neu, da es nirgendwo
      erwähnt wurde.
      So zitiere ich einfach mal aus dem Buch:

      " Elizabeth Bathory war wesentlich reicher als der ungarische König Matthias II. Er schuldete ihr sogar erhebliche Summen, und als er erfuhr,
      daß sich die Beweise dafür häuften, wie arg Elizabeth adlige Mädchen belästigte, beschloß er zu handeln-aus ökonomischen Gründen, nicht
      aus religiösen Gründen, wie manche annehmen, die sagen, der Katholik Matthias wäre gegen Elizabeth vorgegangen, weil sie Protestantin
      war. Mit der Zustimmung des ungarischen Parlaments begab sich Matthias nach Bratislava und wies Graf Thurzo, den örtlichen Gouverneur, an,
      eine Untersuchung gegen Elizabeth Bathory einzuleiten.
      Seine Absicht war, sie wegen Hexerei anzuklagen und verurteilen zu lassen, denn in diesem Fall wäre ihr riesiger Besitz an die Krone gefallen,
      und seine Schulden wären getilgt worden.
      Doch Graf Thurzo war mit den Bathorys verwandt und traf hinter verschlossenen Türen eiligst eine Vereinbarung mit der Familie, der auch
      Elizabeth Kinder zustimmten: Er würde, um dem König zuvorzukommen, für einen schnellen Prozess sorgen, und zwar nur gegen Elizabeth
      Komplizen, nicht gegen sie selbst. Auf diese Weise würde ihr Besitz in Händen der Familie bleiben und nicht an den König fallen.
      Elizabeth sollte auf Schloß Cachtice in ein Zimmer eingemauert werden und nie wieder das Tageslicht erblicken.
      Der Plan ging auf. Die Durchsuchung von Schloß Cachtice fand am Abend des 29.Dezember 1610 satt, als das ungarische Parlament nicht tagte,
      so daß Thurzo leichtes Spiel hatte, und auch danach hielt er alle Fäden in der Hand. König Matthias ließ er absichtlich im unklaren über sein
      Vorgehen. Der rasch anberaumte Prozeß, der in Thurzo´s Schloß in Bytca nördlich von Cachtice stattfand, begann am 2. Februar 1611. mit einer
      ersten Verhandlun, bei der nur untergeordnete Beamte und Bauern anwesend waren, so daß Thurzo alles nach Belieben manipulieren konnte.
      Elizabeth Bathory wurde die Teilnahme an der Verhandlung verwehrt, obwohl sie selbst in den Zeugenstand treten wollte, um ihre Unschuld zu
      beteuern.
      In der zweiten Verhandlung am 7 Januar wurden ihre Komplizen in Anwesenheit von gut 20 Gescchworenen und hochrangigen Richtern förmlich
      angeklagt und verurteilt. Die Kirche war durch Bestechung dazu gebracht worden, auf ihr Recht zu verzichten, die Beschuldigten zu verhören,
      obwohl der Verdacht der Hexerei im Raum stand.
      Die Versuche der Vertreter des Königs, Elizabeth Bathory unter Anklage zu stellen, wurden durch die geschickten Schachzüge Thurzos allesamt
      vereitelt. Ein Prozeß gegen Elizabeth, argumentierte er, würde nicht nur die Ehre der Familien Bathory und Nadasdy besudeln, sondern den
      gesamten Adel in ein schlechtes Licht rücken......"

      Sehr reich an Informationen das Buch, und auch sehr empfehlenswert.
      amazon.de/Auf-Draculas-Spuren-Raymond-McNally/dp/3550070853
      The truth is rarely pure and never simple
      ( Oscar Wilde)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von sina ()

    • ich habe auch schon das eine und das andere über e. bathory gelesen und war auch schon damals entsetzt.ich habe keine ahnung, ob sie vampyrin war, fest steht jedoch, dass sie die grösste serienmörderin der geschichte war und eine unglaubliche sadistin. es geht mir nicht in den kopf wie man lust auf solche abartigkeiten bekommen kann, wie es bei e. bathory der fall war. wahrscheinlich war es eine mischung aus allgemeiner frustration und einer schweren, psychischen erkrankung. dann soll noch ihr jugendwahn der grund dafür gewesen sein, warum sie gerne im blut junger frauen badete (sollte ihr jugendliches aussehen verleihen).
      tja, was soll man dazu sagen. auf mich wäre diese abartige alte übrigens neidisch ohne ende gewesen, denn ich sehe ca. 15 jahre jünger aus, als ich tatsächlich bin, und dass ohne im blut anderer zu baden oder ihr blut zu trinken (grins). ich bin noch nicht mal sonderlich gesundheitsbewusst, ich esse und trinke einfach wonach mir gerade ist.
      dann habe ich einmal gelesen, dass es nur deshalb zu einem prozess gegen e. bathory gekommen war, da sie irgendwann dazu überging, auch adlige, junge mädchen zu foltern und zu töten. hätte sie das nicht getan, dann hätte sie wohl bis zu ihrem lebensende munter weiter gefoltert und getötet, da sich für das "gemeine volk" niemand interessierte, und es komplett der willkür der adligen herren ausgeliefert war. an diesem beispiel kann mal man wieder sehen, wie unglaublich ungerecht und grausam es in der frühen neuzeit zuging, und nicht nur in der frühen neuzeit, ganz allgemein in früheren zeiten.