Love & Happiness Lifestyle

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    • Love & Happiness Lifestyle

      Kennt ihr diese Menschen, die behaupten Sie beständen ausschließlich aus Liebe, Licht und Glück?
      Menschen, die augenscheinlich grundlos die ganze Zeit wie unter Drogen glückselig durch die Welt taumeln?

      Ich kenne ein paar solcher Personen und ich muss gestehen, ihr Verhalten geht mir tierisch auf die Nerven.
      Denn die Welt ist nicht nur gut und schön, die Menschen haben sich nicht alle lieb und jeden Tag passieren neue Grausamkeiten.
      Für mich leben diese Menschen in einer eigenen Realität, die sie wie eine große Seifenblase um sich herum aufblasen.

      Dabei möchte ich Ihnen nicht absprechen glücklich zu sein, nein, ich wünsche mir nur etwas mehr Realismus. Das Eingeständnis, dass es auch schlechte Dinge gibt, auf der Welt, wie in einem selbst.
      Die dunkle Seite. Denn wie soll man etwas an sich oder der Welt ändern können, wenn man die Augen vor der Wahrheit verschließt?

      Heute fand ich durch Zufall diesen Blog-Eintrag und ich dachte nur "verdammt, genau so! Ja, genau so sieht es aus!"
      Wie denkt ihr darüber? Kennt ihr auch solche selbsternannten "Lichtwesen"?

      Love and Light - New Age Crap




      Grüße
      Cure/Itch

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von no.cure.for.the.itch ()

    • Liegts am Handy? Bei mir geht der Link nicht -.- Heute Nachmittag am Laptop nochmal schauen.
      Aber ja, fürs erste kann ich aus persönlichen Erfahrungen sagen, dass sie mir auf eine Art auf die Nerven gehen, auf andere bin ich ein bisschen neidisch, weil sie in ihrem subjektiven Weltbild - das ebenso subjektiv ist wie meins subjektiv basiert ist - offenbar weniger Probleme haben... Glückspilze.
    • Jaaa jetzt gehts, danke :) Manchmal bekommt das Handy auch ne Seite nicht auf, obwohls ja so neu und so modern ist XD

      Ich halte es immer für einen immensen Vorteil, um seine dunklen Seiten zu wissen und vor allem auch als Teil des eigenen Ich zu akzeptieren, weil es eben zu einem gehört wie auch die guten Seiten. Es erleichtert einem erheblich den Umgang mit sich selbst und damit einhergehend auch den Umgang mit anderen, weil man weiß, warum man dieses oder jenes nun tut und fühlt, als wenn man die schlechten Dinge in sich verleugnet und völlig wirr vollkommen seltsam reagiert - und das war jetzt sehr euphemistisch ausgedrückt.
      Allerdings muss ich auch dazu sagen, deshalb nun Leute zu verdammen, deren subjektives Weltbild auf Friede, Freude und Eierkuchen basiert und es demjenigen scheinbar damit gutgeht, nur weil es einen selbst nervt, ist auch nicht richtig. Man selbst möchte genausowenug behelligt werden und klar sagen einige "fuck you, interessiert mich nicht" , wenn einem einer damit kommt, dass sie mit der negativen Einstellung nerven.... aber es ist einfach nur dasselbe in grün und meiner Meinung nach lebt man dadurch nicht besser, einen unverbesserlichen new-age-Glücksverteiler zum Teufel zu wünschen - oder umgekehrt einen Menschen, der im Vergleich negativer eingestellt ist.
      Am Ende sterben wir ohnehin alle und solche Aufregungen sind sinnlos, was solls... ;)
      Jeder soll so leben, wie es ihm am liebsten ist und solange jemand nicht explizit darum bittet, das ihm geholfen wird, dann kann man jemandem aufschwatzen was man möchte, es stößt auf taube Ohren (Missionierung ist also Mist, in beide Richtungen hin, wenn etwas aufgezeungen werden soll) :) [hide][/hide]
    • Ghost schrieb:

      Allerdings muss ich auch dazu sagen, deshalb nun Leute zu verdammen, deren subjektives Weltbild auf Friede, Freude und Eierkuchen basiert und es demjenigen scheinbar damit gutgeht, nur weil es einen selbst nervt, ist auch nicht richtig.
      Ich verdamme niemanden (wenn ich das nur könnte... :evil: )

      Was mich an diesem Weltbild einfach nur stört, ist dass wenn alles "Friede, Freude, Eierkuchen" ist, das ganze ja in einer Lethargie enden muss, oder zumindest in dem Unwillen etwas zu ändern.
      Wenn man das Schlechte, das Dunkle verleugnet, kann man es ja auch nicht zum besseren wenden?
      Was das Leben der individuellen Person angeht, ist mir das ziemlich egal, aber als Weltanschauung sehe ich das schon kritisch.
    • Ich hab das nach Lektüre des Artikels geschrieben, war vor allem darauf bezogen und allgemein gesagt, nicht speziell personenbezogen, sorry XD
      Inwieweit man überhaupt was zum Besseren wendet, ist ohnehin fragwürdig, das liegt an dem Einzelnen, schätz ich mal.
      Machen wir mal ein Gedankenspiel: Jeder Mensch auf der Welt hängt in einer new-age-Glücksbringersicht fest, wie schlecht wäre dann die Welt? Und zur Gegenüberstellung: Jeder Mensch der Welt ist sich über seine dunklen Seiten bewusst, was könnte dann sein?
    • Ich bin letztens auf einen passenden Gedanken gestoßen, der Ignoranz bzw. Blindheit gegenüber den furchtbaren Tatsachen des Lebens als aktive Leistung ansieht, demnach eine Form von Intelligenz.
      Dazu zählen Repressionsmechanismen wie Ablenkung durch Reizüberflutung als häufigste Strategie unserer Zeit, aber auch Sublimierung durch Kunst und Transformation. Beides kenne ich aus meinem persönlichen Leben, und ich denke ich bin da nicht der einzige. Das menschliche Bewusstsein muss mit der Leidhaftigkeit des Seins umgehen, oder daran zu Grunde gehen.
      "Love and Happiness" ist in diesem Kontext eine valide Überlebensstrategie, auch wenn ich rein persönlich gestehen muss, dass mir wenig mehr Genugtuung verschafft als solche Exemplare der Zufriedenheit fallen zu sehen.
    • So eine Genugtuung ist mir nicht fremd, (zumindest) in meinem Fall sehe ich den Grund auf angesprochenem Neid basiert, gemischt mit dem Gedanken, dass derjenige die Welt nun auch mal so sieht, wie sie ist. Das eine hält dem anderen das Händchen und sie geben ein interessantes Paar ab.

      Ich versuche jetzt seit heute Vormittag mir beide Szenarien vorzustellen und ganz ehrlich: Das, in de die Menschen sich ihrer dunklen Seiten bewusst sind und sie akzeptieren, gefällt mir besser. Das andere ist... gruselig und widerwärtig, schlicht nicht realitätsnah.
    • Ich kenne zum Glück niemanden der so ist :)

      Meine düstere Weltanschauung und meine dystopische Vorstellung der Zukunft mag nicht ideal sein, aber sie hat mir bisher im Leben immer weiter geholfen.
      Ich kann mir nicht vorstellen, dass es langfristig verkehrt ist, die Welt so objektiv wie nur möglich zu betrachten (Mache ich das?). Und noch viel weniger kann ich mir Vorstellen, dass diese Einhorn-Menthalität nicht ähnliche Ursprünge hat, wie die Meinige. Ich glaube am Ende läuft es auf die Frage hinaus: "leugnen oder akzeptieren?" :d_:)
    • Ich als episodenweiser Nihilist, wenn man so will, sehe hautnah, dass sich meine Weltsicht auf meine Fähigkeit zu funktionieren auswirkt. Zum Glück habe ich als Selbstständiger eine Nische gefunden, die relativ gut mit dem Wechsel von Weltschmerz-bedingter Inaktivität und rauschhaften kreativen Höchstleistungen harmoniert.
      Gibt solche und solche :D
    • Ich verstehe die Love & Happiness-Einstellung als einen Schutzmechanismus. Menschen sind unterschiedlich, manche stecken mehr ein, andere weniger. So kann man also eine solche Weltanschauung, in der alles schön und voller Liebe ist doch als einen Versuch sehen, das Schlechte auf dieser Welt auszublenden, weil es so sehr an einem zehrt, dass man sich einfach nur noch davon befreien möchte.
      Ich würde deshalb also nicht sagen, dass sie die unangenehmen und unschönen Dinge in dieser Welt nicht sehen, auch sie werden sie wahrnehmen und ihre Einstellung könnte sich eben gerade auch aus dieser Wahrnehmung hervor gebildet haben.

      Meiner Meinung nach kann man diesen Personen ihre Weltanschauung nicht verübeln, man sollte nicht vorschnell über sie urteilen oder gehässigen Gedanken im Bezug auf solche nachgehen.

      Natürlich wird so mancher ziemlich schnell lernen, dass allein die Verdrängung, einen nicht vor dem schlechten auf dieser Welt schützt...aber wie ja bereits erwähnt wurde, man kann mit Menschen reden, so viel man will, wenn sie es nicht aufnehmen und ihre Meinung nicht ändern wollen, dann werden sie es auch nicht tun.


      no.cure.for.the.itch schrieb:

      Wenn man das Schlechte, das Dunkle verleugnet, kann man es ja auch nicht zum besseren wenden?

      Kann man das denn überhaupt? Etwas zum besseren Wenden? Manchmal kann man das vielleicht, aber ziemlich oft kann man nichts gegen das Schlechte tun.
      Zudem, auch Menschen die die unschönen Dinge im Leben nicht verdrängen, tun häufig nichts, um etwas zum besseren zu wenden.
      Hab keine Angst vor Narben.
      Sie zeigen nur, dass du stärker als das bist, das dich verletzen wollte.
    • Hm,es scheint ein neuer Hype oder sowas zu sein,ich habe z.b auf FB auch gesehen,dass sich da ganze Gruppen von diesen "Licht und Liebe" Leuten bilden.Ich habe dabei ein ungutes Gefühl,denn ich hatte noch vor kurzem eine Freundin,die älter als ich und immer cool drauf und auch etwas frech war.Dann aber fing sie auch mit diesem "Licht und Liebe" Gerede an und war völlig verändert,ich weiss nicht ob es "nur" an ihr lag oder das damit zu tun hat.Ich weiss nicht,aber mir kommt es entweder wie eine unrealistische Mode oder oder so vor,oder es ist eine neue unbekannte Sekte welche den Menschen die Sinne benebelt...

      Das sollte beobachtet werden.
      "Eine traurige Seele kann dich schneller töten als jeder Krankheitskeim".

      Zitat: Hershel aus The Walking Death
    • Ich kann jetzt nur von mir sprechen, ich gehöre auch zu solchen Menschen die immer das Gute sehen und von Liebe und Licht predigen. Es stimmt dass die Welt keineswegs hell ist oder die Liebe an der Oberfläche wartet, aber ich sehe das etwas anders. Ohne Licht gibt es keinen Schatten und ohne Schatten kein Licht. Es muss sich die Waage halten. Wenn die Welt so wie sie momentan ist, eher negativ belastet , dann ist es wichtig dass es auch die andere Seite gibt. Menschen die Liebe und Harmonie wollen. Denen es wichtig ist dass es anderen Menschen gut geht. Wenn es mehr solche Menschen gibt die ihr inneres Licht nach außen tragen dann wird das auch die Menschen die verändern die sonst eher Chaos stiften. Niemand ist von Geburt aus "schlecht". Der Mensch wird von Ereignissen und Erfahrungen geformt. Niemand kann etwas dafür was derjenige durchmachen muss oder musste. Daher ist es wichtig hinter die Fassade zu schauen und Verständnis zu zeigen. Im Grunde sind wir alle gleich egal woher wir stammen. Wir haben die gleichen Gefühle und Träume. Also warum sollte man nicht versuchen dieses zusammen zu bringen.
      Die Dunkelheit und das Böse sind nicht immer gleichzusetzen, ebenso wie das Licht nicht immer Gutes verheißt.
    • Natürlich ist es besser das Gute zu sehen oder besser gesagt optimistisch zu sein, aber alles was irgendwie schlecht oder "bedrohlich" ist (so wie ich das verstanden habe) zu ignorieren ist schlichtweg fahrlässig.
      Zum einen für die Gesellschaft und zum anderen für sich selbst - es ist nicht mehr als Ignoranz und die führt bekanntlich irgendwann zum Stillstand - wie auch immer der geartet sein mag.

      Es kann unterschiedlichste Ursachen haben warum man so tickt und alles schlechte ausblenden möchte aber auf dauer kann das nicht gut sein. Ich bin der Meinung dass da ein gesundes Gleichgewicht fehlt.
    • Sara schrieb:

      Niemand ist von Geburt aus "schlecht". Der Mensch wird von Ereignissen und Erfahrungen geformt.

      Ich denke, dass man mit einer guten und einer schlechten Seite geboren wird, die zunächst im völligen Gleichgewicht zueinander stehen, wobei die schlechte Seite einfach nur durch die menschlichen Triebe und Instinkte definiert wird. Aber bestimmte Ereignisse und Erfahrungen können dafür sorgen, dass Ungleichgewicht zwischen den beiden Seiten entsteht.
      Hab keine Angst vor Narben.
      Sie zeigen nur, dass du stärker als das bist, das dich verletzen wollte.
    • Sophie schrieb:

      Hm,es scheint ein neuer Hype oder sowas zu sein,ich habe z.b auf FB auch gesehen,dass sich da ganze Gruppen von diesen "Licht und Liebe" Leuten bilden.Ich habe dabei ein ungutes Gefühl,denn ich hatte noch vor kurzem eine Freundin,die älter als ich und immer cool drauf und auch etwas frech war.Dann aber fing sie auch mit diesem "Licht und Liebe" Gerede an und war völlig verändert,ich weiss nicht ob es "nur" an ihr lag oder das damit zu tun hat.Ich weiss nicht,aber mir kommt es entweder wie eine unrealistische Mode oder oder so vor,oder es ist eine neue unbekannte Sekte welche den Menschen die Sinne benebelt...

      Das sollte beobachtet werden.

      Ach das wird jetzt einfach nur in...ist so die Hippiekultur von heute...dass es so etwas in solchen Massen gibt, kommt vermutlich daher, dass alle Gruppenzwang und warum nicht und vielleicht hängt es auch ein wenig mit dem Flüchtlings- und Kriegsproblem derzeit zusammen und ja...das wird sich auch wieder legen. ^^
      Hab keine Angst vor Narben.
      Sie zeigen nur, dass du stärker als das bist, das dich verletzen wollte.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Night Angel ()

    • Night Angel schrieb:

      Ich denke, dass man mit einer guten und einer schlechten Seite geboren wird, die zunächst im völligen Gleichgewicht zueinander stehen, wobei die schlechte Seite einfach nur durch die menschlichen Triebe und Instinkte definiert wird. Aber bestimmte Ereignisse und Erfahrungen können dafür sorgen, dass Ungleichgewicht zwischen den beiden Seiten entsteht.
      Gut und Böse sind ja vor allem von der Gesellschaft definiert. Was in der einen Kultur gut ist, ist in der anderen Böse (z.B. Konsum von Alkohol)
      Ein Mensch wird mit bestimmten Eigenschaften geboren. Diese helfen ihm in der Natur zurecht zu finden.
      Jetzt kann er glück haben, und diese Eigenschaften decken sich mit der Definition von "Gut" der Geschellschaft in die er hineingeboren wird, oder er hat eben pech. :)
      Und abhängig davon kann ich mir vorstellen, dass man sich dann weiter entwickelt. Die als Gut definierten werden "besser". Also handeln mehr nach den Regeln der Gesellschaft die sie als Gute Menschen darstehen lässt. Die anderen akzeptieren dass sie als böse gelten, und kümmern sich nicht weiter um die Regeln der Gesellschaft. Dies kann dazu führen dass sie böser werden, also bewusst und absichtlich gegen die Gesellschaftlichen Regeln verstoßen. Es kann aber eben auch dazu führen dass diese Regeln einfach ignoriert werden. Sie sind dann weder extrem Gut oder extrem Böse.