etwas persönliches

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    • etwas persönliches

      Ich grüße euch alle. Ich habe eine Weile überlegt, ob ich das wirklich hier schreiben soll, ob das nicht vielleicht zu privat und gefühlsmäßig ist, aber ich habe niemanden, mit dem ich darüber reden könnte.
      Eigentlich beginnt alles mit einer einfachen Frage: Hat jemand von euch ein Mittel gegen Einsamkeit?

      Ich danke euch schon jetzt für jede Art von Unterstützung.

      Dunkle Grüße
      BlackHeart
    • Eigentlich ist es so vieles.
      Einerseits ist es, weil ich so oft das Gefühl habe, zwischen allen Stühlen zu stehen. Sicher ist es eine positive Eigenschaft, individuell zu sein, aber manchmal wünschte ich, ich könnte mich doch irgendwo wirklich integrieren. Einfach jemanden haben, der mich wirklich versteht, so wie ich bin, dem ich absolut alles über mich erzählen kann, der nicht nur einzelne Teile von mir sieht und mich so nimmt wie ich bin. Denn bis jetzt ist jeder, den ich kennengelernt habe, ob Mann oder Frau, an seine Grenzen gestoßen und ich hatte immer das Gefühl, blockiert zu sein. Irgendwann, wenn ich Vertrauen aufbaue und ich habe auch ein paar wirklich gute Freunde, stelle ich trotz allem fest, dass sie manche Dinge nicht verstehen würden.
      So gesehen ist es eigentlich irgendwie beides.
      Und diese Einsamkeit überfällt mich dann manchmal einfach, ich flüchte vor anderen Menschen, weil ich genau weiß, dass sie mich nicht so sehen können wie ich bin, alles krampft sich zusammen und ich schäme mich für meine Tränen. Mittels lauter Musik versuche ich, meine Beherrschung wiederzugewinnen, aber letztlich schaffe ich nur es zu verdrängen. So lange, bis dieses Gefühl das nächste Mal zuschlägt.
    • Ich verseh was du meinst, ich kenne das Gefühl zwar auch, aber ich habe gelernt damit klar zu kommen. ich werde zwa so akzeptiert, von denen die es wissen auch wenn dies es für blödsinn halten aber ich habe mir beigebracht, das ich selber wissen muss wei ich sein will und andre n das eigentlihc egal sein kann.
      Hier habe ich dann doch welche gefunden, wo man redne kann. Ich denke, daher das du es immer wieder versuchst zu verdrängen wird die Einsamkeit größer. Versuch mal alles rauszulassen was du rauslassen willst. Sprich oder schreib einfach irgendjemand wird dir mir ernst zuhören.
      Und Tränen zu verdrängen sind meienr Meinungn ach keien Stärker sondern eher Schwäche, da man seinen Gefühlen nicht freinen Lauf lässt.
      Live free or die
      Ein freies Leben ist besser als ein Gefangenes...
    • ich verstehe auch was du meinst...viele leute die in keine "ecke" passen, fühlen sich einsam...ist ja auch verständlich, wenn die interessen, vorstellungen und ansichten die man hat, einfach nicht dieselben sind, wie die der masse...

      aber ich würde sagen, es ist wichtig, nicht vor den menschen zu flüchten...immerhin klingt das für mich so, als würdest du deinen seelenverwandten suchen...und dazu gehört nunmal, das man kontakt hat zu den andern, wie willst du ihn sonst finden?
      ich denke, man merkt relativ schnell, ob jemand "passt" oder nicht...und wenn nicht, dann such weiter...
      sowas ist zwar immer schwer, aber manchmal passierts und er/sie spricht einem von selber an...also blos keine scheu, wenn mal sowas passiert^^

      und sonst, einfach nicht aufgeben...irgendwann findet man immer einen menschen, der einem versteht und so nimmt wie man wirklich ist...manchmal dauert es nur einfach länger...
    • Es ist nett von dir, dass du mich trösten willst. Ich habe einfach so oft das Gefühl, dass mir noch etwas fehlt. Dass mir jemand fehlt, dem ich mich offenbaren kann. Ich weiß nicht genau wieso, weil Geheimnisse zu haben ja auch nicht immer schlecht ist, aber irgendwie schmerzt es mich fast körperlich. Ich fühle mich so eingeschlossen. Und was ich am allerwenigsten leiden kann, ist ein Käfig. Bis jetzt hat mir jedoch kein Ausbruch die Freiheit gebracht, die ich brauche. Und vielleicht ist ja diese seelenverwandte Bindung das, was mich frei machen kann.
      Ich hoffe, dass du Recht hast. Ich hoffe, dass ich es wissen werde. Und dass ich mich bis dahin noch nicht selbst zerstört habe.
      Es ist vielleicht komisch, aber wenn ich mich so einsam fühle, kann ich die Nähe von Menschen, Menschen, von denen ich weiß, dass sie keine Ahnung haben, einfach nicht aushalten. Deshalb laufe ich weg. Einen Moment wünsche ich mir, jemand würde mich darauf ansprechen, würde mich erzählen lassen. Aber dann ist es mir gleichzeitig doch lieber wenn sie mich in Ruhe lassen. Ich hoffe, das ist halbwegs verständlich...
    • ich versteh komischerweise genau was du meinst...
      ich wünsche mir auch oft, dass mich jemand findet und aus der einsamkeit befreit...aber ich gebe auch die hoffnung nicht auf, das bald der tag kommen wird...und das solltest du auch nicht!

      und zum erkennen: ich bin mir sicher, dass du sie/ihn erkennen wirst...ich hatte das mit drei meiner freunde...ich hab sie mir quasi ausgesucht, und sie mich...und zumindest eine person davon, ist heute noch meine seelenverwandte...

      und ich denke, du kennst das auch, oder? wenn du jemanden siehst und denkst: mit der/dem muss ich reden, und ich will unbedingt mit ihm/ihr befreundet sein..

      ich kann dir nur raten, wenn du mal das gefühl bei einer person hast, dann sprich sie an..mehr als schief gehen kanns ja nicht^^

      und vielleicht findest du dann bald einen ausweg aus deiner einsamkeit...ich wünsche es dir auf jeden fall!
    • Ich danke dir. Ich hoffe auch immernoch. Deswegen schmerzt mich das alles ja so sehr. Ich hoffe inständig, dass ich diesem Wesen begegnen werde... hoffentlich bald... denn ich weiß nicht wie lange ich das noch ertrage...

      Dunkle Grüße
      BlackHeart
    • ich bin mir da sicher...für jeden menschen, gibts "den richtigen", wenn du es so ausdrücken willst...
      nur kann dir eben keiner sagen, wie langs noch dauern wird...

      aber ich hoffe, dass du bald jemanden finden wirst, der dir die einsamkeit vertreibt...denn dagegen gibts, für so leute wie dich, die WIRKLICHEN seelischen schmerz empfinden können (ich bin der meinung, dass oberflächliche menschen sowas nie in der dimension erfahren werden), kein wirkliches mittel..denn die normalen sachen wie "rausgehen" oder "musik hören" scheinen ja bei dir nicht wirklich hilfreich zu sein...und sonst fällt mir auch nichts weiter ein....außer eben irgendwie ablenken...

      gib einfach nicht auf...und auch hier im forum gibts durchaus leute mit denen du reden kannst! versuche einfach nicht soviele gedanken daran zu verschwenden..
    • Nicht so viel daran zu denken wäre wirklich hilfreich. Es gibt ja auch Zeiten, in denen mir das gut gelingt. Aber viel zu oft kommt es einfach wieder hoch. So schlimm, dass ich vor Menschen geflohen bin, war es aber erst letzte Woche zum ersten Mal. Ich hatte mich überhaupt nicht mehr im Griff. Ich habe auch das Gefühl, dass nicht viele mein Leid begreifen können bzw so empfinden können wie ich. es ist schön, jemanden zu treffen, der mich zu verstehen scheint.

      Dunkle Grüße
      BlackHeart
    • Manchmal reicht es schon wenn man ein wenig unter Leute geht um sich nicht mehr so einsam zu fühlen. Vielleicht ein Sportverein oder ähnliches. Einfach mal mit jemandem nen Kaffe trinken gehen oder mit anderen Leuten treffen. Notfalls auch alleine mal in die Disco gehen. Möglichkeiten gibt es da ja viele. Oder meinst du eine speziellere Form von Einsamkeit?
    • Ich weiß nicht genau. Wenn ich derartig einsam bin, suche ich einen bestimmten Menschen, jemanden, mit dem ich wirklich reden kann. Deshalb bin ich dann allein. Ich komme ja regelmäßig unter Leute, bin in einem Sportverein, aber das alles hat damit nichts zu tun denke ich. Es ist wie Verlorensein in einem Fass ohne Boden. Schweben, fallen, umherirren. Als würde mir noch etwas fehlen, eine Zugehörigkeit. Als hätte ich noch nicht alles gelernt um dieses Gefühl zu verstehen. Es ist schwer zu beschreiben.
    • Nein. Meine beste Freundin ist emotional ganz anders strukturiert als ich. Auch wenn ich sonst über wahnsinnig viel mit ihr reden kann, aber auch diese Freundschaft hat Grenzen. Sie kennt meine dunkle Seite nicht. Das tut eigentlich niemand.
    • Ich weiß. Aber bis jetzt hatte ich bei niemandem den Eindruck, dass er es verstehen könnte. Die, bei denen ich es ansatzweise versucht habe, haben mir den Rücken gekehrt. Ich bin vielleicht zu vorsichtig geworden.
    • Einsamkeit ist etwas das kann einen zerfressen, man kann es zeitweilig vergessen aber es hohlt einen immer wieder ein. Man kann nur hoffen das gerade nicht die Zeit ist um zu Spüren. Aber es ist wie mit allen Seelendingen, die bewuste suche führt einen erst wech vom ziel, mit dem Bewustsein kann man nur Navigieren wenn das Ziel bereits in Sichtweite ist. Solange du sie noch Spürst und sie deinen blick nicht verängt lerne mit ihr zu leben, akzeptiere sie als einen Teil von dir, lerne sie lieben, oder wenn es dich ehr zerfrisst, dann versuche sie von dir wechzuhalten, alles was dich einsam macht sehe als etwas an was zwar in dir ist aber was nicht du bist, versuche einfach dieses unangenehme gefühl als etwas anzusehen was nicht zu dir gehört, wenn du darüber nachdenkst tue es aus der 3. person herraus.. Auf der Anderen seite wenn du wirklich jemand gefunden haben solltest der dich versteht der dir hilft diese einsamkeit aufzulösen, dann wird aus dieser einsamkeit sehr schnell leere, die manchmal sogar noch schmerzlicher sein kann. All die Kräfte die Die einsamkeit gestützt haben stürzen sich auf die leere, die bleibt wenn sie verschwindet. Fühle in dich herrein und stelle dir vor du hast die einsamkeit bereits überwunden, was versteckt sich dahinter ?

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      "Was einer für sich selbst hat, was ihn in die Einsamkeit begleitet, und
      keiner ihm geben und nehmen kann: dies ist viel wesentlicher als alles, was
      er besitzt, oder was er in den Augen andrer ist." - Arthur Schopenhauer

      Der wahre, tiefe Frieden des Herzens und die vollkommene Gemütsruhe sind
      allein in der Einsamkeit zu finden.
      (Schopenhauer)Einsamkeit

      "Es ist das quälende Bewusstsein inneren Abstandes zu anderen Menschen und
      die gleichzeitige Sehnsucht nach Verbundenheit in Beziehungen, die
      befriedigend und sinnvoll sind"

      ruhe ...das höchste glück auf erden..kommt sehr oft nur durch einsamkeit in
      das herz
      Schiller

      Nach einer Ausschweifung fühlt man sich immer viel einsamer, viel verlassener. (Charles Baudelaire)

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      Besonders Letzteres ist bittere Wahrheit. Letztlich bleibt die einsamkeit, denn alles was man glaubt bekommen zu können, das verlässt einen auch wieder. Die kunst ist es allein mit ihr leben zu können.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Nebelkerze ()

    • Das was du sagst, geht mir sehr ans Herz und ich bin sicher du hast auch, zumindest teilweise, Recht damit. Ich finde jedoch, dass die Einsamkeit nicht von der Leere abgelöst wird, sondern dass beide schon jetzt irgendwie eins sind. Es ist ein Gefühl, das irgendwie ineinander verschwimmt. Vielleicht ist es letztlich die Hoffnung, die mich am Leben hält.

      Dunkle Grüße
      BlackHeart