Trinken/Spenden in der Öffentlichkeit

    • Trinken/Spenden in der Öffentlichkeit

      Falls es etwas doof rüber kommt, entschuldige ich mich schon mal im Vorfeld dafür :rolleyes:

      Folgendes Szenario:
      Also mal angenommen du triffst dich mit deiner Spenderin in einem Club, sie hat einen kurzen Rock an und ihr zwei hockt euch in dem Club in das hinterste Eck.
      Plötzlich merkst du wie es dir wärmer wird und bekommst verlangen auf Blut. Spitze, das deine Spenderin dabei ist. Das praktische in diesem Moment, du kannst ihren Rock etwas hochziehen,
      eine ,,kleine,, Schnittwunde in ihr Oberschenkel machen und an ihr Blut kommen.


      Vorteile: Man muss sich nicht erst ein Eck suchen, denn so kann man es auch in ,,Ruhe,, machen und für die anderen Personen würde es eher so aussehen als ob ihr euch auf einen erotischen Akt einlässt


      Meine Frage an die Community:
      Wie seht ihr das mit Trinken oder Spenden in der Öffentlichkeit? Was ist eure Meinung zum beschriebenen Szenario? Was würdet ihr tun?

      Ich selber würde es in einem Club jetzt nicht machen. Gehöre dann wohl eher zu den Personen die sich in ein Eck irgendwo nach draußen verziehen.
      Mit nachhause würde ich zu einem Vampyr zum Beispiel auch nicht gehen. Außer man hat sich davor schon öfters außerhalb getroffen zum kennen lernen.

      Nun ich freue mich auf interessante Kommentare :D

      Grüße Seleucia
    • Ich persönlich habe schon in der Öffentlichkeit getrunken.
      Ich würde es allerdings nicht in dieser Situation machen (ich denke es wäre mir zu viel stress. also zu laut zu eng etc.)
      Zudem würde ich nicht am Bein trinken in der Öffentlichkeit.
      Ich habe bisher immer dann am Handgelenk getrunken und auch nur sehr kleine Mengen :) da sehe ich kein Problem

      Ich finde Trinken und Spenden in der Öffentlichkeit völlig ok solange es diskret ist und auch als etwas anderes Abgetan werden kann.
    • Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, die einen mögen es mehr mit Risiko, die anderen eher stressfrei.

      Für einige ist das Geben und Nehmen von Blut ja etwas sehr intimes. Weshalb so etwas, auch eher zuhause, oder sonst irgendwo, wo man ungestört ist und seine Privatsphäre hat, praktiziert wird. Zudem muss man bedenken, dass es nicht gut ankommen würde, wenn ein "normaler" Mensch so etwas mit bekommen würde...das könnte unter Umständen zu Problemen führen, weshalb man mit dem Spenden in der Öffentlichkeit auch vorsichtig sein sollte. Ein anderer Punkt wäre die Hygiene. Außerhalb des Hauses kommt man mit einer Vielzahl an Bakterien in Berührung, zum Beispiel in der U-Bahn, in Clubs, etc. Eine offene Wunde entzündet sich da schneller, auch, weil nicht gerade jeder in seiner Tasche geeignetes Equipment um tiefere Wunden, etc. zu versorgen, herum trägt.
      Und egal wie vorsichtig man ist, der Zufall kann einem immer einen Strich durch die Rechnung machen, man kann noch so vorsichtig sein und "erwischt" werden.

      An sich, finde ich, kann man aber nichts dagegen sagen, denn erstens ist es sowieso jedem selbst überlassen, zu entscheiden, wo, wann, wie, wie viel und mit wem Blut gespendet und genommen wird und zweitens, mit genügend Vorsicht, kann es auch funktionieren, ist nicht so, dass es von vorn herein zum Scheitern verurteilt wäre.

      Das Szenario finde ich persönlich recht interessant, klar, wenn man es auch als etwas..."anderes" abtun kann, ist das natürlich ne super Taktik. Aber auch das, kann schlecht ankommen. Kommt ganz drauf an, in welchen Kreisen man sich befindet, in nem Club jetzt eher weniger...aber gibt ja auch noch andere öffentliche Orte.

      Ich selbst würde das nicht machen, ich gehöre auch eher zu dem Schlag, der das Geben und Nehmen von Blut als eine intime Sache zwischen zwei, wohlgemerkt, zwei, Individuen ansieht und gar kein Interesse daran hat, in der Öffentlichkeit so etwas zu veranstalten. Ich brauche den Stress, bzw. das Adrenalin der/das da mitspielt auch nicht.
      Hab keine Angst vor Narben.
      Sie zeigen nur, dass du stärker als das bist, das dich verletzen wollte.
    • Ich glaube, jeder sieht das halt anders :| ich persönlich habe noch nie in der Öffentlichkeit getrunken und habe es auch nicht vor. Erstmal ist da die Gefahr, das jemand es mitbekommt, die mangelnde Hygiene usw. Ich sehe das also so wie Nightangel :) für mich ist Blut trinken etwas sehr privates und ich möchte das in Ruhe machen, ohne potenziellen Zuschauer
    • ich selbst finde es nicht schlimm,in der öffentlichkeit.
      allerdings muss man sich eines immer bewusst sein :

      macht man soetwas in der öffentlichkeit und unsere gesetzeshüter bekommen das mit,oder es stört sich jemand daran und bringt das zur anzeige
      dann gibt es eine satte anzeige wegen körperverletzung ,im schlimmstenfall wegen verstümmelung.

      sicher kommt es nicht oft vor,aber man sollte sich dessen immer bewust sein
      --->X Homo Futura - Komm in mein Labor ...und so erschaffe Ich dich neu , aus dem besten dieser Welt....von Einstein das Gehirn und von Dali die Inspiration , von Chaplin den Humor und von Jesus die Vision , von Betty Davis die Augen und von Adam die Potenz , von Adolf Hitler den Ehrgeiz und von Mahatma Gandhi die Konsequenz X<---
    • Für mich persönlich stellt das geben und nehmen von Blut einen sehr intimen und vertraulichen Akt dar, und ich würde es niemals in der Öffentlichkeit machen.Ich würde nicht mit meinem Donor an einen Ort gehen der frei begehbar ist, selbst wenn es ein gezielt ausgesuchter Club oder dgl. ist, kann man nicht sicher sein ob etwas "nach draussen dringt" wenn z.b Nicht-Vampyre anwesend sind.Ich würde ein Separee/Zimmer oder auch mein eigenes oder das Zuhause von meinem Donor bevorzugen auch für ihn oder sie, ist das bestimmt angenehmer als so öffentlich.
      Wenn du fällst ,kannst du die Tiefe in die du stürzt nicht bestimmen,lediglich die Richtung in der du fällst kannst du entscheiden.Auf dem Weg durch's Leben passieren wir zahllose Kreuzungen,doch welcher Weg der richtige ist,erfahren wir erst,wenn wir auf dem falschen Wege angefahren werden.
    • Guten morgen,
      ja die Meinung vertrete ich auch.Natürlich ist es mit Sicherheit für den "gemeinen"Bürger sehr erschreckend und wahrscheinlich nicht prickelnd dem beizuwohnen!
      Ich bevorzuge die Nacht,da sind vielfach eh Leute unterwegs die entweder sturzeblau sind oder oft selbst skuril sind.Die,die arbeiten müssen oder von derer kommen habn den Blick eh woanders.

      Dunkle Grüße
    • In der Öffentlichkeit zu trinken ist schön, aber es kommt auf die Location an....in der Disko zu trinken ist einfach toll....aber würde ich jetzt nicht am Oberschenkel trinken...es soll ein wenig diskret sein. Wenn man schon entdeckt werden kann, dann soll es wenigstens noch etwas Stil haben und nicht billig wirken.
      In einer Szenedisko wo die Leute etwas eher dazu geneingt sind anders zu sein trinke ich lieber als in einer Normalo-Location. Mit der Musik und den Tanzenden ist das einfach eine tolle Atmosphäre. Aber auch wenn ich es nicht schlimm finde, dass man dabei gesehen wird, man muss es nicht so deutlich machen, dass man es anderen aufs Auge drückt. Es gibt immer welche, die das nicht so toll finden wie wir und jenen sollte man wenigstens die Chance zum weggucken geben.
      ¨Ich trinke das Blut von Jungfrauen....
      das stimmt wirklich! "
    • @seleucia:
      Dein Beispiel ist an sich interessant, aber warum vom Oberschenkel trinken? In den meisten Clubs (abgesehen von Fetisch und Swinger), sind sexuelle Handlungen ungern gesehen. Statt dessen würde sich Schulter, Nacken, Oberarm und Hals viel besser anbieten. Kleiner Schnitt und alles ist gut und unauffällig. Selbst auf der Tanzfläche bei engem Körperkontakt unauffällig.

      Ich bevorzuge zwar das Trinken in "geschützter" und intimer Atmosphäre, aber es hat seinen Reiz auf gewissen Veranstaltungen oder auch in der freien Natur (Parks, Wälder, Strand) dem nachzukommen. Habe selbst schon unauffällig mit Kanüle in einem gut besuchten Stadtpark getrunken. Normalerweise fällt das niemandem auf und selbst wenn was soll wirklich passieren? Einvernehmliches Trinken ist keine Straftat. Eine Verstümmelung ist es nur bei bleibenden Schäden und Kanülen stechen darf ich aufgrund meines Berufes ohne Einschränkungen, aber ein kleiner Schnitt wird nie Probleme machen.
      The bird of hermes is my name, eating my wings to make me tame.
    • Ich wundere mich, dass ich es scheinbar bisher versäumt habe mich zu dem Thema zu äußern, da meine Position im Bezug auf die Fragestellung doch recht gefestigt und unmissverständlich ist :D

      Für mein Empfinden beschäftigt man sich zu oft mit der Frage, wie man den rechtlichen Graubereic in dem vampyrische Praxis ihre Auslebung findet erfolgreich navigieren kann.
      Dennoch, kurz eine Anmerkung zur Rechtslage.... Relevant ist hier maßgeblich § 228 StGB:
      Wer eine Körperverletzung mit Einwilligung der verletzten Person vornimmt, handelt nur dann rechtswidrig, wenn die Tat trotz der Einwilligung gegen die guten Sitten verstößt.
      Was den 'Guten Sitten' entspricht ist relativ auslegefreudig, daher sprechen wir von einem rechtlichen Graubereich. Uns sind keine Fälle bekannt in denen das Ausleben vampyrischer Praxis belangt wurde, dennoch ist das kein Grund nicht darauf Acht zu geben, dass man von relativer Sorglosigkeit nicht in die allgemeine Rücksichtslosigkeit abrutscht. Das Thema Trinken in der Öffentlichkeit ist hier ein recht naheliegendes Beispiel.
      Warum riskieren, dass etwaige Zuschauer - mit denen in der Öffentlichkeit ausdrücklich immer zu rechnen ist - am fraglichen Akt Anstoß nehmen und sich deshalb zu weiteren Schritten berufen fühlen. Nur weil es reizvoll ist?

      Diskussionen dieser Natur kreisen zu oft um die Frage, womit Vampyr realistisch davon kommt und womit nicht.
      Die ethische und moralische Bedrängnis, in der man sich wiederfinden kann, wird zu selten angesprochen.
      Es bleibt oft unbeantwortet was denn nun eindeutig richtig, was eindeutig falsch sein kann.

      Die Orthodoxe Position im Bezug auf praktische vampyrische Ethik, wie sie unteranderem auch House Sauromatos vertritt, hat in dieser Sache klare Worte:
      Eine Orthodoxe vampyrische Praxis basiert auf der Einvernehmlichkeit sämtlicher involvierter Parteien. Gewisse Praktiken stehen aus ethischen Gründen lediglich außerhalb des Orthodoxen Vampyrismus, wie etwa die Verwendung von Tierblut in der vampyrischen Praxis. Hingegen das Involvieren nicht-einvernehmlicher Parteien in vampyrischer Praxis, inklusive nicht-volljähriger Personen, steht im radikalen Widerspruch zum Orthodoxen Vampyrismus und kann niemals geduldet werden.

      Die Einvernehmlichkeit sämtlicher involvierter Parteien...
      Dies schließt in voller Konsequenz auch etwaige Zuschauer und Zeugen ein, die von blutgebenden und blutnehmenden Parteien, zwar nicht einkalkuliert wurden, aber trotzdem dennoch unfreiwillig am Geschehen beteiligt werden. Die Last liegt hier nicht bei denen, die ja wegschauen könnten, sondern bei denen, die eine Situation herausgefordert haben in der sie riskieren sich selbst, andere und potentiell die gesamte Vampyrgesellschaft in Verlegenheit zu bringen.

      Soweit die orthodoxe Position,
      -M.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Mikhail ()

    • Mikhail schrieb:

      Relevant ist hier maßgeblich § 228 StGB:
      Und § 230. Welcher besagt, dass Körperverletzung nur auf "Antrag" verfolgt wird, es sei denn es besteht ein "besonders öffentliches Interesse". Letzteres bezieht sich aber darauf, dass dritte Personen geschädigt werden und die Handlung eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt.
      Nichts davon trifft auch das Bluttrinken zu, es sei denn irgendjemand hat die Hausrgel "hier darf getrunken werden", dann darf man des Platzes verwiesen werden, ansonsten gilt, wo kein Kläger, da kein Richter.
      Somit ist es rechtlich vollkommen unbedenklich.
      Die Debatte mit Kannibalismus will ich hier nicht aufrollen, es ist in Deutschland keiner, solange man keine Fleischstückche aus dem Donoren herausbeißt.

      Das heißt aber wie Mikhail geschrieben hat nicht, dass man es darauf anlegen und provozieren sollte, aber sofern man versucht es bestmöglich zu verdecken und nicht aktiv die Aufmerksamkeit von Personen auf sich zu lenken, ist das wirklich kein Problem. (Ob es nötig ist, ist eine ganz andere Debatte)
      Wenn man natürlich groß in einem öffentlichen Park auf einer Picknickdecke Kanülen, Stauschlauch, einen Kelch, Spritzen ... auspackt und dann genüsslich ein Trinkritual praktiziert, kann ich das nicht gutheißen.
      The bird of hermes is my name, eating my wings to make me tame.
    • @Baphomet:
      Selbstverständlich hätte ich für das Szenario auch eine andere Stelle benennen können, aber wahrscheinlich ist mir zu diesem Zeitpunkt nichts besseres eingefallen *schäm* :rolleyes:
      Das sexuelle Handlungen nicht gerne gesehen werden (außer in bestimmten Locations) ist mir durch aus bewusst aber darauf wollte ich nicht hinaus.
      Mir ging es halt wirklich nur darum wie oben geschrieben,, wie das Trinken/Spenden in der Öffentlichkeit gesehen wird,,.

      Zudem muss ja jeder für sich selber entscheiden was jemand mag und nicht und wenn beide Parteien es mögen ist es in meinen Augen in Ordnung und falls nicht gibt es bestimmt genügend anderer Lösungen um auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen ;)

      Für mich selber kommt das Spenden oder Trinken in einer überfüllten Räumlichkeit nicht gerade in Betracht ich bevorzuge im Grunde eher eine ruhige Lage.