Faktor der Bosheit.

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    • Ich wollte vor einiger Zeit schon ein ähnliches Thema eröffen: Was ist gut? Die Idee des Guten

      Aber das nur Vorweg, um direkt im Anschluss auf die andere Seite zu verweisen.
      Ich glaube nicht unbedingt an das Gute im Menschen, bzw. habe keine Vorstellung was dies sein könnte. Aus meiner Sicht, lassen sich im Menschen und seiner Motivation, immer Abgründe oder zumindest unbequeme Wahrheiten finden, wenn man nur tief genug schürft. Das Gute bzw. die Ausrichtung zum Guten scheint oft einen sehr organischen Ursprung zu haben, etwas das dem Individuum von der Familie mitgegeben wird, und seinen absoluten Ausdruck in einer organischen Gottesvorstellung hat, etwa in Form von Gottvater oder einer Mutter Erde. Leidet oder fehlt eine solche organische Beziehung, gestaltet sich die Beziehung zum Guten anders, möglicherweise brüchiger und anfälliger für Enttäuschung, so jedenfalls meine Erfahrung.

      Dies führe ich an dieser Stelle an, da es mein Standpunkt ist, dass die Wahrnehmung des Bösen von der Abwesenheit des Guten geprägt ist, ja sogar diese konstituiert.
      Was letztendlich bleibt ist ein Komplex aus existentiellen Wahrheiten, die uns als Menschen bedrohlich und böse erscheinen, weil sich nichts Gutes darin finden lässt.
      Kurz: Das Böse bedeutet für mich meist Träger existentieller Wahrheit... und damit Träger von Schönheit und Terror gleichermaßen.
    • Was ist gut, was ist böse.
      Wer definiert das? Jeder hat eine dunkle Seite, aber mit Ihr zu leben und umzugehen ist die wahre Kunst im Leben.
      Viele sehen dieses Thema Schwarz Weiß, doch gibt es hier viele Grautöne.
      Klar gibt es “Böse“ Dinge die wirklich verurteilt gehören. Mord, Vergewaltigung, Kinderschändung usw.
      Doch abgesehen von diesen Themen gibt es viel was in eine Grauzone fällt.
      LG
    • Ich bin schon jahrelang auf der Suche nach einem klaren Bewertungsmaßstab, durch den das Individuum konkret in gut und böse eingeteilt werden kann. Was sich wohl am ehesten ersichtlich machen ließe, durch eine Aufzeichnung der Handlungs und Denkweisen, Berücksichtigung des bisher geführten Lebens, unter Einteilung in Prioritäten und in Hinsicht auf einen bestimmten Zeitraum.
      Ich denke wir machen es uns zu einfach wenn wir das als Schwarz- Weiß-Denken abstempeln und entziehen uns dadurch der Verantwortung dieses Gebiet zu erforschen. Es gibt klare Beispiele in der Geschichte der Menschheit, von Persönlichkeiten bei denen "das" "Böse" überwiegte, im Verhältnis zum Durchschnittsbürger.
      Und wie gesagt, ich sprach nicht davon, dass es "das" Böse gibt. Also was ich zur Diskussion brachte, war kein Schwarz-Weiss-Denken.

      Meiner Meinung nach wären wir in der Rechtsprechung, Kriminologie und Verurteilungsraten viel fortschrittlicher, wenn es konkrete Bewertungsmaßstäbe gäbe die auch subtile Faktoren berücksichtigen, wie Vergangenes, Kindheit, Prägung, willentlichen Taten, Trieb-Taten und co.

      Und ich finde wenn man sagt, dass es das Böse und das Gute nicht gibt, dann bringt das einen nullkommanix, Unter-Null - nicht weiter.
    • ich bin gegen eine Einbeziehung der Kindheit oder der Vorgeschichte in der Rechtssprechung. Ein Kinderschänder bleibt ein Kinderschänder, ein Mörder ein Mörder und ein Vergewaltiger ein Vergewaltiger, auch wenn in seiner Kindheit was schlimmes passiert ist! Diese vergehen sind unentschuldbar.
      LG
    • Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr heißt es. Die Rückfallquote von Straftätern ist selbstredend. Also gutes Argument Raziel.

      Wenn ich das richtig verstanden habe, dann geht es in dieser Diskussion darum die Einbeziehung der Kindheit in Relation zur Prägung des Täters zu bringen, nicht um seine Taten zu entschuldigen.

      Als auch um den Täter zu verstehen.

      Ich glaube die negativen Ressentiments werden erzeugt und ernährt, und gesellschaftlich weiter vererbt.

      Der Straftäter oder "Mensch", der immer wieder seine Bahnen geht, der ist natürlich anders zu betrachten.

      Aber was wäre, wenn auch du ein Stratäter werden könntest, individuell vom Zustand. Was sagt das über die Menschheit aus.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Enigma ()