Erfahrungswerte . . .

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    • Erfahrungswerte . . .

      Es kommt mir ein wenig seltsam vor, mein Anliegen als ersten Beitrag direkt hier im Foyer vorzutragen.

      Aber wo, wenn nicht hier in der "Vorstellungsrunde" findet sich Platz für den Grund, welcher mich in dieses Forum führte.

      Ich möchte versuchen, mehr über mich zu erfahren - vielleicht schaffe ich es, einen Schritt in diese Richtung mit Eurer Hilfe zu tun.

      Seit einigen Jahren bin ich mit mir uneins - rastlos - suchend. Es fällt mir schwer zur Ruhe zu kommen. Wenn ich glaube, die Erfüllung in einer Sache gefunden zu haben, stellt es sich schnell als kurzfristige Extase dar, selten als länger anhaltende Befriedigung.

      Mit der Zeit hat sich mir die Vermutung aufgedrängt, dass die Unruhe eine Folge meines Blutentsagens sein könnte. Ich habe vor vielen Jahren als Unerfahrene Blut genommen und gegeben. Doch war der Anteil, den ich als Donor gab zu hoch - ich brach geschwächt den Kontakt ab und entsagte seit diesem Tag auch selbst jeglichem Blute.

      In den darauf folgenden Monaten fühlte ich mich wie auf - ich möchte es mit dem Wort "Entzug" beschreiben, auch wenn ich einen solchen in klinischer Sicht noch nicht bestritten habe. Ich entdeckte, dass es mir leichter fällt, wenn ich auf jegliche Art Abstand von der lebenden Ernährung nahm - ich verzichte seitdem auf alle Kost, in deren Adern einmal Blut rann. Mit dieser Lebensart bestritt ich meinen Alltag, das Verlangen wurde tatsächlich geringer. Ich dämmte es ein, sperrte es weg.

      Nun habe ich mich ansatzweise einer Frau geöffnet, die mich über meine Vergangenheit ausfragte. Sie zeigt Verständnis, wenn auch kein Verstehen. Mit dem Offenlegen meiner alten Gefühle, ist aber auch das alte Verlangen wieder gewachsen. Und gleich wie damals fühle ich mich sowohl als Gebende, als auch Nehmende dem Blut hingezogen.

      Ich versuche, mich in meinem Alltag einzubetten und mir selbst keinen Raum zu lassen. Doch es fällt mir zunehmend schwerer. Ich habe mit der damaligen Entsagung auch meinen Lebensstil fallen gelassen. Anderer Ort - anderer Beruf - andere Menschen mit denen ich mich umgeben - andere Kleidung/Musik etc. Ja nicht in das alte Verhängnis.

      Doch mittlerweile glaube ich, ich habe mich selbst verraten.

      Bitte erzählt mir von Euch, Eurem Leben, Euren Erfahrungen. Ich bin dankbar über jegliche Gedankenregung, die mich im meinem Irrweg ein Stück weiter bringt.

      Ich erwarte keine offenen Beiträge als Antwort hier - fällt doch mir das öffentliche Schreiben selbst nicht leicht. Ich freue mich aber auch über jede Nachricht als PN.

      Bitte habt Verständnis, wenn ich manchmal nicht zeitnah antworte. Aber ich möchte wahrheitsgemä schreiben und nicht aus dem ersten Impuls heraus, weshalb ich mir oft etwas Bedenkzeit einräume.

      Es grüßt Euch Eure

      Dyscover
    • Also erstmal willkommen hier :), klingt ja alles recht Interessant, Irrweg würde ich es nicht bezeichnen wollen, jeder weg den man geht hat von der Erfahrung her seinen Wert. Außerdem wisst ihr jetzt das ihr euch unter kontrolle habt. erst jetzt habt ihr etwas von der begehrten roten flüssigkeit. auch die erfahrungen wenn es sein muss euer umfeld austauschen zu können ist nicht gerade negativ.ich denke es ist die flexibilität die euer wesen verlangt.
      Ihr könnt viel fragen doch letztlich wird es nur euch nur helfen euch ein bild zu machen. Die Antworten stecken letztlich in euch selber. Ich denke den Umgang mit dem Profphanen problemen beherscht ihr bereits.Das heißt natürlich nicht das ich glaube das es falsch ist zu fragen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Nebelkerze ()

    • Willkommen

      Ich heisse dich willkommen bei uns. Ich habe mir deinen Text ein Paarmal durchgelesen und ich würde sagen ein Mensch hat das recht sich so oft zu ändern und zu verändert wie er es für nötig hält. Selbstbetrug ist generell ein falsches Wort. Man kann sich nicht selbst betrügen man geht nur einfach immer den Weg den wo es einem so scheint das es der richtige Weg wäre. Es gibt in dem Sinne keine Richtigen und Falschen Dinge. Es gibt nur Ja ich gehe diesen Weg oder nein. Mir scheint es so aus deinem Text das du auch glaubst du müsstest rechenschaft ablegen vor dir selbst. Das einzige was du jedoch tun musst ist immer das wo mit du im Moment zufrieden oder Glücklich bist. Sicher man wird immer mit der Vergangenheit konfrontiert und neigt wieder in alte Muster zu fallen aber man muss sich fragen ob dies in dem Moment das Richtige ist und wenn es das ist sollte man es ganz einfach tun. Wenn du jetzt fragen solltest "was ist denn das richtige ?" kann ich dir nur sagen wenn du es tust weisst du es das es das richtige ist.

      Drakan
    • Willkommen auch von mir.

      Ich begrüße dich auch hier unter uns zu sein.
      Ich bin auch der Meinung, das es kein Falsch gibt, und das du hier die Frage stellst und hier deine Geschichte schreibst, ist auch völlig ok.
      Mh, du weißt nichgt direkt was du bist, das geht vielen so. Ich finde, dadurch das du in deinem Leben einige Beränderungen gatan hast, wirst du auch sehen, was dir nicht behagt odr wozu du vllt hindendierst. Wichtig finde ich nur, das du du bleibst.
      Die Vergangenheit kommt immer wieder, vllt wirst du irgendwann bemerken, dass man manche Vergangenheiten verbinden kann um sich selbst zu finden, die vllt unvorstellbar erscheinen.

      Persönlich würde ich auf mein Bauchgefühl vertrauen. Oder hat darauf achten, wonach das eigene ICH schreit. Aber ich gehe mal davon aus, das du das schon längst versucht hast.

      Auf jedenfall wirst du hier bei uns nicht verstoßen werden und es werden immer ein paar offene Ohren da sein, auch wenn es dauern könnte.

      Ich habe auch erst etwas gebraucht mich zu finden.

      Gebissene Grüße

      LadyKathy
      Live free or die
      Ein freies Leben ist besser als ein Gefangenes...
    • Vielen Dank für Eure offenen Willkommensgrüße!

      Ja, ihr mögt durchaus damit recht besitzen, dass ich mich auch vor mir selbst zu rechtfertigen versuche. Allerdings habe ich die vielen Veränderungen, die ich bisher gemacht habe, nicht in einem solch positivem Licht gesehen. Selbstkritisch sein kann ich sehr gut...

      Die offenen Ohren werde ich sicher das ein oder andere Mal nutzen und ich bin schon jetzt gespannt auf Eure Ansichten.

      Dyscover
    • Selbstkritisch... Ja ok. aber ich denke, das man einfach mal seinen Weg, wo immer er auch hinführt, es sei denn er wird negativ, gehen sollte.
      ICh persönlich finde, wenn man mehr selbstkritisch ist, als wie sich auf die Gefühle einzulassen, desto schwieriger wird es, sich zu fragen, ob es geraderichtig ist. Dann wrid man sich nie auf seine Gefühle wirklich verlassen, doch verstehe ich, dass es schwer ist, einen Mittelweg zu finden.

      Ich habe, wie auch in einem anderen Thema hier schon geschrieben, auch mein Phasen den selbstfindens durchgemacht. Das tut jeder. Sei es wie ich im Teneealter angefangen bis zu dem Zeitpunkt wo ich mcih fand oder halt später. Es gibt hähen und Tiefen, die jeder dort durchlebt, einen Gedanken wegwirft und ih evtl weider aufnimmt oder weggeworfen lässt um einen neuen zu fassen und so weiter.

      Manche Dinge können einem Angst machen oder Bedenken, doch dann kann man sich ja auch die Frage stellen warum. Oder auch bei anderen Gefühlen ob man sich wirklich wohlfühlt und sich das sich nicht wirklich nur so zu fragen, sondern wirklich in sich hinein zu horchen, wenn man mal na Ruhephase hat.
      Live free or die
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    • Sebstkritik ist nicht schlechtes es formt Charkater und macht einer Person interessant. Ich mag das. Man sollte nur aufpassen das man sich selbst in der entwicklung damit nicht einstrengt indem eine "kleinschrittige" selbstbeobachtung ein fortkommen hindert. Selbstkritik klappt umso besser um so mehr man sich bewust ist das das eigene handeln vieleicht aus einer anderen perspektive und sei es auch nur langfristig gesehen doch garnicht unbedingt so richtig oder so falsch war wie man es annimmt, man sollte auch auf sein "intuitives" oder "instinktives" potenzial vertrauen können.

      Achja: Ich selbst habe festgestellt das der Verzicht von Fleisch, durchaus die "raubtierhaften", oder einfach nur aggressiven Aspekte seiner Selbst Dämpfen können.Vieleicht ist es ja für manchen ein Tiefer Aspekt auf den Konsum, eben dieses zu verzichten, oder gerade es zu konsumeren.
    • Von der Evultionären Seite gesehen ist der Mensch ein Allesfresser. Ich denke ihm da etwas vorzuenthalten formt zwar seinen Charakter möglich zu etwas Friedlichen aber ich denke das ist nicht unbdingt immer ein Nachtteil. Es hat schon seinen Sinn warum der Mensch als Allesfresser bekannt ist.
    • @LadyKathy
      meines Erachtens gibt es immer wieder "Phasen des Selbstfindens" und es wird sie auch in Zukunft geben. Wichtig sind hier die eigenen Kompetenzen, damit umzugehen und sich nicht zu verlieren. Aber das machen wir ja alle durch. . . mal mehr, mal weniger erfolgreich. . .

      @Nebelkerze
      Dass Selbstkritik einen Menschen interessant macht, dem kann ich grundsätzlich nicht zustimmen. Ich würde mich selbst auch nicht als interessant darstellen und möchte es auch gar nicht sein. Dennoch hast du Recht, wenn Du darauf hinauswillst, dass jene Personen oft bewusster Leben, da sie sich mit sich selbst und ihrer Art wiederholt auseinandersetzen.

      Anbei - verzichtest du z. Zt. auf den Konsum tierischer Nahrung? Wie parktiziert Ihr anderen Eure Essgewohnheiten? Mit welchen Hintergründen - wenn es welche gibt?

      Ich möchte damit keine ethische Diskussion ob des Vegetarismus ins Leben rufen, sondern weiter auf die These eingehen, in wie weit Fleischverzicht/-genuss Einfluss auf das eigene Wesen hat.

      Grüße, Dyscover
    • Original von Dyscover_myself
      @LadyKathy
      meines Erachtens gibt es immer wieder "Phasen des Selbstfindens"

      Ja das man sich immer wieder selbstfindet ist mir verständlich und es ist auch so. Aber trozdem finde ich, das man einen Festen Teoiö immer hat, worum immer wieder neue Selbstfindungen zu Stande kommen. Die Selbstfindeung fängt eig. am dem tag an,woe man geboren wurde und endet wenn man stirrb aber trotzdem, wird man immer jemand in eienr bestimmten Richtung bleiben. Denke ich....
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    • Ich versuche mich Energetisch hochwertig zu ernähren das heisst energetisch so das ich dies was ich esse auch verbrauchen kann. Das heisst ein Gleichgewicht zu schaffen zwischen ausreichend Energie und Verbrauch. Ich kenne keine Küche im übrigen die gänzlich auf Fleisch verzichtet. Wenig ja aber immer kommt etwas fleisch vor und ich denke nicht das das nur dazu gedacht ist das man die fleischesser auch für sich gewinnt.
    • Was Fleisch bei mir angeht, esse ich es gerne, zwar muss ich das nicht dauerhaft haben, ich kann auch länger mal ohne, , aber ich habe sonst fast jeden Tag Flieisch. Selten habe ich mal kein Fleisch. Und was ich esse, verbrenne ich eh wieder und irgendwann, sagt mein Magen mir auch,wann er genug hat. Wobei, ich esse nicht jedes Fleisch.
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    • Guten Abend Daemina,

      danke für Deinen Willkommensgruß.

      Ja, die Antworten muss ich wohl selbst finden, aber vielleicht könnt Ihr mich ein Stück auf diesem Wege begleiten.

      Grüße, Dyscover
    • Auch von mir ein herzliches Willkommen.

      Ich denke es fehlt einem immer etwas zum Glück wenn man sich selbst nicht treu ist. Damit meine ich jetzt speziell den Lebensstil. Aber macht die Kleidung und die Musik wirklich das aus was du bist?

      Wenn du dich jemanden geöffnet hast und nun alles wieder an den Tag kommt bist du damit wohl nicht durch. Ich denke du hast die selbe Entscheidung immer noch vor dir "Wie mache ich weiter?".

      Wenn es dich zu sehr schwächt zu Spenden kannst du das doch auch weg lassen oder? Oder hast du da auch einen "Drang" dazu?
    • Hallo Ministry,

      nein, Kleidung u. ä . macht nicht das aus was ich bin. Aber das sind Veränderungen, die ich tagtäglich selbst erkenne. Und somit fiel mir die Veränderung auch leichter, weil ich sie an "handfesten" Merkmalen sehen konnte.

      Die Entscheidung steht noch aus, da hast Du recht. Unter anderem bin ich ja deswegen auch hier - um hier ein paar Hinweise auf meinen weitern Weg zu finden.

      Damals hat mich das Spenden geschwächt, weil ich meine Grenzen nicht kannte. Grundsätzlichen Drang dazu... schwer zu sagen. Kommt immer auf die Person an, der ich Gebe, denn es Bedarf einer immens hohen Vertrauensbasis.

      Grüße, Dyscover