Katholische Kirche

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    • Katholische Kirche

      Hallo zusammen!

      Habe im Forum bisher nichts dazu gefunden, und stelle jetzt mal die Frage: was haltet ihr von der römisch-katholischen Kirche?

      Ich weiß, es gibt sehr viele Punkte, an denen man anknüpfen kann; die Bibel, die Struktur, Moral/Werte, verschiedene Arten, den Glauben zu leben...was habt ihr schon für Erfahrungen gemacht?
      Immer her mit allem :).

      All good
      Lightning
    • Ach ja die katholische Kirche...

      Ich bin selbst katholisch, habe auch Taufe, Kommunion und Firmung durch. Doch es gibt genügend, worüber sich Gedanken gemacht werden kann.
      Ich finde das Zölibat totalen Unfug.
      Somit keine Heirat von Pastoren,
      sondern mit Gott verheiratet zu sein,
      Verbot von sexuellen Zärtlichkeiten in gegenseitigen Willen,
      Verbot, dass Frauen keine Pastorin werden dürfen, sofern gewollt,

      Zum Thema Bibel gehe ich davon stark aus, dass es so einige Übersetzungsfehler gegeben hat.

      Thema Glauben:
      Ich bin der Meinung, jeder darf den Glauben, den er hat, so ausleben, wie gewollt, solange niemand gefährdet wird.
      Auch wenn man einer Religion sich zugehörig fühlt, hat es ja meiner Meinung nach nicht mit Kirche zu tun. Um zu Glauben braucht man keine Gebetsstätte.
      Glauben und Beten ist an jedem Ort möglich.
      Auch muss ein Glauben nicht eine einzige Linie haben.
      Fasten, oder Karfreitag oder, oder, oder...

      Stellt sich nicht auch die Frage, was Gott ist, nicht manifestiert, ohne wirkliche bildliche Darstellung?
      Jeder hat da sein eigenes Bild und/oder Gedanken an den derjenige/diejenige glaubt.

      Erst einmal das dazu.
      Live free or die
      Ein freies Leben ist besser als ein Gefangenes...
    • ich halte rein gar nix von der katholischen kirche, bin evangelisch. als es jedoch in meiner wohnung mal gespukt hat, wusste ich, ich muss mir einen katholischen priester für eine wohnungsaussegung suchen, den protestanten braucht man mit sowas gar nicht kommen. ich hab dann einen echt netten gefunden, der das gemacht hat und der spuk war dann ziemlich schnell weg. hab ihm dafür pralinen und ne spende für seine gemeinde gegeben.
    • Stellst du die Frage im Zusammenhang mit Vampyrismus?

      Ich bin recht stolz darauf römisch-katholisch zu sein, habe sogar teilweise ein Studium der katholischen Theologie hinter mir.
      Die Konfession in der man aufwächst macht tatsächlich einen gewissen Unterschied aus. Ich könnte mir nur schwer vorstellen, dass ich Vampyrismus auf die Weise praktiziere und lebe wie ich es nunmal tue, ohne einen katholischen Hintergrund insbesondere katholische Liturgie.
      Den festen Glauben an die tatsächliche Transsubstantiation bei der Eucharistie, also die wirkliche Wesenswandlung von Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi, dürfte einiges zu meinem Verhältnis zur Symbolik des Blutes beigetragen haben.

      Insgesamt scheint "das Katholische" den Mysterien des Glaubens näher zu sein, somit auch näher an den wundergläubigen bzw. magischen Aspekten des religösen Lebens, dem eigentlichen Herz der Religion.
      Die protestantische Welt scheint deutlich entzauberter zu sein. Ziemlich oft frage ich mich als Katholik im Scherz woran der Protestant denn nun wirklich glaubt. Keine Wunder? Keine Heiligenverehrung? Die Mutter Gottes nur im Hintergrund? Und wo ist der Weihrauch? Wozu dann noch zur Kirche gehen? :D
      Es ist alles eine Frage was man als religiöse Autorität anerkennt. Der Katholik hat in der Regel eine lebendige Kirche als erfahrene Institution und mehrere Jahrhunderte an lebendiger Tradition als Stütze und Orientierung, der Protestant häufig nur das Buch und einen gelehrten Buchclub, etwas spöttisch gesagt.
      Einen volkstümlichen praktizierten "wahren Glauben", für mich als Religionswissenschaftler auch der einzig wirklich interessante, trifft man eher in katholischen Landen an.
      Sicher gibt es auch in der katholischen Kirche eine Menge Leute, die nur auf dem Papier glauben. Konfessionszugehörigkeit sagt nicht viel über den individuellen Glauben aus... dennoch scheint mir das Aufwachsen in einem protestantischen Umfeld in kultureller Hinsicher eher ärmer zu sein.

      Noch einmal eine ganz eigene Qualität besitzen die vielfältigen Ostkirchen, die oft einen lichteren, weniger düsteren Charakter als die katholische Kirche haben, und ein genauso ehrwürdiges menschliches Kulturerbe verkörpern.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Mikhail ()

    • @mikhail: ich hab dazu zu sagen, dass die protestanten generell wesentlich netter sind als die katholiken und auch die urchristlichen werte nicht vergessen haben.
      die katholische kirche hat fast nur schlechtes vorzuweisen, in der vergangenheit und in der gegenwart: hexenverfolgung, inquisition, pädophile priester, opus dei, hab ich was vergessen? in der katholischen kirche finde ich nichts mehr von den urchristlichen werten, und ich bin mir sicher, dass jesus, wenn es ihn (noch) gibt, er die katholische kirche hasst.
      das einzig gute bei der katholischen kirche ist, dass sie die existenz von satan, geistern, dämonen, etc. nicht abstreitet,sondern daran glaubt. und wenn man von so biestern bedrängt wird, schafft die kath. kirche abhilfe. das find ich richtig gut.
    • Vielleicht ganz passend:
      In Dostojewskis "Großinquisitor" begegnet der namensgebende Kardinal-Großinquisitor dem wiedergekehrten Christus, nimmt ihn fest und verhöhnt ihn... (Übersetzung von Rudolf Kassner)

      Bist Du es?‹
      Da er keine Antwort erhält, fügt er schnell hinzu: ›Antworte nicht, schweige! Was kannst Du auch sagen? Ich weiß sehr gut, was Du sagen willst; doch Du hast kein Recht, auch nur ein Wort zu dem hinzuzufügen, was einst von Dir selber gesagt worden ist. Warum bist Du gekommen, uns zu stören? Denn dazu bist Du gekommen, Du weißt es selber. Weißt Du aber auch, was morgen geschehen wird? Ich weiß nicht, wer Du bist, ich will auch nicht wissen, ob Du es wirklich bist oder ob Du nur seine Gestalt angenommen hast: aber morgen werde ich Dich richten und verurteilen und Dich auf dem Scheiterhaufen verbrennen als den gefährlichsten aller Ketzer, und dasselbe Volk, das heute Dir die Füße geküßt hat, wird sich morgen auf einen Wink von meiner Hand hin zum Scheiterhaufen stürzen, um dort die Kohlen zu schüren, weißt Du das? Es ist möglich, daß Du es weißt‹, fügte er hinzu, ohne auch nur eine Sekunde den Blick von dem Gefangenen zu lassen.« –

      Und später heißt es:

      Warum bist Du also gekommen, uns zu stören? Warum blickst Du mich so still und durchdringend mit Deinen sanften Augen an? Zürnst Du mir dafür, daß ich Deine Liebe nicht will, weil ich Dich selber nicht liebe? Warum sollte ich es vor Dir verheimlichen, ich weiß ja nicht, zu wem ich rede; was ich Dir zu sagen habe, das weißt Du im voraus, ich lese es in Deinen Augen. Soll ich Dir unser Geheimnis enthüllen? Vielleicht willst Du es aus meinem Munde hören, so vernimm denn: Wir sind nicht mit Dir, sondern mit ihm, das ist unser Geheimnis. Schon lange sind wir nicht mit Dir, sondern mit ihm, schon acht Jahrhunderte. Acht Jahrhunderte ist es her, daß wir das von ihm annahmen, was Du mit Zorn zurückgewiesen hast, jenes letzte Geschenk, das er Dir anbot, indem er vor Deinen Augen die Reiche der Erde entfaltete. Wir haben aus seiner Hand Rom und das Schwert Cäsars empfangen und uns für die Herren der Erde erklärt, die einzigen, wenn auch unser Werk bis jetzt noch nicht zu Ende geführt ist. Wer ist aber daran schuld? O, unser Werk ist noch in seinen Anfängen, aber es hat begonnen; noch lange müssen wir auf dessen Vollendung warten, und noch viel Leiden wird auf der Erde sein, aber wir werden es vollenden und die Herren der Erde sein, und dann erst wird die Zeit gekommen sein, daß wir an das allgemeine, ewige Glück der Menschen denken. Und doch hättest Du damals schon das Schwert Cäsars an Dich reißen können! Warum hast Du auch dieses letzte Geschenk zurückgewiesen? Wärest Du damals seinem Rate gefolgt, so würdest Du alles gehabt haben, wonach den Menschen auf Erden verlangt: den Gott, den er anbeten, den Herrn, dem er sein Gewissen übergeben will, und den Weg und die Weise, wie sich die ganze Menschheit endgültig zu einem einzigen, einstimmigen Ameisenhaufen vereinen kann. Denn dieses Verlangen nach weltumspannender Einheit ist die dritte und letzte Sorge des Menschen. Seit jeher ist das Streben der ganzen Menschheit die Welteinheit gewesen. Es hat viele große Völker gegeben mit großer Geschichte, aber je höher sie aufstiegen, um so glücklicher waren sie, denn um so stärker empfanden sie die Notwendigkeit der Einigung aller Völker. Die großen Heerführer, ein Timur und Dschingis-Chan sind wie ein Wirbelwind über die Erde dahingejagt und haben die Welt mit dem Schwerte zu erobern gesucht. Aber auch sie drückten, wenn auch unbewußt, denselben gewaltigen Drang der Menschheit nach dem Weltreich aus. Hättest Du das Reich und den Purpur Cäsars damals angenommen, so würdest Du das Weltenreich gegründet und der Welt ewigen Frieden gegeben haben. Wer soll denn über die Menschen herrschen, wenn nicht der, der ihr Gewissen unterjocht und in dessen Hand das Brot ist? Wir nun haben uns mit dem Schwerte Cäsars gegürtet und Dich damit für alle Zeiten besiegt und sind ihm nachgefolgt. O gewiß, es werden noch Jahrhunderte des Mißbrauchs der menschlichen Geisteskraft kommen, Jahrhunderte der Wissenschaft und Menschenfresserei – denn wenn sie ihren babylonischen Turm ohne uns zu Ende führen wollen, werden sie bei der Menschenfresserei aufhören. Dann aber wird das Tier zu uns gekrochen kommen und uns die Füße lecken und mit blutigen Tränen netzen. Und wir werden uns auf das Tier setzen und den Kelch hochheben, und auf diesem wird geschrieben stehen: Geheimnis. Aber dann erst und nicht früher wird für die Menschen das Reich des Friedens und des Glückes gekommen sein.
    • Hallo Mikhail,

      nein, das Thema hatte ich noch nicht aus vampyrischer Sicht gesehen ^^.
      Interessant, dass es für dich diese Bedeutung hat.

      Ich denke, jedem sind unterschiedliche Dinge am Glauben wichtig, der eine setzt die Zelebration, der andere die Grundwerte als Priorität. Ist doch okay, oder?

      Was genau möchtest du denn mit dem Auszug aus dem Großinquisitor zeigen?

      LG
      Lightning
    • ferun schrieb:

      und ich bin mir sicher, dass jesus, wenn es ihn (noch) gibt, er die katholische kirche hasst.
      Der Großinquisitor kehrt dieses Szenario praktisch um.
      Daher die Auszüge :) Die Lektüre lohnt insgesamt, wenn dieses Gedankenspiel reizt. Ich konnte aber nicht das ganze Kapitel aus "Die Gebrüder Karamasow" hier posten, und habe daher die eindrucksvollsten Stellen rausgepickt.
      Der Position des Inquisitors hat es Christus nie verziehen, dass er das Angebot des Teufels, den Ausblick auf weltliche Herrschaft, ausgeschlagen hat. Er argumentiert mit den Bedürfnissen einer schwachen Menschheit nach Führung, ausgenommen von ein paar Auserwählten zu schwach um als Ganzes die Nachfolge Christi anzutreten, zu schwach um die Bürde der Freiheit zu tragen.
      Ob und wie viel daran ist, muss jeder selbst entdecken :D

      Ich dachte mir, das ist interessanter als die katholische Kirche im Kontext der Geschichte von Schuld zu relativeren. Ich arbeite öfter mit Quellen aus Inquisitionsverfahren, weil ich mich mit europäischem Hexentum auseinandersetze. In dem Zuge darf ruhig erwähnt werden, dass die Inquisition zu Unrecht einen solch blutrünstigen Ruf hat. Oftmals war es nur die geistige Inquisition, die Wert auf so etwas wie einen ordentlichen juristischen Prozess gelegt hat. Hexenpanik, und die wirkliche Verfolgung ging im Großen und Ganzen eher vom Volk aus und wurde auf weltlicher Seite ausgeführt... und das muss man sagen, in übler Form auch in protestantischen Landen.
      Doch wie gesagt... eigentlich will ich da gar nicht so kleinlich sein :D

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Mikhail ()

    • Lightning schrieb:

      Hallo Mikhail,

      nein, das Thema hatte ich noch nicht aus vampyrischer Sicht gesehen ^^.
      Interessant, dass es für dich diese Bedeutung hat.

      Ich denke, jedem sind unterschiedliche Dinge am Glauben wichtig, der eine setzt die Zelebration, der andere die Grundwerte als Priorität. Ist doch okay, oder?

      Was genau möchtest du denn mit dem Auszug aus dem Großinquisitor zeigen?

      LG
      Lightning
      hast du nicht lust, dir einen avatar zuzulegen? :)
    • ferun schrieb:

      kannst du das auch beweisen?
      Guter Anfang bietet dieser kurze Blogartikel, der es auf den Punkt bringt: jobo72.wordpress.com/2012/04/18/hexen/
      Sofern Literatur gewünscht ist findet man recht viel. Es ist der allgemeine Stand in der historischen Forschung, dass die Kirche nur eine kleine Rolle in der neuzeitlichen Hexenverfolgung gespielt hat.
      Levack, Brian P.: Hexenjagd. Die Geschichte der Hexenverfolgungen in Europa. Aus dem Englischen von Ursula Scholz, München 1995 (engl. 1987).
      Einführungen in deutscher Sprache:
      Behringer, Wolfgang: Hexen: Glaube, Verfolgung, Vermarktung (Beck´sche Reihe), 5. Aufl.München 2009
      Behringer im Interview auch hier: taz.de/!5046668/
      Dillinger, Johannes: Hexen und Magie, eine historische Einführung (Historische Einführungen, Bd.3), Frankfurt/M. 2007.
      Rummel, Walter / Voltmer, Rita: Hexen und Hexenverfolgung in der Frühen Neuzeit (Geschichtekompakt), Darmstadt 2008.
      Zu guter letzt und von mir sehr geschätzt, die Arbeiten von Richard Kieckhefer:
      European Witch Trials: Their Foundations in Popular and Learned Culture, 1300-1500 (London: Routledge & Kegan Paul; Berkeley: University of California Press, 1976).
      Kieckhefer, R. (1995). The Office of Inquisition and Medieval Heresy: The Transition from Personal to Institutional Jurisdiction. The Journal of Ecclesiastical History, 46(1), 36-61. DOI: 10.1017/S0022046900012537

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Mikhail ()

    • @'Lightning

      Guten Abend
      Ich hätte bevor ich antworte eine Frage ?

      Lightning schrieb:

      Habe im Forum bisher nichts dazu gefunden, und stelle jetzt mal die Frage: was haltet ihr von der römisch-katholischen Kirche?
      Warum möchtest Du das wissen ? Und warum stellst Du diese Frage überraschenderweise hier ? Und welcher Beweggrund steckt hinter Deiner Frage ?

      In erwartungsvollen Gedanken

      Dracula
    • Mikhail schrieb:

      ferun schrieb:

      kannst du das auch beweisen?
      Guter Anfang bietet dieser kurze Blogartikel, der es auf den Punkt bringt: jobo72.wordpress.com/2012/04/18/hexen/Sofern Literatur gewünscht ist findet man recht viel. Es ist der allgemeine Stand in der historischen Forschung, dass die Kirche nur eine kleine Rolle in der neuzeitlichen Hexenverfolgung gespielt hat.
      Levack, Brian P.: Hexenjagd. Die Geschichte der Hexenverfolgungen in Europa. Aus dem Englischen von Ursula Scholz, München 1995 (engl. 1987).
      Einführungen in deutscher Sprache:
      Behringer, Wolfgang: Hexen: Glaube, Verfolgung, Vermarktung (Beck´sche Reihe), 5. Aufl.München 2009
      Behringer im Interview auch hier: taz.de/!5046668/
      Dillinger, Johannes: Hexen und Magie, eine historische Einführung (Historische Einführungen, Bd.3), Frankfurt/M. 2007.
      Rummel, Walter / Voltmer, Rita: Hexen und Hexenverfolgung in der Frühen Neuzeit (Geschichtekompakt), Darmstadt 2008.
      Zu guter letzt und von mir sehr geschätzt, die Arbeiten von Richard Kieckhefer:
      European Witch Trials: Their Foundations in Popular and Learned Culture, 1300-1500 (London: Routledge & Kegan Paul; Berkeley: University of California Press, 1976).
      Kieckhefer, R. (1995). The Office of Inquisition and Medieval Heresy: The Transition from Personal to Institutional Jurisdiction. The Journal of Ecclesiastical History, 46(1), 36-61. DOI: 10.1017/S0022046900012537
      diese literaturangabe ist kein beweis für deine behauptung! ich finde, es ist etwas viel verlangt, sich ca. ein halbes dutzend bücher reinzuziehen und sich alles selbst rauszusuchen. ich bin übrigens schon auf den link von diesem blogartikel gegangen, er hat aber leider nicht funktioniert. dann schreibst du, es wäre der allgemeine stand in der historischen forschung, dass die kirche nur eine kleine rolle in der neuzeitlichen hexenverfolgung gespielt hat. woher weisst du das, bist du historiker?
    • Hab ebenfalls eine kontroverse Ansicht der Kirche. (Aber Missstände gibt es in allen Religionen und Kultren, was aber keine Entschuldigung ist, Unrecht legitimiert kein weiteres Unrecht.)

      Theologen predigten im ersten Weltkrieg für den Krieg und führten Kriegspropaganda:

      sueddeutsche.de/politik/kirche…krieg-geschickt-1.2788974 (etablierte seriöse Zeitung)

      sueddeutsche.de/politik/julikr…rsten-weltkrieg-1.2014778

      sueddeutsche.de/politik/kirche…ieg-geschickt-1.2788974-2

      An einer historischen Gegendarstellung bin ich interessiert.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ankou ()

    • Ich hab kurz reingeschaut und der Artikel fasst es ganz richtig auf.

      "Die Begeisterung für den Krieg hatte 1914 in Deutschland auch die Kirchen, ihre Bischöfe und Theologen ergriffen, über die Konfessionen hinweg. In ganz Europa sahen die Vertreter der Christenheit, die doch eigentlich für den Frieden hätten eintreten sollen, bis auf wenige Ausnahmen den Kampf als gottgewollte Verteidigung von Heimat, Nation und Volk an."

      Ganz Europa schwelgte in Kriegsbegeisterung, die Kirche war davon nicht ausgeschlosseen.
      Und wie ich finde, ist das auch gar nicht weiter verwunderlich. So war nunmal der Geist der Zeit.
      Heutzutage mag das erschrecken, oder zumindest bedenklich erscheinen, weswegen das Thema auch hier aufkommt... ich persönlich sehe da jedoch nichts überraschendes.

      Fragen zur Diskussion:
      Muss Religion "für den Frieden eintreten"? Oder weiter... müssen religiöse Institutionen moralisch einwandfrei sein um Moral glaubwürdig zu vermitteln?
      Ich glaube viele Menschen halten sich sehr damit auf, und haben unrealistische Erwartungen an religiöse Institutionen, die fast immer zur Enttäuschung und Vertrauensverlust führen.

      Eine "historische Gegendarstellung" will und kann ich dieses Thema betreffend auch gar nicht liefern, da ich der Darstellung hier im Großen und Ganzen zustimme und da das Thema nicht in den Bereich fällt mit dem ich mich befasse. Dagegen zur Geschichte des Hexentums in Europa und somit auch zur Hexenverfolgung kann ich schon eher das eine oder andere sagen, was ich hier auch getan habe.

      Ich hatte nicht vor die katholische Kirche in diesem Thread insgesamt in Schutz zu nehmen, nur dort wo es mir meiner Meinung nach notwendig scheint :D

      @ferun:
      Merkwürdig. Bei mir funktioniert der Link, sowohl auf dem PC wie auch auf dem Handy.

      Hat sonst noch jemand Schwierigkeiten mit dem Link?

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Mikhail ()

    • Hallo Dracula!

      Ich möchte das wissen, weil ich mir gerne von möglichst vielen Menschen unterschiedliche Inputs angucke, um mich besser mit dem Thema auszukennen, und neue Ansichten kennenzulernen. Im Forum habe ich es geschrieben, weil ich hier sicher ein paar erreiche, und meine Beweggründe sind sehr vielfältige Situationen bzw Erlebnisse. Allgemein kann man wohl sagen, dass ich dieser Kirche und den Glauben (noch) unentschlossen gegenüber stehe.

      Beantwortest du nun die Frage?

      VG
      Lightning
    • Ich persönlich halte die katholische Glaubensrichtung nicht für auf mich passend.
      Aufgewachsen bin ich römisch-katholisch und da meine strengen, konservativen Eltern, (die mich mit 16 auf die Straße gesetzt haben, weil ich ihre Ansichten hinterfragte) nie wirklich positive Eindrücke in mir hinterlassen haben, sah ich deren Glauben immer ein wenig schlechter an, als ich es sollte.
      Mittlerweile halte ich den Glauben an sich für sehr positiv, da er Menschen kulturell sehr viel zu bieten hat. Meiner Firmung habe ich jedoch nie beigewohnt und überlege auch nicht, diese nachzuholen. Schlicht und einfach, weil ich mich mit dem monotheistischen Glaubenskonzept absolut nicht identifizieren kann, sondern Religions/Lebensphilosophiemäßig einen offenen, agnostischen Buddhismus praktiziere, der sich nicht unbedingt auf einen allmächtigen Gott festlegen kann. (Nach dem Motto: keine Religion ist wahr, jedoch steckt Warheit in allen von ihnen.)