Puppenglanz und Scherenschnitt

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Puppenglanz und Scherenschnitt

      Deine Haut begehrt mein Auge,
      Weiß und schneidend wie Papier;
      Da ich nicht zum töten tauge
      Nehme ich den Tod von dir.

      Gib mir doch auch deine Hände,
      Viel zu viel war nie genug;
      Deine stillen Angstzustände
      Nehme ich mir Zug und Zug.

      Atemzüge voller Leere
      Fülle ich mit deinem Duft,
      In der Hand ruht eine Schere
      Lungenflügel brauchen Luft...

      Weil ich dich liebe, weil ich dich begehre,
      Darf es niemals enden.
      Weil mir nichts bliebe, bis auf diese Schere,
      Scharf in meinen Händen.

      Rück die Kleidung wieder gerade.
      Augen trinken sanften Schein.
      Heute wird die Maskerade,
      Starr wie alle Tage sein.

      Niemand will die Narben küssen,
      Die ein Kuss doch erst erdacht;
      Weil wir leise büßen müssen
      Birgt ein jeder Laut verdacht.

      Schließ die Lippen, lächle, lautlos.
      Wieso stehst du denn nicht auf?
      Wieso wölbt sich deine Haut bloß
      Derart in den Stahl hinauf?

      Weil ich dich liebe, weil ich dich begehre,
      Darf es nicht so enden.
      Weil mir nichts bliebe, bis auf diese Schere,
      schlaf in meinen Händen.
      Egal wie dicht du bist, Goethe war Dichter.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Lokriel ()

    • Mh. ich weiß nicht, ob du es scon gesehen hast, aber es gibt schon ein Thema "Gedichte" wo eig. alle Gedichte, die selbst geschreiben wurden, reingeschrieben werden. Damit es nicht mehrere Angefangene Gedichtsthemen gibt.. Lieb sag.
      Live free or die
      Ein freies Leben ist besser als ein Gefangenes...