Vampire in der heutigen Welt

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    • These 2. Ich erwache, weil ich längere Zeit geruht habe.

      Schöne neue Welt

      Sie haben mich vergessen, anderes kann man es nicht sagen. Oder sagen wir lieber, sie haben meine Person vergessen. Meine Art haben sie nicht vergessen, aber sie haben aus mir eine Lachnummer gemacht, einen Witz, eine Belustigung fürs nieder Volk. Mich persönlich haben sie vergessen. Lange muss ich geschlafen haben. Wahrscheinlich wäre ich auch nicht mehr aufgewacht, wenn sich dieser Kerl nicht bei öffnen meines Sarges geschnitten hätte. Der Sarg, den sie einfach im Müll entsorgt hatten oder was sie sonst damit gemacht haben. Meine Gruft? Ein Monster aus Metall steht da jetzt mitten drin, hat alles zerstört, was seit Generationen mal meiner Familie gehört hat. Das Schloss? Mein Schloss? Es war nicht mehr mir. Nicht mehr meiner Familie. Keiner meines Standes war auch nur in der Nähe zu finden. Ich hauste in den Kellerräumen, die sie noch nicht entdeckt haben und schlich mich nachts heraus, um zu jagen. Aber ich habe nicht wirklich Erfolg.

      In der ersten Nacht bekam ich ein komisches Zeug in die Augen gesprüht, als ich einer wirklich ansehnlichen Frau zu Nahe kam, ich brauchte Stunde, um wieder klar zu sehen. Um auf meine Kosten zukommen, habe ich dann so einen Typen mit einem Hund und einem üblen Gestank am Körper genommen. Der Hund ist nun bei mir. Ich musste ihm erstmal baden, aber jetzt ist er wieder ganz ansehnlich. Überhaupt scheint dieses Zeitalter sehr auf vorgetäuschte Reinlichkeit zu stehen. Mein Schloss hat heute sage und schreibe 52 Badezimmer. Das ist genau die gleiche Anzahl wie Schlafzimmer. Aber alle Menschen im Schloss stinken wie die Schweine. Auch scheint es so, als wenn das Schloss nur noch tagsüber genutzt wird. Nachts ist das ganze Haus leer.

      Von Zeit zu Zeit kommt mal jemand und leuchtet mit so einem Stab mit licht vorne drin herum, dann ist es aber wieder leer. Keiner meiner über 30 Bediensteten ist mehr im Schloss zu finden, obwohl ihre Räume noch da sind. Sie sehen alle nur vollkommen anders aus. Es ist noch mehr anders, zB sind meine Pferde und Kutschen weg. Da, wo diese sich vorab befunden haben, befindet sich heute ein leerer Raum mit einem Podest am Ende und ganz vielen Metallgerippen und Knubbeln mit Seilen dran. Und in allen Ecken stehen große Kisten, wo auch Seile herauskommen, aber die nicht geöffnet werden können. Es gibt eine riesige Theke, aber sie ist vollkommen leer. Und dann, was sie aus der Gruft gemacht haben. Ein riesen Loch ist an seiner Stelle. Die Teile der Gruft sind aber noch immer da. Sorgfältig aufgeschichtet liegen sie im Hof des Schlosses, als wenn ein Riese mit Bauklötzen gespielt hätte und sie einfach mal woanders hingelegt hätte.

      Tagsüber war es in meinem Schloss fast unerträglich. Ich war verwundert, dass nicht noch einer zu mir gefunden hatte, aber dieser Teil des Schlosses ist so alt und der Eingang so gut versteckt, dass sie ihn noch nicht gefunden haben. Zu mindestens gab es mir ein bisschen Ruhe. 5 Tage ist es nun her, dass ich so unsanft auf geweckt und in diese neue Welt geschubst worden bin, die nicht mehr meine ist. In der Stadt hatte ich diesen Laden gesehen, in dem es die 40 Bücher über mich gab und Girlanden und Masken und Papierschlangen dabei. Und Kürbisse. So große Kürbisse habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen.

      Ich hatte in den 5 Tagen mich kaum nähren können. All meine Fähigkeiten, mich Menschen zu näher und sie mit meinem Willen zu unterwerfen, prallten an diesen durch die Gegend hetzenden Wesen ab. Keiner sah sich mehr richtig in die Augen, die meisten starrten sogar in so ein flaches leuchtendes Ding und beachteten ihre Umgebung noch am wenigsten. Ich hätte mir natürlich auch jemanden mit Gewalt nehmen können, so wie den Mann des ersten Abends. Aber Blut, das willentlich gegeben wurde, schmeckte besser. Das war auch dann so, wenn es mein Wille war. Zum anderen konnte ich dann viel besser kontrollieren, ob der- oder diejenige geeignet war, ein Gefährte zu werden oder ich sie oder ihn bis zum letzten Tropfen genoss. Langsam fragte ich mich, ob es nicht besser wäre, ich würde am Morgen mich einfach in die Sonne stellen und es wäre vorbei.

      Aber an diesem Morgen wurde vieles anderes. Ich war schon halb auf dem Weg nach draußen, da rannte dieses Mädchen in mich rein. Sie sah nicht wirklich toll aus. Schwarze Haare, die nicht echt wirkten, dazu schwarze Fingernägel, ein Kleid, dass an Unanständigkeit alles überbot, was ich bis dahin gesehen hatte - ich konnte ihre Knie sehen und dann erst ihr Busen... - und dazu weiße Haut, die weiße Flecke auf meinem Mantel hinterließ. Ich war zu perplex, dass ich ganrnicht mitbekam, dass sie mir eine Kiste mit Glas in die Hand drückte.

      "Das soll in die Katakomben", sagte sie. "Gut das schon jemand da ist, ich dachte, ich muss alles alleine schleppen für die Party heute abend."

      Ich nahm die Kiste wortlos und folgte ihr zu dem Teil des Keller, in dem ich seit 5 Tagen hauste. Sie kannten den keller also doch.

      "Ist das nicht ein toller Keller", begann sie zu schwärmen. "Ich konnte meinen Vater gerade noch davon abhalten,ihn einfach zuzuschütten, oder Gott bewahre, eine Garage daraus zu bauen. Die Halloweenparty hier drin wird so der Renner. Wir müssen nur noch ein paar Kabel legen und ein bisschen LED in die Ecken kleben. Aber hier gibt es echte Spinnenweben und all die Kerzenstummel, voll authentisch. Das wird die beste Party ever. Was starrst du mich eigentlich so an?"

      Wieder einer dieser Wesen, die einen ansahen und doch nicht sahen. All mein können prallte an diesen stetig plappernden Wesen ab. Und ihre Augen waren sowieso komisch. Sie schienen im dunkeln rot zu leuchten. So etwas hatte ich noch nie gesehen. Ich überlegte kurz, sie einfach auf der Stelle leer zu saugen, aber da erinnerte ich mich kurz daran, dass sie etwas von eine Party sagte. Ich meinte mich daran erinnern zu können, dass es etwas von einem Fest war, wobei auch getanzt werden sollte. Nur war hier unten kein Raum auch nur annähernd groß genug für so etwas. Sie ließ mir keine Zeit für weitere Überlegung und zog mich wieder nach oben. Ich konnte sie gerade noch davon abhalten, mich direkt in die Sonne zu ziehen.

      "Oh", meinte sie. "Ich vergaß. Du bist sicher Lisa Freund, der mit der Sonnenallergie. Der Vampyre."

      Ich schaute sie einfach nur an und nickte dann. Es war eine ähnlich sinnvolle Reaktion wie jede andere. Es gab noch andere?

      "Ich bring dir alles andere und du bringst das in den Keller, okay? Ich hätte nie gedacht, dass ihr eure Rolle so ernst nehmt."

      Was bitte meint sie mit Rolle? Ich konnte die Frage immer noch später einmal stellen und trug in den Keller, was sie mir in den Flur stellte. Unter vielen Dingen waren darunter auch wieder diese Kisten mit den Seilen daran. Nach einer viertel Stunde kam noch eine weitere junge Frau, die eigentlich einen gebildeten Eindruck machte. Sie hatte einen etwas strengeren Gesichtsausdruck, was vielleicht auch an ihrer Brille lag. Bei solchen Menschen brauchte ich nicht mal versuchen, meinen Willen einzusetzen. Sie fragte mich ob ich der - unverständlich - sei. Ich schüttelte den Kopf. Dann fragte sie, ob ich dann wenigstens die Boxen an die - unverständlich -ansteckern könnte, dass könnte so ein Grufti wie ich doch bestimmt machen und war wieder weg.

      Ich beschloss mich nach ganz hinten zu verziehen, als die erste mit noch drei Frauen wieder auftauchte, die alle so merkwürdig aussahen wie sie und mich als der besagte Freund von Lisa vorstellte. Ich schaute ihnen alle in die Augen und nur bei der kleinsten hat mein Blick eine Wirkung, nur anderes als ich es erwartete hatte.

      "Das ist nicht Lisas-Freund", hauchte diese. "Das ist mein Meister." Und mit einem Mal hatte ich sie in meinen Armen. Ich konnte nur nicken und wusste nicht, wie mir geschah. Selbst in meinen besten Tagen hatte ich nicht solch durchschlagen Erfolg gehabt. Ich roch vorsichtig an ihr und entschied, dass sie zum Laben geeignet sei. Und da ich ziemlich stark bedürftig war, gedachte ich sie mit mir zu nehmen, was aber die Erste nicht zuließ.

      "Hier wird erst aufgebaut und dann könnt ihr noch immer in den Ecken knutschen." und drückte mir mit den Worten die Seile in die Hand. "Verleg die Kabel. Von den Boxen bis zum Pult, Annabel, hilf deinem Freund und hör auf ihn so anzuschmachten. Hat einen Freund und sagt nix." hörte ich sie im Weggehen murmeln.

      Ich verstehe diese Welt nicht. Zu meiner Zeit hätte kein Mann solche Frauen ohne eine Männliche Begleitung zu ihrem Schutz auch nur in die Nähe meines Schlosses gelassen. Ihre Kleider wären dabei hoch geschlossen gewesen, besonders am Hals. Heute hatte ich in dieser Gruppe jedoch nur Frauen gesehen, die sich an Anstößigkeit gerade zu gegenseitig überboten. Annabel trug zum Beispiel ein Hose!!!! Darüber war ein Leibchen, dass ihren Bauch komplett unbedeckt ließ. Einfach skandalös. Und auch oben war kaum Stoff. Nur zwei dünne Trägerchen von vier Fingern breite ließen diese Wenigkeit an Stoff an seiner Position ausharren. Als sie sich nach vorne bückte, konnte ich an ihren unbedeckten kleinen Brüsten bis hinab zu ihrer Hose blicken. Ich schaute weg.

      Was immer mit der Welt in den, wie ich mittlerweile herausbekommen hatte, 132 Jahren passiert war, es hatte sie einmal komplett auf den Kopf gestellt. Es fing ja schon mit dem licht an. Am ersten Tag dachte ich noch, dass die Sonne aufgehört hatte, sich zu drehen, bis ich bemerkte, dass das Licht der Nacht ein künstliches war. Nicht die vereinzelten scheuen Lichter in gelb. Es waren tausende und sie waren bis in die letzten Ecken vorgedrungen. Dann waren da diese Kutschen ohne Pferde. Ich hatte einmal eine gesehen, eine Kuriosität, heute sprangen einen diese einen aus allen Seiten heraus an. Ich hatte mich in den Fünf Tagen nur wenige hundert Meter von meinem Heim weg bewegt.

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      Georg RR Martin
    • Wieder wünschte ich, man hätte mich nicht gefunden. Hier bin ich nur ein aus seiner Zeit gerissener mann, der um seiner selbst kämpft. Ich ließ Annabel mit den Seilen und den Kabeln zurück und ging nach hinten in die unterste Ecke, in die sich noch keiner verirrt hatte. Da wo ich die Tage verbrachte, nachdenkend, wie ich es schon früher getan hatte. Vielleicht konnte ich einfach hier sitzen bleiben und wieder trocknen, wie ich es mir in meinem Sarg passiert war. Und vielleicht würde mich dann die Welt erneut vergessen, so wie schon einmal, nur dass ich nie wieder gefunden wurde.

      Ich hörte, die Geräusche der Mädchen. Hörte wie Musiker begannen, aufzuspielen, vollkommen schräg war diese Musik. Ich musste grinsen, als ich darüber nachdachte, dass ich solch unverschämtes Musikervolk von ihrer Unfähigkeit befreit hatte. Ich sah, wie über den Boden Dunst in die Keller zog. Ich sah, dass unheimliches Licht in den Gängen zu flackern begann. Sie würden doch nicht versuchen, Dämonen anzurufen. Das hat schon damals nie funktioniert. Und dann stand Annabel wieder vor mir. Und bevor ich mich versah, hatte sie mich in das bunte treiben gezerrt, in ein Wirrwar aus Licht und Schatten, aus Musik und Wortfetzen, mitten in einen Haufen schwitzender geiler Leiber junger Menschen, die sich rituellen tranceähnlichen Verrenkungen hingaben und dabei ihre Leiber aneinander rieben. Und ich in meinem Zustand mitten zwischen ihnen. Ich war gefangen und wusste nicht, wie ich mich verhalten sollte und letzten Endes siegte nur mein Trieb. Und ich biss Annabel zwischen all diesen Menschen und labte mich an ihrem Blut.

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      Georg RR Martin
    • Er wäre sicherlich überrascht sich im Spiegel sehen zu können da wir nun keine Silberlegierung mehr verwenden die es damals verhinderte dass er sich sehen konnte. :tongue:
      An einer Rose hab ich gerochen, an einem Dorn hab ich mich gestochen, mit Blut hab ich geschrieben, für immer werde ich Dich lieben!
    • Roxy schrieb:

      Er wäre sicherlich überrascht sich im Spiegel sehen zu können da wir nun keine Silberlegierung mehr verwenden die es damals verhinderte dass er sich sehen konnte. :tongue:
      Vampire können sich nur in Silberspiegeln nicht sehen, aber in anderen Metalllegierungen?
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      Georg RR Martin
    • wer lust hat, kann ja mal erläutern, wie er oder sie oder es sich fühlen würde am Morgen nach der verwandlung. Wie würde euer leben weitergehen? wie sich verändern?Stellt euch vor ihr kommt aus dem Haus, spürt wie euch die sonne schadet! Ihr seht den nNachbarn und verspürt den verzerenden drang ihn bis auf den letzten Tropfen blut auszusagen!!! Sowas in der art:-)
    • Finde ich jetzt auch mäßig ästhetisch.


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      Der Morgen nach einer Verwandlung?

      Ich wäre wohl sehr verstört. Und deprimiert über Hunger und Sonnenvermeidung. Also Hangry - sozusagen.
      Ohjeh.. der Nachbar mit dem Schlagzeug würde dran glauben müssen.
      Problematisch wäre dann die Sauerei. Irgendwie glaube ich, dass ich gut Leichen verschwinden lassen kann - ich habe ja aus Breaking Bad gelernt - nicht in der Badewanne!
      Aber in dem Moment wäre ich der Situation nicht gewachsen und würde wohl flüchten. Was sich später als schlechte Idee entpuppen würde. Dadurch mache ich mich ja erst recht verdächtig.
      Bali als Fluchtziel kann ich mir dann aus dem Kopf schlagen. Zu viel Sonne.
      Nach einer abgebrochenen Flucht, würde ich dann doch zurückkommen- wer soll das Mädchen aus der 2. denn verdächtigen? In so einem üblen Viertel!
      Also alles cool.
      Auf der Arbeit käme dann das nächste Bedauern: Kein Mittagessen mehr! Dafür leckere Kollegen. Nicht so gut.
      Ich denke ich würde also kettenrauchen und den Alkoholvorrat meiner Mitarbeiter plündern, um irgendwie klarzukommen. Da kämen natürlich die ersten Fragen auf und mein Wunsch mich jemanden zu offenbaren. Da ich aber nicht für verrückt abgestempelt werden will, muss ich mir anderweitig Hilfe suchen. Kann ja so nicht weitergehen und in der Regel bemühe ich mich um langfristige Lösungen.
      Google Recherche nach "Vampir-sein-für-Dummies" oder "Symptome Vampirismus" oder "Vom Vampir zum Mensch in 7 Tagen" ergibt nichts Aufschlussreiches. Lediglich habe ich nun auch noch Angst zu sterben, weil die Symptome auch auf einen Hirntumor hinweisen.
      Am Abend entschließe ich mich dann, mich hemmungslos zu betrinken. Wäre ja egal. Bin unsterblich.
      Im besoffenen Kopp überlege ich, wie viele Vorteile das Vampirdasein hat und entschließe mich veganer-Yoga-machender-Hippie-Vampir zu werden, die Dinge einfach positiv zu konnotieren und mir noch am selben Abend ein Peace-Zeichen tätowieren zu lassen. Auf die Stirn.

      Mh.. zusammengefasst: Würde bei mir irgendwie eskalieren.
    • Ich glaube, ich würde erstmal aus Gewohnheit völlig rastlos in der Wohnung hin- und herrennen und versuchen, meinen Verstand zu benutzen.
      Dann würde ich warten, bis es dunkel ist, eine angemessene Summe Geld abheben und irgendeine Prostituierte dafür bezahlen, dass ich etwas von ihrem Blut kriege - alles ist irgendwie käuflich. Man muss nur jemanden finden, der das Geld dringend genug braucht.

      Und dann würde ich vermutlich den Rest der Nacht damit verbringen, darüber nachzudenken, wie es weitergehen soll.

      Menstruationsblut hat übrigens nicht mit Plazenta zu tun ;)
      Was da abgestoßen wird, ist mehr oder minder die Schleimhaut, die sich aufgebaut hat, um ein potentiell befruchtetes Ei einnisten zu lassen, was aber ja nicht funktioniert hat. Das Blut, was dabei freigesetzt wird, ist Blut aus verkümmernden Gefäßen, es ist also durchaus echtes Blut und bei Frauen, die nicht hormonell verhüten auch nicht zwingend "alt". Kommt ein bisschen darauf an, wie stark die Frau blutet, da gibt es immense Unterschiede von reichlich blutig über eher ein paar Koagel bis hin zu braunem Schmierschleim oder wie immer man das nicht nicht-schlau nennen will. Und irgendwie finde ich es gerade gar nicht mal so gut, dass ich sowas weiß *seufz*
      Sorry, für das Klugscheissen, ich kompensiere gerade einen unangemessen großen Haufen negativer Arbeits-Energie :heart:
    • Leute xDD

      Ja ich weiß nicht ob ihr das Thema vertiefen wollt. aber ich denke man könnte vielleicht unterscheiden zwischen frischem menstruationsblut und altem. Und vielleicht ist es bei dem frischen was anderes? Wird vielleicht auch Frauen geben oder Männer die das eklig finden weiß ich nicht xD aber ich denke es gibt auch die andere Seite der Medaille wie so oft. Hey ist der Beitrag überhaupt noch jugendfrei? :biggrin: :w00t: :scared: :biggrin: :tongue:
    • so lange hier mehr sachlich als gefühlsmässig argumentiert wird, ist alles schick.

      So, nach dem ich nun einem halblitherarisch thesen aufgestellt habe, hab ich nochmal so nachgedacht.

      Ich habe mich gefragt, kann ich auf dauer damit leben? Würde ich wen anstecken wollen und damit unkontroliert auf andere loslassen?

      Ich für meinen Teil würde niemanden beissen. Ich kann von niemanden anderen erwarten, seine dunkle Seite so im griff zu haben wie ich.

      Und dann kommen der haufen Probleme. Ich bräuchte einen neuen Job oder einen Arzt, der mir plötzlich Sonnenallergie atestiert. Dann könnte ich mit meinem jetzigen Arbeitgeber reden und homeoffice machen.

      An wen würde ich mich wenden? Im Netz? An euch. Ihr seit die einzigen, die ich kenne, die sich mit diesem thema seit Jahrzehnten teilweise beschäftigen. Das sind dann die enden eines netzes. Ich kenn da einer, der hat erzählt, das er einen kennt... solche Kontakte sind das Gold einer Gemeinschaft.

      Nun ist das hier natürlich auch anonym und birgt die gefahr, an den falschen zu geraten. Oder einen groupy der sich denkt hey endlich ein realer clan. Würde ich nicht gründen wollen.

      Ingesamt würde das ganze kurzfristig schwierig sein aber langfristig hätte ich nichts dagegen einzuwenden.

      Tatsächlich wäre es eine Erfüllung eines Traums. Ich könnte auf ewig die entwicklungen der menschheit beobachten, oder einzelner personen, ihrer familiengeschichte folgen. Ich würde erfahren, ob sich meine thesen der entwicklung bewahrheiten. Ich würde defintiv irgendwann wieder zu einer uni gehen und dort lernen, alles was es so zu lernen gibt.

      Denn irgendwann käme auch die festdtellung was braucht es den wirklich noch zum leben?
      Es bräuchte ein ort zur ruhe, ein ort zum sammeln von dingen und das wars. Keine küche, kein esszimmer. Kein gemeinschaftsraum zur anbandlung und pflege privater beziehungen um sicher zustellen, dass man im alter nicht alleine ist. Keine ehebett oder derartige konstrukte, um eine neue generation zu zeugen um etwas von sich in die zukunft zu tragen.

      All das fällt weg und macht das leben sehr preiswert. Und ermöglicht den freieren gang in die welt, weil die notwendigkeit zumbeispiel entfallen lässt, für ein später zu arbeiten, in dem man es nicht mehr kann.

      Ja, defintiv. Sollte ich einem echten Vampire begegnen, der mir ermöglicht, ein solches leben zu führen, ich würde ohne noch mehr nachzudenken als ich es gerade getan habe, ja sagen. Bitte gerne. Wo warst du die ganze Zeit. Hättest früher kommen sollen. Und jetzt seh zu. Hals oder Arm?
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      Georg RR Martin
    • Unsterblichkeit? Wirklich? Nein, lieber nicht. Ich möchte nicht sehen wollen, wie meine Familie nach und nach stirbt. Es ist ganz gut so, dass der Mensch sterblich ist. Stellt euch vor die ganzen Diktatoren oder sonstige Idioten der menschlichen Geschichte wären unsterblich.
      Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille.
      Ich wäre dann wohl eher ein Griesgram ala Louis aus “Interview mit einem Vampir“ mit einem Hauch von Humor.
    • das mit dem sterben ist etwas, an das man sich gewöhnt. Am anfang ist es schmerzlich und am ende, wenn auch der letzte von ihnen geht, der direkt mit dir verwandt ist.

      Aber da ist noch der punkt, dass du nicht mehr alterst. Schon alleibe dass wird dich dszu zwingen, alle 15 jahre dein umfeld auszutauschen. Dann ist nicht mehr zu verheimlichen, dass du dich nicht veränderst.

      Du würdest deine Familie vor ihrem natürlichen Ende verlieren müssen, um den fragen aus dem weg zu gehen. Dazu kommt noch die Versuchung, sie zu beissen. Sie dadurch von der qual zu erlösen oder sie wieder mit dir zu vereinen.

      Wenn es deine kinder wären, müsstest du in den jahrhunderten lernen, dass sie dir gleich sind. Nach 300 jahren relativiert sich das mit dem eltern kind Status.

      Tatsächlich sollte ein schon eher an einsamkeit gewohnter mensch zum vampir werden. Diktatoren würden es nicht. Diese funktionieren nur durch das System der sie umgebrnden menschen, die einen vorteil darin sehen, ihn dort zu lassen.
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