Unwissenheit

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    • Hallo liebes Forum,

      ich wende mich erstmal als Gast an euch. Habe mich zwar schon angemeldet, aber möchte erstmal anonym bleiben.
      In meinem Kopf schwirren viele Fragen umher.

      Erstmal ganz kurz zu mir:
      Ich fühle mich in der heutigen menschlichen Gesellschaft unwohl. Fühle mich, als würde ich nicht dazupassen.
      Deshalb begann ich nach Möglichkeiten zu suchen, woran das liegen könnte. Aber es gibt sooo viele..
      Aber ich bin mir unsicher. Suche ich nach meinem wirklichen Ich? Oder versuche ich nur etwas anderes zu sein, etwas besonderes?

      Deshalb wären meine Fragen an euch:
      Wie habt ihr erkannt, was ihr seid? Wie könnt ihr euch sicher sein?
      Wie unterscheidet ihr Rollenspieler von den "Echten"?
      Wo kann man sich gut informieren, mit Personen Kontakt aufnehmen, um Fragen direkt zu stellen und sich (fast) sicher sein, nicht nur an Rollenspieler zu gelangen?
      Wie habt ihr euren ersten Überblick bekommen, um euch besser einordnen zu können?


      Mit Gruß!
    • Hallo,

      du musst dich hier für nichts schämen und kannst auch gerne unter deinem richtigen Namen schreiben. Es wird dich kaum jemand auslachen für etwas dass du nicht weißt oder in Erfahrung bringen willst - genau dafür ist das Forum ja da - für Fragen und antworten ;)

      Warum glaubst du passt du nicht zur Gesellschaft? Klar hast du gesagt dass es viele Gründe gibt, aber ein Anhaltspunkt wäre toll :)

      Ich denke jeder versucht auf seine Art etwas anders zu sein, etwas besonderes - Menschen sind Individualisten.

      Ich denke jeder hat anders erkannt was er ist. Was aber meistens immer vorhanden ist, ist ein unterbewusstes Gefühl von "ich bin irgendwie anders". Lässt jetzt sehr viel Spielraum für Interpretationen aber ich kann es auch nicht genau auf einen Punkt bringen.

      Sicher wirst du nicht drum herum kommen dich zu belesen und einige Dinge auch auszuprobieren die vielleicht zu deiner Thematik passen.
      Meine Frag an dich ist nun - was glaubst du bist du?
      Ich bin mir sicher weil ich Dinge gelernt habe, die funktionieren und es mir dadurch besser geht. (Geht hier speziell um das Thema Energievampir).

      Was uns von Rollenspielern unterscheidet ist eben das wir den Vampirismus aktiv ausleben und nicht einem Lifestlye hinterherrennen mit Facetten wie "ich bin schon XXX Jahre alt" bla bla...

      Informieren kannst du dich natürlich hier im Forum und natürlich auch Kontakt aufnehmen. Es gibt hier ja auch spezielle Foren die du nur als registrierter Nutzer betreten kannst die sich speziell um Vampirismus drehen. Hier solltest du auch keine Rollenspieler antreffen.

      Mein erster Überblick über mich selbst? Gute Frage... ich habe viel gelesen und eben sondiert was zu mir passt und was nicht. Irgendwann hat eben ein Puzzleteil ins andere gepasst. Das Erwachen an sich ist kein Prozess der von jetzt auf Gleich passiert - du wirst also nirgends einen ultimativen Schlüssel finden der dir alles mit einem Schlag erleuchtet.

      Nach welchen Informationen genau suchst du denn?
    • Hallo auch von mir,

      Aute dich ruhig!
      Ich bemerkte, als ich mein eigenes "ich" suchte, das ich mitch ab einem Gewissen Punkt mehr als Wohlfühlte. Sowohl Seele als auch Körper fühlten sich wohl. Habe mich viel informiert, indem ich mir im Internet und vor allem dann als ich hier war/bin.
      Es kann sein, das du nicht 100%-ig feststellen kannst was es ist oder du dir Gedanken machst ob Kombinationen möglich sind. Wichtig finde ich dabei, das du auf Geist, Körper und Selle bewusst hörst.
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    • Hallo,

      vielen lieben Dank für die Antworten.

      Ich versuche mal die aufgekommenen Fragen zu beantworten und Euch vielleicht ein besseres Bild zu geben.

      Warum ich glaube, dass ich nicht zur Gesellschaft passe?
      Nunja.. Egal, mit welchen Leuten ich zusammen bin, ich habe immer das Gefühl mich verstellen zu müssen. Etwas anderes sein zu müssen. Dadurch fühle ich mich immer recht unwohl, wenn ich mit mehreren zusammen bin.
      Außerdem ist das ziemlich anstrengend, immer eine "Maske" aufzusetzen. Natürlich wächst man irgendwann in diese Maske rein, aber das Optimale ist dies ja nicht und mein wirkliches Ich habe ich dadurch auch nicht gefunden, sondern mich nur angepasst.
      Ich sitze meist lieber am Rand und beobachte die Menschen um mich herum. Muss mich nicht unbedingt mit ihnen unterhalten, da dies teilweise eher anstrengend ist, da ich oft andere, bzw für die Gesellschaft "unnormale" Ansichten, habe und es so meist zu Diskussionen kommt.
      Mir wurde außerdem schon oft gesagt, ich würde abweisend und arrogant wirken. Obwohl dies gar nicht meine Absicht ist.
      Das wäre nun so ganz grob zusammengefasst. Ich beantworte aber gerne genauere Fragen.

      Dieses Gefühl von "Ich bin irgendwie anders" habe ich schon sehr lange. Aber es beschäftigt mich immer mehr...

      Habe auch vor mich zu belesen, jedoch finde ich es schwer gute, ernste Informationen zu finden und diese auch zu erkennen.
      An Entgiftet: Was meinst du mit ausprobieren?

      Was ich glaube, was ich bin? Ich bin mir noch zu unsicher, um darüber eine Aussage zu treffen. Mir fehlen einfach ernste Informationen, um überhaupt erst einmal die Möglichkeiten zu finden, was ich sein könnte..
      Informationen darüber, was es eigentlich alles gibt. Wie sich das äußert. Erfahrungen anderer Leute. Usw.
      Habt Ihr mir vielleicht Tipps oder Vorschläge, welche Seiten sich am besten eignen, um sich ernsthaft zu informieren?

      Ich hoffe, mein Text ist nicht zu durcheinander geraten. Wenn doch, entschuldige ich mich schon einmal.
    • Es ist ja eine Gliederung vorhanden. :)

      Geben dir die Personen, die meinen du wärst arogant und so, irgendwelche Beispiele? Oder ist das von denen einfach nur so dahergesagt?

      Wie stellt sich denn dein Umfeld zusammen? Ich meine, welchen Bezug hast du zu denen bzw wie kommen sie dir rüber?

      Kann man bei dir sagen, dass du der suchende Einzelgänger bist, der nach Kontakt sucht um sein ich unter anderen zu teilen?
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    • Nein, diese Personen geben mir keine Beispiele. Sie meinen einfach nur, dass ich so wirke. Fast immer.
      Also einfach nur so dahergesagt ist es auch nicht, aber wirklich erklären können sie es ebenfalls nicht.
      Genau wie mein Exfreund. Er meinte immer, ich hätte mir total viel von Tieren abgeschaut, was Verhalten, Blicke, etc. angeht. WIrklich erklären konnte er es dann jedoch nicht.

      Mein Umfeld? Hm. Gute Freunde oder so habe ich gar keine mehr. Mein Freund (und natürlich meine Eltern) sind die einzigen Personen, die mit mir wirklich zu tun haben. Der Rest hat sich abgewandt, im Laufe der Zeit.
      So besteht mein Umfeld meist nur aus mehr oder wenigen fremden Personen.

      Der suchende Einzelgänger triffts nicht ganz.
      Mir fällt es schwer auf andere Menschen zuzugehen. Meistens habe ich jedoch auch gar kein Interesse mit den meisten Personen näheren Kontakt aufzubauen, da der Umgang mit ihnen für mich auf eine gewisse Art und Weise anstrengend ist. Und ich mich immer verstellen muss, damit überhaupt näherer Kontakt entsteht.
      Jedoch bin ich auch kein Einzelgänger, bzw. will es nicht sein. Ich hätte schon gerne mehr Kontakte. Aber sehe es nicht ein, mich dafür immer verstellen zu müssen...
    • Zum Thema verstellen ist das so ne Sache. Ich bin persönlich der Meinung, dass man immer man selbst sein sollte da man mit einem selbstbewussten ich es gar nicht nötig hat, sich zu verstellen. Ich glaube einfach, dass dadruch, das du dich so oft verstellt hast, es schwerer haben könntest dein eigenens ich zu finden???

      Was die Thesen angehen, die du von den Personen bekommst du seist arogant etc, würde ich einfach mal nachhaken, auch wenn es schwer fällt. Und das du dich von Verhalten der Tiere ähnelst, ist nichts groß anderes wie der alte Urinstinkt.

      Udn was das Umfeld betrifft, würde ich sagen, dann sind es wirklich die Leute, die dich so nehmen wie du bist. Wenige Personen sind besser als wie viele, die nur so halb sind.
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    • Da schliesse ich mich LadyKathy an... Mut zur Selbstfindung! :)
      Das mit dem Aufsetzen der Maske kenne ich von früher nur zu gut aber auf dauer bringt
      es DIR rein gar nichts. In der Hinsicht kann man ruhig egoistisch sein, es geht ja schliesslich
      um dein eigenes Wohl ;) Klar werden sich viele einfach abwenden aber so erkennt man auch,
      wer ein richtiger Freund ist und wer nicht. Es ist schwer, ich weiss und es erfordert viel Zeit
      und Geduld, aber es wird sich lohnen :)
      Why so serious..!?
    • Danke für eure Antworten! :)
      Ich antworte nun mal unter meinem angemeldeten Benutzernamen und nicht mehr als Gast.
      Hoffe, der plötzliche Wechsel dazu ist okay!


      Zurück zum Thema:

      Ich bin eigentlich auch der Meinung, dass man sich nicht verstellen sollte.
      Nur leider geht es oft nicht anders, wenn ich nicht komplett alleine sein will.

      Leute, die mich so nehmen, wie ich bin? Würde ich nun so nicht sagen... Aber es sind trotzdem Leute in deren Gegenwart ich mich wohl fühle und denen ich vertrauen kann. Bei anderen habe ich immer das Gefühl, nicht vertrauen zu können.

      Ariane, wie hast du gelernt, diese Maske abzusetzen und dein wahres Ich zu finden?
      Wo hast du mit der Suche angefangen?
      Wie lange hast du dafür gebraucht?
      Und wie hast du erkannt, dass es wirklich DAS ist, was du bist?

      Ich habe einfach nur dieses innere Gefühl anders zu sein. Nicht dazuzupassen.
      Aber so langsam möchte ich einfach wissen, was oder wer ich bin, auch wenn
      das nicht der Norm der Gesellschaft entsprechen könnte.
      Aber ich weiß gar nicht, wo ich mit dieser Suche anfangen kann und an was ich mich
      orientieren kann. Deshalb bin ich über die Erfahrungen anderer darüber ziemlich dankbar. Gerne auch per PN.
    • Das Ganze war mehr ein schleichender Prozess nachdem ich so einige Male eben wegen jener
      Maske ausgenutzt wurde. Ich hatte eingesehen das diese mir mehr schadet als nutzt und so hatte
      ich angefangen daran zu arbeiten es los zu werden. Nach und nach kam das in die Gänge und es
      ist immer noch nicht ganz so wie ich es haben möchte :) Da ich zusätzlich noch andere Dinge
      an mir geändert habe, hat das schon eine Zeit lang gedauert. Jetzt bin ich 7 Jahre dran oder so,
      genau kann ich das natürlich nicht sagen ;)

      Das mit der Suche ergab sich auch mehr oder weniger von alleine. Ich habe mich mit einigen
      Glaubensrichtungen beschäftigt, mit Okkultismus, Mythologie und mich einfach in die Richtung
      weiter getastet die sich für mich richtig angefühlt hat. Dir würde ich auch Vorschlagen das du
      dich hier und da mal etwas einliest um ein Gespür dafür zu bekommen, was dich wirklich interessiert
      und womit DU dich identifizieren kannst.
      Wie lange es gedauert habe bis ich erkannt hatte wer und was ich bin... Bis zum Grundstein hat
      es wohl 2 Jahre gedauert schätze ich mal. Danach sind natürlich noch mehr Erkenntnisse hinzu
      gekommen und jetzt bin ich seit 8 Jahren dabei. Nimm dir einfach die Zeit die du brauchst und
      überschätze dich nicht, zu viel input ist nicht gut :D
      Why so serious..!?
    • Vielen Dank für die ausführliche Erklärung, Ariane.
      Du hast also einfach irgendwann was gefunden, wo Du dachtest "Das passt!"?

      Ich würde mich freuen, wenn noch mehr Leute von ihren Erfahrungen berichten oder Vorschläge haben. :)
    • Also bei mir war es mit der Selbstfindung so gewesen.
      Wie das halt so in der Pubertät ist, macht man viele Dinge durch. Als dann in meinem jungen Leben noch einige Schwierigkeiten auftraten und ich von einigen Seiten schief angeguckt wurde, machte ich mir Gedanken.
      Nur weil ich jetzt gesellschaftlich nicht merh normal war, bin ich ja trotzdem nicht so ganz anders. Habe somit mich mit zwei Liefestyles informativ bereichert. (Punk, Gothic)
      Doch fühlte ich mich inmer noch nicht ganz wirklich wohl in meiner Haut. Somit informierte ich mich weiter über Mythem, wo ich doch recht schnell auf den Bampirismus zurückgriff, da ich mich immer schon auf gewisse Art und Weise für interessierte und die Nacht wurde mir auch immer sympathischer, als ich merkte, was sie in mir bewirkt. Fledermäuse faszinierten mich auch schon immer. Somit machte ich mich weiter in Foren schlau und fand mich immer mehr in der Welt wohl bis ich dann recht gut mich fühlte und fand. Als ich dann hier war, und mich immer noch weiter informierte, wusste ich, dass ich meinem Zeil sehr nah war.
      Live free or die
      Ein freies Leben ist besser als ein Gefangenes...
    • Also läuft das "sich finden" bei den meisten ja recht ähnlich ab.
      Ich komme nur leider überhaupt nicht weiter.
      Egal, was ich lese und wo ich mich informiere... es passt alles auf eine gewisse Art und Weise nicht. Seit Wochen.

      Und bevor ihr nun denkt, ich habe keine Geduld: Nein, so ist es nicht.
      Ich habe mich mit dem ganzen Thema vor zwei Jahren schon einmal auseinandergesetzt und es nach einem Jahr ohne Ergebnis schließlich aufgegeben. Bin nun wieder auf diese Suche zurückgekommen, in der Hoffnung, nun eher das Gewünschte zu finden.
      Doch ich finde keinen roten Faden, kann mich an nichts orientieren, komme nicht weiter...

      So langsam denke ich, ich sollte es lassen und akzeptieren, dass es so bleibt wie es ist. Dass ich mir vielleicht nur einrede, eine Lösung finden zu können, weil ich es mir wünsche. Dass ich einfach mit der Situation nicht klarkomme und lernen muss, damit klarzukommen und mich anzupassen, anstatt mein wahres Ich zu suchen... :( Hm...

      Würde mich dennoch über weitere "Hilfe" freuen.

      Nachdenkliche Grüße,
      Lacrima
    • Vielleicht solltest du weniger aufhören karmpfhaft nach etwas zu suchen und dein selbst einfach leben oder ausleben? Weiß nicht in wie fern das hilfreich wäre, aber eine verkrampfte Suche bringt dich denke ich auch nicht weiter.

      In der Hoffnung nichts überlesen zu haben:

      Was genau erwartest du? Was meinst du fehlt dir im Moment (konkret)?
    • Du hast sicher recht mit dem, was du sagst, Entgiftet.
      Doch wenn man einfach keinen Anhaltspunkt findet, ist es manchmal etwas entmutigend..
      Mein Selbst einfach (aus-)leben ist sicherlich eine gute Idee, für deren Umsetzung ich jedoch momentan zu wenig Selbstbewusstsein habe und dadurch immer wieder anfange, mich anzupassen...

      Ich erwarte, einfach mehr über mich selbst zu erfahren. Zu wissen, warum und wieso alles so ist. Für mich selbst einfach diese fehlende Begründung zu finden und nicht jedesmal nur denken zu müssen "Hm, du spinnst doch sicher nur". :D
      Kann es leider nicht besser erklären.
      Ist eine gewisse innere Unruhe und ein innerer Drang, welche mich auf diese Suche schicken und innerlich aufwühlen...

      LG.
    • Ich gebe zu Bedenken:
      Für manche ist die Suche nie zu Ende.
      Wenn man sich nicht nur mit
      Wahrheiten zufrieden geben will sondern nach der letzten Wahrheit sucht, ist
      man sein Leben lang immer ein Suchender, und auch darüber hinaus, je
      nach Perspektive. Mit dieser Motivation bedeutet sich selbst zu erkennen, alles zu erkennen, ein Ziel, dass höher nicht sein kann.
      Diese starke Motivation ist etwas sehr kostbares, auch wenn es für denjenigen meistens mehr Schmerz bedeutet.
      Episoden auf dieser Suche können Vampyrismus und Okkultismus sein, genauso wie das Dharma des Buddha oder christliche Mystik.
      Es gibt für jedes Wesen einen Weg, man muss nur den Mut haben ihn zu gehen.
      Du bist da keine Ausnahme.

      Stehe wie immer per PN zur Verfügung.
      -M.