Der Druck der Zeit

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    • Der Druck der Zeit

      Heute musste ich erfahren, dass sich ein alter Freund gestern Nachmittag das Leben nahm. Es beschäftigt mich sehr und ich frage mich doch, warum er so einen Ausweg suchte. In den letzen drei Jahren habe ich durch das Studium etwas den Kontakt verloren zu ihm und doch erschien er mir glücklich, wenn ich ihn mal zufällig traf. Ich las mich heute durch seine Facebook-Seite. Nichts auffälliges. Das er sich einsam fühlte, wusste ich. Er wünschte sich Jemanden der ihn liebte, aber wer sucht nicht die wahre Liebe? Er hatte viele Freunde und war allseits beliebt. Er hatte immer einen lockeren Spruch auf den Lippen und es war immer witzig mit ihm.
      Und doch hat es niemand bemerkt. Für alle war es überraschend. Es löste in mir ein riesiges Gedankengewirr aus. Wenn ich mich nicht so distanziert hätte, wäre es mir möglich gewesen etwas zu ändern? Nun schweife ich ab.

      Ich möchte hier nicht über meinen Freund sprechen und meine Gedanken, sondern so nur die Hintergründe zu diesem Therad erläutern.

      Die heutige Gesellschaft hat sehr viele Anforderungen an die Individuuen und doch so wenig Zeit für alles. Oft bemerkt man gar nicht in welcher Hektik das man selbst steckt und wie Kleinigkeiten plötzlich so gross erscheinen. So gross, dass Einzelnen das plötzlich zu viel werden kann und sie sich lieber den Tod als Ausweg suchen. Für einige mag das Feige sein, andere verstehen das...diesen Tiefpunkt. Das sei mal dahingestellt. (Ich weiss, ich schweife ab) Jeder hat bestimmt schon Stress erlebt, sich überfordert gefühlt oder war am Boden. Die Gesellschaft, das Leben ist heutzutage nicht mehr einfach und der Druck und die Erwartungen hoch.

      Wie seht ihr den Druck der Gesellschaft?
      Ist es wirklich möglich dem zu entfliehen?
      Oder muss man sich einen einen Weg suchen mit allem klar zu kommen?
    • Der Druck heutzutage ist wirklich sehr gross. Ich denke dass man das erst mal erkennen muss, bevor man etwas dagegen
      unternehmen kann. Dem ganzen kann man durchaus entfliehen, sei es nun für einige Stunden oder für das ganze Leben.
      Auf einer entlegenen Insel gibt es schliesslich kaum jemanden der einen wegen unnötigen Dingen unter Druck setzen
      könnte. Jeder ist selbst dafür verantwortlich wie er damit umgeht und wenn man Hilfe braucht, sollte man die Grösse
      haben und auch danach fragen können. Es heisst nicht um sonst, stille Wasser sind tief. Die Leute die nichts sagen,
      sind immer die gefährlichsten. Viele müssen sich verstellen um in der Gesellschaft einiger massen klar zu kommen und
      einige halten das auf Dauer einfach nicht aus. Andere wiederum erkennen irgendwann, dass es ihnen nichts bringt
      sich zu verstellen und kehren ihr innerstes nach Aussen.
      Why so serious..!?
    • Kann man Heutzutage wirklich sagen: So und jetzt mache ich eine Auszeit? Hinsichtlich der Arbeit und der Finanzen. Das Leben heutzutage ist nicht billig, möchte man irgendwo Leben, braucht man Geld. Auf eine einsame Insel zu gehen wäre eine Möglichkeit, aber ist das auch Realistisch? So hat man keinen Druck der Gesellschaft, ja, aber man ist auch einsam. Ob das glücklich macht?
    • Ich glabue wirklich alles unter einen Hut zu bekommen, ist nur in Grenzen möglich. Jeder hat Wünsche, Pflichten, Rechte und Gefühle. Ich denke, dass in der heutigen Zeit bei jedem immer etwas zu kurz kommen wird. Der Druck der auf den Schultern sitzt, wird meineer Meinung nach durch die einsame Insel, wie angesprochen wurde, zwar etwas minimiert, doch gibt es dann wiederum wie Deamina schon erwähnte, die schreiende Seele nach Sehnsucht anderer Personen und oder Tieren.
      ICh denke auch, dass das heutige Leben nicht komplett unter einen Hut zu stecken ist, denn wie ich schon erwähnte, es werden immer Abstriche gemacht werden, bevor man in sich zusammenfaällt. Auch wenn es einem nicht bewusst ist.
      Live free or die
      Ein freies Leben ist besser als ein Gefangenes...
    • Wenn ich bedenke wie allein schon Kinder und Jugendliche heute unter Druck gesetzt werden, ich kenne 16-18 Jährige, die Abitur machen und kaum noch Freizeit haben, weil sie ununterbrochen für die Schule lernen müssen. Nur damit sie später eine halbwegs geeignete Chance auf dem Arbeitsmarkt zu haben. Und dann noch der Vorschlag das Abitur nicht in 9 sondern in 8 Jahren zu machen. Ich weiß momentan nicht, inwieweit das schon durchgesetzt ist oder werden soll, aber wenn das wirklich standard werden soll, frag ich mich was sollen Kinder dann noch für Freizeit haben?
      Besser ist es ja in der Arbeitswelt nicht wirklich, je nach dem was für eine Ausbildung man sich sucht, kann man sich ja noch halbwegs "entspannen". Danach ist aber eigentlich offen, es kann schneller Stress kommen wie man denkt und einfach reiß aus zu nehmen oder kurzfristig in den Urlaub fahren/fliegen geht ja leider nicht immer.
      Ich finde es schrecklich, dass man in unserer Zeit immer weniger Zeit für sich selbst hat und um mal sich endgültig mal zu entspannen und abzuschalten....
      Die Schatten sind mein,
      das Leben die Wölfe,
      der Wald mein Zuhause!
      _________________________
      Andere Sicht,
      Anderes Verhalten,
      Falsche Welt....
    • Klar leben wir in einer Welt in der es immer hektischer wird. Allein schon der Fakt, dass wir nunmehr verstärkt mit Informationen bombadiert werden und filtern müssen was wichtig ist und was nicht - Spam durch TV, Newsgroups etc. . Die Welt ist im Wandel und immer mehr muss erlernt werden - Technik als Paradebeispiel. Was wussten wir von PCs als wir 10 waren? Was wissen zehnjährige heute darüber?! Heute wird gegoogelt und damals hatten wir Bücher gelesen (wobei ich die Entwicklung nicht wirklich prickelnd finde) Ich bin der Meinung das Kinder wesentlich schneller lernen als wir Erwachsenen - und die Ansicht ist weis Gott nicht neu. Das Pensum was in Schulen geleistet werden muss hat sich um einiges erhöht, was aber definitv zu leisten ist wie ich finde (ich rede nicht von Abi oder ähnlichem). Ich denke dass da auch eine gewisse Relation zu früheren Zeiten immernoch vorhanden ist in Anbetracht dessen was heute wichtig ist. Ohne Fleiß kein Preis - war schon immer so und wird immer so bleiben, nur sind die Ansprüche nun höher aber auch unser vermittelbares Wissen. Wir werden nunmal nur vorankommen wenn wir uns dem Gesamten anpassen können. Das ist meine objektive Meinung dazu. Klar bleibt in dem Sinn weniger Spielraum für eigene Zeit oder "Freizeit". Das finde ich im Arbeitsleben aber wesentlich schlimmer als in schulischen Aspekten, weil es irgendwann auch mal auf die Familiäre Leben Einfluss nimmt. Vor allem da man auch eine ganz andere Basis hat die man halten muss wie zum Beispiel Wohnung, Nahrung etc. Da ist für mich der Knackpunkt da, weil ich ab da nur wenig Einfluss nehmen kann weil ich vorher schon (als Beispiel Schule) eben nicht fleißig genug war oder sonst was... aber das kann man meist nur mit erheblichem Aufwand ausgleichen, was aber auch nichts neues ist.

      Klar kann man irgendwo als Einsiedler leben und alles selbst anbauen und so weiter - aber hat sich mal jemand Gedanken über die Relation gemacht? Jetzt habe ich keine Zeit weil ich mehr "denken" muss - damals hatte ich keine Zeit weil ich "körperlich mehr leisten muss". Die Nahrung die ich verzehre muss auch irgendwo angebaut werden - und wenn ich autark leben will macht das keiner für mich sondern das muss ich selbst erledigen - ergo muss ich wieder lernen und arbeiten (oder weiß aus den Stegreif und ohne Google( ;) ) wie man Kartoffeln und Reis anbaut oder ein Schwein schlachtet) .... es bleibt sich für mich gesehen also gleich. Der Leistungsdruck ist was das Wissen betrifft gleich oder sogar noch höher.

      Ich glaube die Zeit wandelt sich aber das Verhältnis bleibt gleich, auch wenn es sich individuell ein wenig verschiebt - Zeit hatten wir damals nicht und die haben wir heute nicht. Und ich denke heute können wir uns mehr erlauben als damals - wenn ich Stress habe mache ich ein paar Tage frei - wenn ich damals stress hatte kann ich mal ein paar Tage Pause mache, aber dann verhungere ich (mal sehr drastisch ausgedrückt)

      Ich möchte hier nichts runter spielen oder ähnliches, auch mir stehts manchmal bis zum Hals und ich möchte einfach nur noch weg - aber was ist dann? Mir geht es einen Moment oder ein paar Tage oder vielleicht zwei Wochen gut, weil ich "mal" ausruhen kann. Aber kann ich das nicht auch in meiner "Freizeit" wenn ich sie effektiv nutze? Ich denke was vielen fehlt ist einfach ein Ruhepol und ein effektiver eigener Zeitplan um mal wirklich entspannen zu können und sich einfach des Lebens zu freuen.

      @Shadow: Was bringt es dir bei Stress in den Urlaub zu fliegen? Wenn du wieder kommst ist der auch wieder da ;)
    • @Entgiftet Da hast du schon recht^^ Was ich halt damit meinte, dass man wenigstens da etwas Zeit für sich hat und entspannen kann um halt ein wenig runter kommen zu können
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    • Ich finde die Aussagen von Entgiftet nicht schlecht, doch würde ich es (auch wenn ich es im Praktischen damals nie erfahren habe und auch die Arbeitswelt vor 20 Jahren nicht mitdurchgezogen habe) nicht in gewisser Weise gleichsetzen. Natürlich mussten sich die Menschen früher um ihre Nahrung mehr oder weniger selbst kümmern, um nicht zu verhungern, oder das sie ein Dach über dem Kopf hatten. Schwere körperliche Arbeit - keine Frage.

      Doch ich glaube, dass in der heutigen Zeit sich ein Defiziet eingeschlichen hat, welches sich immer mehr ausprägt. Abgesehen davon, dass mehr in der Schule verlangt wird oder in anderen Bereichen, denke ich, dass es ein ganz schwieriges Thema für einen selbst gibt. ICh versuch das mal weiter zu erläutern. In der Schule bemüht man sich - sofern begriffen - für sich zu arbeiten, irgendwann bemerkt man, das man an seine Grenzen stößt. Ab dann kommt, bei jedem individuell unterschiedlich der Punkt, wo man sich Gedanken macht, um das zu erreichen, was man erreichen möchte, Direkt oder Indirekt schmiedet man sich Pläne für die weitere Laufbahn und weiß, dass man eigentlich psychisch nur mehr darunter leiden wird/könnte.

      Die Freizeit die man braucht, wird immer weniger, nicht nur in der beruflichen Laufbahn sondern auch allgemein im Arbeitsleben. Man selbst leidet darunter, doch das interessiert die Industrie/den Arbeitsmarkt recht wenig. Man selbst baut sich aus verschiedensten Gründen unheitmlichen Druck auf, bemüht sich und schmeißt dann wieder so eniges mit dem *Hintern* um. Auch die Freizeitgestalltung scheint auf den ersten Blick mehr als möglich, doch innerlich zerreisst es einen zwischen dem Wunsch und dem eigenen Druck, wo man sich dann schon teils wieder zwingt etwas zu tun ohne sich Frei zu fühlen.
      Live free or die
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    • Sich sehe keinen druck der gesellschaft, den macht man sich nur selbst und man setzt sich diesen selber aus. Das problem was ich sehe sind das was man in der heutigen zeit als freunde bezeichnet.....
      heute ist eine freundschaft austauschbar und schnelllebig. Wer lernt seine freunde noch in der giefe kennen, wer ist noch bereit für jemanden da zu sein....viele sagen es sie wàren da, doch sind das nur hoflichkeitsfloskeln. wenn jemand probleme hat, dann wird er durch jemanden ersetzt, dernichts zu jammern hat. Man ist gezwungen immer die heile welt zu zeigen um akzeptiert zu werden. Wer diese freunde hat wird auch mit vielen solcher freunde einsam sejn und niemand sieht wie man leidet....denn es will keiner wissen. Doch ist nicht nur kritik an den freunden sondern auch an einen selbst, dass man eben solche als freunde ansieht denen man glaubt gerecht werden zu müssen da man die erwartung eines großen Freundeskreis erfüllen will.
      wie oft habe ich schon gehört, dass jemand in einem jahr fünf seiner besten freunde verloren hat....
      Fünf.....und dann auch noch die besten? Fünf sind mehr menschen die ich in meinen gesamten leben jemalsnals freunde bezeichnet habe.
      weniger freunde zu haben ist manchmal mehr. ?..
      ¨Ich trinke das Blut von Jungfrauen....
      das stimmt wirklich! "
    • Ein ähnliches Problem ist es mit der grossen Liebe... Mein allerester Freund fand bis vor 2 Jahren alle paar Monate
      seine grosse Liebe und war jedes Mal sooooo überglücklich... Mittlerweile findet er diese nur noch einmal im Jahr.
      Ist jedes Mal sehr belustigend *schmunzel*

      Aber es herrscht schon in der Gesellschaft ein gewisser Druck... Wenn man akzeptiert und anerkannt werden möchte,
      dann muss man unter Umständen Dinge tun, die einem selber nicht passen oder einen unter Druck setzen. Beruflich
      gesehen ein ganz wichtiger Punkt.
      Why so serious..!?
    • Klingt so als würde dein freund langsam an reife gewinnen.

      Leider ist es so, dass man viel tun muss um in def gesellschaft akzeptiert zu werden.ndoch man muss sich immer fragen ob es das einen wert ist sich sekbst zu verkaufen und ob es sich wirklich lohnt. Um manche dinge kommt man nicht herum...bei anderen hat man die wahl
      ¨Ich trinke das Blut von Jungfrauen....
      das stimmt wirklich! "
    • EX Freund ... ;) Und nein, nicht wirklich... Er lebt in der Vergangenheit und ist auch ein sehr einsamer Mensch.

      Genau, es ist die grosse Frage, in wie weit man sich dem ganzen Beugen möchte und/oder kann. Ein Bekannter
      von mir hat in seinem letzten Job innerhalb von 2 Monaten ein Burnout erlitten weil er kaum Tage hatte die
      unter 14h waren und auch permanent erreichbar sein musste... Das ist Geld mir nicht wert, denn Gesundheit
      kann man sich nicht wieder zurück erkaufen.
      Why so serious..!?
    • Echte Freunde :P sowas ist sehr selten, Früher musste man vieleicht härter Arbeiten, doch der Zeitdruck in dieser Form wie wir ihn kennen ist erst mit der Industrialisierung gekommen und kommt mit jeder Industriellen Umbruch aufs neue, (Fliesband,Computerisierung etc). Ob die Zeit drückt, ist nicht nur eine Frage des Arbeitspensums sondern auch der Selbstbestimmten Zeiteinteilung. Wenn die Zeiteinteilung der Arbeit fremdbestimmt ist in welcher man funktionieren muss, so erwartet man auch von anderen schnell das sie in der Freizeit (die ja dem ausgleich dienen soll), funktionieren, man kann es sich nicht leisten, diese zeit ungenutzt zu lassen, und tauscht dann eventuell den freund aus gegen einen der funktioniert. Leider vergisst man an dieser Stelle das Freundschaft nicht standartisiert ist und damit nicht austauschbar, Wie ein Industriearbeiter austauschbar wäre.

      Viele Menschen haben total verlernt was es bedeutet zu leben, indem sie das leben eben auf einen punkt des totalen exesses komprimiert haben und sonnst nur noch in der arbeitsmaschinerie stecken, ich merke das wenn ich an einem werktag vormittags durch so manches dorf laufe dann ist dort geisterhafte stille, manchmal wird mir da richtig unheimlich. haben sie dann mal frei dann geht es vor die glotze, die funktioniert wenigstens, im gegensatz zum freund der eventuell gerade etwas probleme haben könnte, die man sich nicht leisten kann weil man morgen wieder fit sein muss. im schlimstenfalls stolpert man dann in der maschinerie der arbeit nur noch voran funktioniert zwar es fehlt aber die zeit zu rekapitulieren und sich selbst zu reflektieren (das finde ich eigentlich das schlimmste),man entwickelt sich nichtt mehr weiter und geht letztlich daran zu grunde. Um dem druck der Zeit zu entgehen braucht man aber gerade diese Reflektion aus einer Überblickenden distanz so das man Rationalisieren kann, und entscheiden kann was einem Wichtig ist, damit wieder zeit entsteht um zu leben.
      Was in diesem Zusammenhang vieleicht ganz wichtig ist das man Vampyrismus sehen könnte als das besorgen von Lebensenergie von anderen, so braucht man vieleicht weniger zeit zur Erhohlung für sich selbst und kann so mit seiner Zeit mehr anfangen man hat quasi "Ewig" zeit.Da man ja wieder Funktioniert.
    • In der heutigen Zeit...

      Ich glaube nicht unbedingt das der Druck nur aus der Gesellschafft kommt
      Es fängt ja schon im Kindergarten an,die Kinder müssen dies und das schon können um mit bzw. Schritt zu halten.
      In der Schule wird das ganze dann noch gesteigert,ein enormes Pensum wo zu Bewätigen ist, es ist aber nicht nur der Schulische Druck sondern ,leider auch, der Druck der durch Mitschüler ausgeübt wird. Die Gewalt Bereitschaft unter einander ist wirklich erschreckend, es wird doch nicht mehr miteinander geredet,sondern meistens gleich gedroht,gemobt oder drauf gehauen.
      Das ganze wird dann auch noch per Handy aufgenommen und ins netz gestellt.Der Druck der durch viele Eltern noch dazu kommt sollte auch nicht vergessen werden. Ich weiß nicht wie viele Kinder, Teenager Jugendliche dadurch dann in ihre eigene Welt flüchten,wo sie sich ausmalen wie es sein könnte wenn...
      Viele versuchen es zu verdrängen oder einfach damit zu" leben"...
      Das ganze staut sich dann Jahre lang weiter an ...

      Dieser Aufgestaute Druck über viele Jahre hinweg kann einen Menschen mit Sicherheit zerbrechen...
      Und wenn man von Anfang an nie jemanden hatte, Freunde oder zumindest einen wirklichen Freund,sich einsam fühlt verzweifelt ist... dann denke ich kann das einen Meschen dazu bringen dieses Leben zu beenden.

      Ich bin mir nicht sicher ob es einen wirklichen Weg gibt dem zu Entfiehen und wie der aussehen müsste oder könnte.
      Ich denke das dies auf den jeweiligen Menschen selber ankommt.Auf seine innere Stärke, seinen inneren "Schweinehund",wie weit und wie lange er die Kraft hat immer und immer wieder "weiter" zu machen.

      In der heutigen Zeit wahre und echte Freundschaft bzw. Freunde zu finden ist in meinen Augen;leider, ein Luxus geworden.
      Wenn man sich umsieht,Bus,Bahn, Schule,Arzt, auf den Straßen egal wo.ist der Wichtigste Freund das Handy und die sozialen Netzwerke geworden.

      Früher durften die Kinder noch Kinder sein!
      Da wurde Im Wald gespielt,Bücher gelesen,Musik gehört,quatsch gemacht und vor allem es wurde viel mit einander geredet. Viele hatten einen besten Freund,Freundin, mit denen man über alles und jeden reden konnte.Solche Freundschaften die bis heute immer noch bestehen,egal wo oder wie sich alles verändert hat.

      Ich will auf keinen Fall sagen das Früher alles besser war nee nee es war einfach anderst :rolleyes: , die heutige Zeit ist schnelllebiger geworden.Die zeit einfach mal stehen zu bleiben,sich eine Auszeit zu nehmen ist für viele einfach nicht mehr machbar oder umsetzbar,aus welchen Gründen auch immer.

      Das Leben, leben ,nicht den Mut und den Glauben an sich selbst zu verlieren. Weiter zu machen egal was sich dir in den Weg stellt oder legt. Immer wieder über sich hinaus wachen. Wenn dann der Punkt kommt, und dieser kommt bestimmt nicht nur einmal im Leben, wo man einfach nicht mehr kann, einem alles zu viel wird,keine Kraft und keinen Ausweg mehr hat und sieht,nichts mehr einen Sinn ergibt...Dann sieh zurück auf das was du schon alles geschafft hast , hol deinen inneren "Schweinehund" und kämpfe.
      (Ein Spruch von meiner Oma der mir immer wieder geholfen hat)


      Ich denke jeder sollte für sich Persöhnlich einen weg suchen mit allem irgendwie klar zu kommen auch wenn das nicht immer einfach ist, aber was ist schon einfach ;)
    • Es stimmt schon, dass der Druck und der Stress heutzutage schon in jungen Jahren anfangen. Ich bin ja selbst noch nicht so alt und kann da aus Erfahrung sprechen.
      Derzeit bin ich in der Oberstufe auf dem Gymnasium. Und ich muss sagen, der Druck wird immer stärker. Es wird immer schwieriger, die hohen Leistungserwartungen des Ministeriums und der Lehrer selbst zu erfüllen. Dazu kommen die verlängerten Schultage(Nachmittagsunterricht).

      Schon einmal vorweg, das was ich jetzt schreibe ist durchaus mit ganz eigenen Gedanken und auch Gefühlen gespickt, es soll nicht so klingen, als würde ich jammern, dafür ist mir viel zu sehr bewusst, dass ich mich gerade mal am Anfang der Hölle befinde. ^^

      Gerade gestern war es wieder so, dass ich nach 11 Stunden Schule(das entspricht ungefähr 8 Stunden und ein paar zerquetschten) nach Hause kam und einfach nur noch sehr sehr müde war und eigentlich schlafen wollte. Stattdessen hatte ich nach 11 Stunden Schule einen Berg Hausaufgaben mitgebracht, musste noch Lateinvokabeln und Spanischvokabeln aus den Vorjahren für Schulaufgaben wiederholen und Chemiegrundwissen obendrauf lernen und angesichts diesen Berges an Dingen, die ich noch tun musste, war ich so unmotiviert, dass es mich quasi "ausgeknockt" hat und ich überhaupt gar nichts getan habe.
      Allerdings ist das nicht die Lösung, weil das Nichtstun kommt einem hinterher noch teuer zu stehen.

      Ich weiß, Arbeit oder Studium sind noch einmal ganz andere Dimensionen und der Druck ist jetzt schon so hoch, dass ich wirkliche Angst entwickelt habe, gegenüber dem, was nach der Schule kommt, letztes Jahr hatte ich schon nicht selten mit suizidialen Gedanken zu kämpfen, momentan bin ich einigermaßen stabil aber ich fühle mich dauerhaft unwohl, immer so gehetzt, habe tausend Gedanken im Kopf weil ich IMMER noch irgendetwas erledigen muss und manchmal passiert es mir einfach, dass sich so Gedanken wie, "Wenn ich Selbstmord begehen würde, dann wäre ich von diesem Druck erlöst.", in meinen Kopf schleichen und einfach viel angenehmere Aussichten bieten, als sich da durch Schule, ob, etc. zu quälen.
      Weil der Druck hört nicht auf, bis ins hohe Alter werden wir mit vielen Dingen von allen Seiten her belastet und jeder nimmt das unterschiedlich auf und deswegen können Suizide so unerwartet kommen, weil in einer so hektischen Zeit wie heute achtet man viel zu wenig auf die Leute um sich herum und man bemerkt oft Anzeichen einfach nicht. Manche verstecken die Hölle, die in ihnen brodelt auch wirklich so lange, bis es aus ihnen heraus bricht und sich diese geballte emotionale Frustration eben dann durch Suizid oder sehr gewalttätiges Handeln äußern.

      Mir selbst kommt es immer mehr so vor, als hätte ich keine Zeit mehr. Denn fast jede Minute ist inzwischen durchplant, damit ich nicht völlig wahnsinnig werde und nichts vergesse, mache ich mir viele Listen mit Dingen die ich noch tun muss(mein gesamtes Zimmer ist vollgekleistert damit), manchmal vergesse ich vor lauter Stress peinlicherweise sogar noch schnell unter die Dusche zu springen, deswegen schreibe ich mir das inzwischen auch auf meine To-Do-Listen.

      Man ist oftmals einfach sehr unentspannt und es gibt immer häufiger Zeitperioden, in denen ich mich einfach nur nach ein klein wenig Ruhe sehne. Ich freue mich inzwischen daher immer ungemein auf den Schlaf. Weil der Schlaf bietet mir diese Ruhe, die ich brauche um aufzutanken. Manchmal, wenn ich ein Wochenende weniger zu tun habe, meditiere ich auch.

      An mir selbst konnte ich zudem beobachten, dass ich mehr und mehr zwanghaftes Verhalten entwickele. So renne ich ständig auf Toilette um meine Hände zu waschen und kann erst zur Ruhe kommen, wenn ich das, was ich mir für den Tag vorgenommen hatte zu tun, erledigt habe. Das geht soweit, dass wenn ich etwas nicht schaffe, es dann eben mache, wenn ich eigentlich schlafen will, oder in Tränen ausbreche, wenn ichs einfach nicht mehr erledigt bekomme vorm Schlafen gehen aber zu fertig bin, um noch irgendein Gliedmaß zu rühren.

      Ich denke bezüglich dieser Verhaltenszwänge, bin ich auch nicht die einzige. Es ist nur logisch, dass wenn das Leben durch den Druck der auf einem lastet aus den Fugen gerät und ins völlige Chaos stürzt, man sich selbst irgendwo krampfhaft versucht ein wenig Ordnung, oder eine Struktur zu schaffen.

      Zu dem Handywahn muss ich sagen, das stimmt und es macht mich traurig, zu sehen wie einfach keiner mit dem jeweils anderen redet, wie immer mehr Dinge einfach "online" geklärt und erledigt werden und die Menschen(besonders die Jugendlichen) ihr Handy nicht mehr aus der Hand legen.
      Ich höre immer öfter auch von Cybermobbing etc. und besonders in sozialen Netzwerken ist der Wille, dazu zu gehören und sich anzupassen extrem hoch. Das führt zu starkem Druck auf den Personen, denn sie wollen auch in der Hinsicht den Erwartungen gerecht werden.

      Und auch dass man keine wirklichen Freunde mehr hat, stimmt. Ich kenne viele Leute, die nur noch Freundschaften führen, bei denen sie auf ihren eigenen Nutzen davon fixiert sind und deren Freunde am laufenden Band wechseln.
      Unsere Gesellschaft verkommt immer mehr zu einer Wegwerfgesellschaft. Dadurch entsteht auch wieder ein gewisser Druck, weil man immer nach den coolsten und nützlichsten Freunden strebt, dafür wiederum so und so SEIN muss und sich nirgendwo mehr fest halten und Kraft tanken kann, dafür bräuchte man wahre Freunde, die man einfach hat und denen man nichts beweisen muss.

      Überhaupt, dreht sich unser ganzes Leben um Erwartungen und dem Zwang, diese zu erfüllen. Und durch den technologischen Fortschritt und die erweiterten Möglichkeiten werden die Erwartungen höher und die Zwänge stärker und damit auch schädigender.

      So, das waren jetzt so meine Erfahrungen, Gedanken und sowas in der Art, zu diesem Thema. ^^
      Hab keine Angst vor Narben.
      Sie zeigen nur, dass du stärker als das bist, das dich verletzen wollte.
    • @Night Angel

      Sei mir bitte net böse aber ich musste jetzt meine Gedanken dazu los werden :)


      Ich habe mir deinen Beitrag jetzt ein paar mal durch gelesen und ich muss sagen das ich es wirklich toll finde das du so offen und ehrlich über das was du empfindest schreibst :)

      Ich finde es auch erschreckend und traurig das du selbst schon ab und zu mit dem Gedanken gespielt hast dir das Leben zu nehmen damit du diesen Druck einfach los bist und ich möchte dir dazu sagen, vergiss diesen Gedanken ganz schnell,verbann ihn aus deinem Kopf und aus deinem Leben!!! :nono:

      Meine älteste hatte auch dieses Zwanghafte Verhalten ständig ihre Hände zu waschen,dies ging dann öfters so weit das ihre Hände offen waren und blutig. Selbst dann konnte sie nicht damit aufhören. Sie war auch öfters an diesem Punkt wo ihr alles zu viel wurde und nicht mehr wusste wie sie alles bewältigen sollte. Anfangs viel es ihr schwer mit mir oder überhaupt mit jemanden über ihre Gedanken und Ängste zu sprechen. Aber wir haben es zusammen geschafft durch viel reden und einfach mal eine Auszeit aus dem Chaos zu nehmen.Wenn es nur für 10 oder 20 Minuten sind, reicht das schon um wieder einen klareren Kopf und neue Kraft zu haben.

      Auch wenn du viele Tage hast an denen du kein Land mehr siehst vor lauter Stress und Druck, dann lass alles stehn und liegen, nimm dir eine kleine Auszeit,mach etwas was dir Spass macht oder ablenkt. Geh in den Wald und schrei einfach alles raus,oder sowas in der Art ;) glaub mir das hilft und befreit.

      Diese To- Do Liste finde ich im Prinzip eine gute Idee,allerdings wird dadurch dein eigener Druck durch dich selbst erhöht, wenn deine ganze Wand damit voll hängt würde ich davon Alpträume bekommen.Wenn du ständig vor Augen hast was du noch alles tun solltest und ich denke das da ja auch täglich mehr Zettelchen dazu kommen, kannst du ganz sicher nicht mal abschalten.

      Versuche jeden Tag etwas positives zu finden,etwas zu machen wo dich zum lachen bringt,etwas was dich glücklich macht.

      Irgendwann wirst du merken,was für ein besonderer Mensch du bist,was du schon alles geschafft hast und noch schaffen wirst und daß es das Leben wert ist, gelebt zu werden. :)
    • @Mia Gleich vorweg, ich bin dir nicht böse. ;)

      Und danke für das Kompliment, ja, es ist gleichsam ein Fluch und ein Segen, meine Offenheit.

      Entscheidend ist, dass ich nur mit dem Gedanken gespielt habe. Denn bisher gab es immer irgendetwas, woran ich im Zuge meiner suizidialen Gedanken gedacht habe(Familie, Freunde und überhaupt mein Leben), dass es auch nichts weiter als Spielereien geblieben sind. Ich denke nicht, dass ich tatsächlich suizidgefährdet bin, aber kenne tue ich diese Gedanken, besonders dann, wenn mir alles zu viel wird. Aber da geht es ja bestimmt nicht nur mir so.

      Bei deiner Erzählung musst ich lächeln. :) Ich hatte das letztes Jahr, dass ich so oft die Hände gewaschen habe, dass meine Handrücken komplett bakterienfrei waren und sich da meine Haut dann ziemlich entzündet hat. *lächelt schief*

      Nein nein, ich bin eher jemand, der sogar gerade dann, wenn ihn was belastet auf Menschen zu geht und diese Sorgen unauffällig ausbreitet und durchkaut. Das kann ziemlich nerven. :')

      Ich achte schon sehr darauf, dass ich immer noch ein wenig Zeit für mich habe, wo ich mal ausspannen kann, aber es ist halt schwierig. Oft muss ich dann einfach Prioritäten setzen und manche Dinge eben ungetan lassen oder verschieben. Aber wenn das so ist, ist das eben so.

      Ich schreie nicht gerne herum, ich bin eher der leise "Genießer", aber das mit dem Spazieren gehen, das mache ich schon und das hilft tatsächlich, das weiß ich auch. ^^

      Ich weiß bereits, dass ich ein besonderer Mensch bin und schon einiges geschafft habe und dass das Leben es wert ist, gelebt zu werden. Okay, das mit dem ich werde Dinge schaffen, da bin ich mir nicht ganz sicher, aber so im Grunde ist mir das alles sehr bewusst. Ich mein, man lebt nur einmal, allein deswegen wäre es schon unsinnig, dem ein Ende zu machen. Dafür gibts zu viele schöne Dinge im Leben. ^^

      Also keine Sorge, so schnell werdet ihr mich nicht los. xD
      Hab keine Angst vor Narben.
      Sie zeigen nur, dass du stärker als das bist, das dich verletzen wollte.
    • DARK MORCAR schrieb:

      DARK MORCAR schrieb:

      Sich sehe keinen druck der gesellschaft, den macht man sich nur selbst und man setzt sich diesen selber aus. Das problem was ich sehe sind das was man in der heutigen zeit als freunde bezeichnet.....

      Leider sehen viele Menschen dies anders und verknüpfen ihr doch sehr stressiges Leben mit den Erwartungen und den Erwartungshaltungen der anderen Menschen in ihrem Leben. Ob beruflich oder auch privat können so erhebliche Belastungen für den Menschen entstehen, denen sie sich u.a nicht gewachsen fühlen.



      DARK MORCAR schrieb:

      heute ist eine freundschaft austauschbar und schnelllebig. Wer lernt seine freunde noch in der giefe kennen, wer ist noch bereit für jemanden da zu sein....viele sagen es sie wàren da, doch sind das nur hoflichkeitsfloskeln. wenn jemand probleme hat, dann wird er durch jemanden ersetzt, dernichts zu jammern hat.

      Das ist leider traurige Realität, denn viele Leute nehmen sich nicht mehr die Zeit oder haben sie nicht, intensiv sich um jemand anderen zu kümmern. Gerade wenn ein Freund Probleme hat, braucht er besondere Sorgfalt und auch Empathie um nicht alleine mit seiner Not zu sein.



      DARK MORCAR schrieb:

      Man ist gezwungen immer die heile welt zu zeigen um akzeptiert zu werden. Wer diese freunde hat wird auch mit vielen solcher freunde einsam sejn und niemand sieht wie man leidet....denn es will keiner wissen.



      Solche oberflächlichen "Schönwetter - Freunde" braucht es nicht im Leben und da sollte man auch nicht zuviel Zeit und Energie drin investieren.



      DARK MORCAR schrieb:

      Doch ist nicht nur kritik an den freunden sondern auch an einen selbst, dass man eben solche als freunde ansieht denen man glaubt gerecht werden zu müssen da man die erwartung eines großen Freundeskreis erfüllen will.



      Ich halte es darum mit den Freunden wie mit vielen Dingen im Leben: weniger aber qualitativ wertvoll, denn oft ist weniger, gleichsam mehr.




      DARK MORCAR schrieb:

      wie oft habe ich schon gehört, dass jemand in einem jahr fünf seiner besten freunde verloren hat....Fünf.....und dann auch noch die besten? Fünf sind mehr menschen die ich in meinen gesamten leben jemalsnals freunde bezeichnet habe.
      weniger freunde zu haben ist manchmal mehr. ?..


      Ja, heute wird viel zu schnell das Wort Freund gebraucht wo es eigendlich eher Bekanntschaft bedeuten würde, wenn man die Art des Umganges mehr reflektieren täte. ;)

      Freunde habe ich im Leben eine überschaubare handvoll genannt und werde es immer so halten, nette Bekannte, ja gibt viele davon aber Freund sind nur wenige Menschen *jedenfalls für mich*. :)


      Dunkle Grüsse: Sophie
      Wenn du fällst ,kannst du die Tiefe in die du stürzt nicht bestimmen,lediglich die Richtung in der du fällst kannst du entscheiden.Auf dem Weg durch's Leben passieren wir zahllose Kreuzungen,doch welcher Weg der richtige ist,erfahren wir erst,wenn wir auf dem falschen Wege angefahren werden.