Blutrot ist die Nacht

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    • Blutrot ist die Nacht

      J.D. Kensington - Blutrot ist die Nacht

      Finsternis und Mond und Sterne,
      Flüstern in der Dunkelheit
      Winde wehn aus schwarzer Ferne,
      Mitternacht ist nicht mehr weit.

      Sanftes Gleiten an der Mauer,
      Schritte ohne Widerhall,
      Nacht verbreitet ihre Schauer,
      Grabes Kälte überall.

      Und er wandelt durch die Straßen,
      schön und bleich und voller Gier
      sinnlich über alle Maßen,
      sucht sein Lebenselexier.

      "Komm zu mir du Kind der Sonne",
      raunt er zärtlich, schaut dich an
      und du folgst ihm voller Wonne,
      wehrlos gegen seinen Bann.

      Und du liegst in seinen Armen,
      fühlst die Kälte, fühlst die Nacht,
      Mitternacht kennt kein Erbarmen,
      nur der Tod gibt auf dich acht.

      Kein Gejammer, keine Träne,
      keine Zeit für einen Laut,
      denn schon senken sich die Zähne,
      liebevoll in deine Haut.

      Er trinkt dein Leben, sieht die Sterne,
      fühlt die Wärme, spürt die Macht,
      fliegt entspannt in schwarze Ferne;
      Blutrot ist die Nacht.

      (J.D. Kensington)