Der Naturzustand des Menschen

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    • Der Naturzustand des Menschen

      Da ich mich momentan wieder mal mit Thomas Hobbes beschäftige, ist mir eine interessante Frage aufgekommen.
      Er beschäftigt sich mit dem Naturzustand des Menschen und der dazu passenden "Regierung" des Staats.
      Sein Bild vom Naturzustand des Menschen ist dabei sehr negativ geprägt. Er bezeichnet den Naturzustand des Menschen als Kriegszustand und ist der Meinung, dass eine Selbsteinschränkung der Individuen erfolgen muss, um ihm zu entkommen.
      So sagt er muss der Mensch all seine Macht an den "Leviathan" (ein sterblicher Gott) abgeben und so immer eine gewisse Furcht vor der Strafe haben. Ein sehr bekannter Satz von Hobbes ist "homo homini lupus" (Der Mensch ist des Menschen Wolf.).

      Meine Frage an euch ist nun, wie seht ihr den Naturzustand des Menschen?? Und was wären die daraus zu schließenden Folgen für eine Regierung??
      Ich bin sehr gespannt auf eure Ideen und Meinungen. :D
      Liebe Grüße
      Gumiho

      Quellen: "Zugänge zur Philosophie 1"
      Auch ist das vielleicht nicht eigentlich Liebe, wenn ich sage, daß Du mir das Liebste bist; Liebe ist, daß Du mir das Messer bist, mit dem ich in mir wühle. - Kafka
    • Auf Hobbes antwortet man meistens mit Rousseau und versucht sich an einer Synthese beider Positionen als Basis des modernen Staatswesens.
      Der "bon sauvage" wäre dann der Gegenentwurf, der unschuldige Naturzustand erst von Zivilisation verdorben.
      Dieser Gedanke, sehr ursprüngliche Gedanke (bekanntestes Bsp. ist die Vertreibung aus Eden), wurde nach und nach weitergetragen und weiterentwickelt. In der Postmoderne hat diese simple Idee Denker wie den Unabomber und John Zerzan hervorgebracht.
      Namedropping und Brotkrumen statt Inhalt, der mich in Schwierigkeiten bringen kann.

      -M.
    • vielleicht solltest du mal die original bücher lesen um zu verstehen um was es genau geht
      --->X Homo Futura - Komm in mein Labor ...und so erschaffe Ich dich neu , aus dem besten dieser Welt....von Einstein das Gehirn und von Dali die Inspiration , von Chaplin den Humor und von Jesus die Vision , von Betty Davis die Augen und von Adam die Potenz , von Adolf Hitler den Ehrgeiz und von Mahatma Gandhi die Konsequenz X<---
    • Wer jetzt?
      Ich weiß worum es geht. Ich hab Philo im Abi.
      Mich interessieren nur andere Meinungen zu dem Thema von anderen "normalen" Menschen / nicht Philosophen. :)
      Auch ist das vielleicht nicht eigentlich Liebe, wenn ich sage, daß Du mir das Liebste bist; Liebe ist, daß Du mir das Messer bist, mit dem ich in mir wühle. - Kafka
    • das buchvon hobbes das du angiebst,leviathan wurde vor dem hintergrund des englischen bürgerkrieges geschrieben.
      er spricht zwar nicht über eine bestimmte staatsform,aber er da er einen hang zur monarchie hat,ist es in ersterlinie dem absolutismus geschrieben
      des weiteren sieht er das staatenlose leben der amerikanischen ureinwohner als naturzustand an
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    • Ja und diesen Naturzustand bezeichnet er als Kriegszustand, also als negativ, weshalb er sagt der Mensch muss eingeschränkt werden durch den Staat. Das ist mir durchaus bewusst. Allerdings habe ich nach der Meinung anderer über den Naturzustand des Menschen gefragt. Jeder hat da seinen eigenen Hintergrund und es interessiert mich einfach, da manche ja auch sagen, der Mensch im Naturzustand sei im Grunde gut etc.
      Ich habe mich durchaus mit diesem Thema auseinandergesetzt, denn wenn ich keine Ahnung davon hätte, würde ich davon keinen Thread erstellen. Auch habe ich den Hintergrund am Anfang nur kurz erläutert, da wenn ich diesen komplett hierhin schreiben würde, ich mehr als eine Seite bräuchte. :)
      Liebe Grüße
      Gumiho

      P.S.: Ich habe kein Buch von Hobbes angegeben. Ich habe lediglich den Leviathan als Figur erwähnt.
      Auch ist das vielleicht nicht eigentlich Liebe, wenn ich sage, daß Du mir das Liebste bist; Liebe ist, daß Du mir das Messer bist, mit dem ich in mir wühle. - Kafka
    • er bezeichnet es als kriegszustand,hat aber in keinsterweisse ein negatives menschenbild.
      daher kannst du nicht sagen das es negativ ist.
      ein kriegszustand muss und ist in keinsterweisse was negatives.

      als philosophin solltest du auf solche unterschiede schon achten

      und wie ich schon sagte,lies dir mal das original durch und keine zusammenfassung in nem schul/lehrbuch
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    • "Die Menschen, die von Natur aus Freiheit und Herrschaft über andere lieben, führten die Selbsteinschränkung, unter der sie, wie wir wissen, in Staaten leben, letztlich allein mit dem Ziel und der Absicht ein, dadurch für ihre Selbsterhaltung zu sorgen und ein zufriedenes Leben zu führen - das heißt, dem elenden Kriegszustand zu entkommen..." (Thomas Hobbes, Leviathan)
      Daraus kann man schließen, dass dieser "elende Kriegszustand" (o.a. Naturzustand) eben das Gegenteil der Selbsterhaltung, also der Selbstzerstörung zur folge hat.
      Für mich persönlich ist Selbstzerstörung etwas negatives. :)
      Du kannst mir aber gerne deinen Standpunkt erläutern, inwiefern du es nicht negativ findest. Das würde mich sehr interessieren, denn ich bin offen für neues. Ich denke aber auch dass da jeder seine Meinung haben darf und wenn ich den Kriegszustand, der die Selbstzerstörung zur folge hat als negativ empfinde, dann denke ich ist das noch meine Sache (Meinungsfreiheit).
      Und für mich klingt es nicht positiv, wenn man sagt, dass der Mensch sich in seinem Naturzustand selbst zerstört.

      Cold_Industry schrieb:

      er bezeichnet es als kriegszustand,hat aber in keinsterweisse ein negatives menschenbild.
      Wenn ich negatives Menschenbild gesagt habe tut es mir leid, ich meinte negatives Bild vom Naturzustand des Menschen.

      Cold_Industry schrieb:

      als philosophin solltest du auf solche unterschiede schon achten
      Ich nehme das mal als Kompliment, aber ich bin keineswegs Philosophin. Ich bin, Schülerin, Schauspielerin, Künstlerin und Vampyr. ^^

      Liebe Grüße
      Gumiho
      Auch ist das vielleicht nicht eigentlich Liebe, wenn ich sage, daß Du mir das Liebste bist; Liebe ist, daß Du mir das Messer bist, mit dem ich in mir wühle. - Kafka
    • ne,ich sag nichts mehr dazu,das würde jetzt von meiner seite her ausarten.



      ich hab aber ein kryptisches schlusswort

      wo kämen wir hin , wenn alle sagten : wo kämen wir hin . und keiner ginge , um einmal zu schauen , wohin man käme , wenn man ginge
      oder anders
      wo gingen wir hin , wenn jemand käme , um nachzuschauen , wo wir geblieben sind , weil wir doch kommen wollten
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    • Schade. Mich hätte deine Sichtweise durchaus interessiert. :)
      Ich verstehe jetzt nicht so ganz warum es ausarten würde.
      Aber nun gut. Ich kann niemanden zwingen mir seine Meinung zu erläutern.
      Das Schlusswort gefällt mir. :)
      Liebe Grüße und noch einen schönen Abend. ^^
      Gumiho
      Auch ist das vielleicht nicht eigentlich Liebe, wenn ich sage, daß Du mir das Liebste bist; Liebe ist, daß Du mir das Messer bist, mit dem ich in mir wühle. - Kafka