Perfekt - ist das jemand?

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    • Perfekt - ist das jemand?

      Immer wieder macht man im Job oder zu Hause mal einen kleinen Fehler, der leicht zu beheben ist oder nie da gewesen war. In genau solchen Situationen kann es zu Meinungsverschiedenheiten kommen und um sich zu verteidigen, bringt man den einen Satz, den alle kennen: ICh bin doch nicht perfekt! Aber stimmt das - ist man wirklich perfekt oder nicht? Müssen wir perfekt sein?
      Was denkt ihr darüber?
    • Perfektion ist immer eine Frage des Ideals.

      Beispielsweise der Pandabär der Perfekt an die Nahrungsaufname von Eucaliptusblättern angepasst ist würde ohne diese Bäume jämmerlich eingehen, kann aber nicht wirklich andere Nahrung aufnehmen. Hier kann man von überanpassung sprechen, welche letztlich negative Auswirkungen auf das Überleben haben kann ... kann man hier von Perfektion reden ?

      Ich denke wir machen Fehler nicht weil wir fehlerhaft sind, sondern damit wir eingefahrene wege verlassen können, dieses ist teil des versuches weniger unperfekt zu sein(auf einer höheren Ebene). Die Erkenntnis am Ende das es wohl ein Fehler(und auf der kleinen Ebene sicher ist) war, sagt uns das dieser Weg wohl unwarscheinlicher der Richtige ist.

      Wer fehler macht ist zwar nicht perfekt aber es ist der weg zur Perfektion zu einem Höheren grad als keine Fehler zu machen, wir bringen uns damit um Erkenntnisse.
    • Das Streben nach Perfektion ist durchaus sinnvoll. Aber nur mal ein Beispiel, auf mikroskopischer Ebene, wenn man sich Strukturen anschaut, Metalle, Textilien, Glas, und co, dort gibt es keine perfektion, strukturen von oberlfächen weisen immer hier und da irgendeinenen kleinen fehler auf. auch auf genetischer und auf psychischer eben gibt es keine perfektion. das einzige was es gibt, ist die vortäuschung der perfektion, ein großer gesellschaftsbluff.

      die samurai zb, die japanische kriegerkaste, japanische elitekrieger, strebten niemals nach vollendung, nach perfektion, weil wenn ein krieger der meinung gewesen wäre er hätte perfektion erlangt, hätte er aufgehört zu lernen und zu trainieren. es gab immer nur das streben nach verbesserung

      glaub mir, wir haben in der existenz eine exponentielle funktion, es geht immer weiter, mal auf und ab, und schon deswegen kann es keine perfektion geben. nur auf philosophischer oder poetischer ebene.

      du kannst dich immer weiter und weiter verbessern, wenn du dich selbst analysierst. aber perfekt wird und ist niemand. komm mit dir selbst klar und werde ausgeglichen. kunstwerke können schon... ja perfekt sein, äußerlich, vielleicht mag es auch manche menschen geben, die perfekt aussehen, die wunderschön sind, selbst deren schönheit ist zeitlich begrenzt und verfällt irgendwann.

      ich finde das ist ein sehr schwammiger begriff. wenn du perfekt sein willst, dann brauchst du auf einer anderen ebene immer eine starke kraft um das gleichgewicht halten zu können, deswegen sollte man davon ablassen, perfekt sein zu wollen, suche lieber ausgeglichenheit^^ das ist weiser
    • Der Perfekte Mensch, ist eine Idee, die in Religionen passt. Der "geschaffene" Mensch, ist perfekt oder kann perfekt sein, weil er von einem perfekten Wesen geschaffen wurde. Hier der Knickpunkt: Selbst in den Religionen ist der Mensch nicht immer "absolut". Das Problem des Menschen, ist seine Zerrissenheit, welche auch im Sündenfall dargestellt wird: Der Mensch ist nicht im, für den unbedarften Beobachter "ewigen" Kreislauf der Natur verhaftet. D.h. der Mensch mag zwar sterben, aber was ihn von den Tieren unterscheidet, ist seine permanente Bewusstheit der eigenen Sterblichkeit(1), sowie seine kulturelle Evolution, mit welcher es sich von der Natur entfremdet und abhebt. Andererseits kann er die Gegebenheiten der Evolution nicht aufheben. Denn die Evolution hat nicht das Ziel, perfekte Wesen zu schaffen. Das Ziel der Evolution ist die Weitergabe der Botschaft, des genetischen Codes. Der Bote ist die Botschaft, aber nicht das Ziel. Folglich ist uns der Weg zur Perfektion auf Seiten der Natur verbaut, es sei denn wir könnten sie überwinden. Die Natur mag keine Perfektion, natürlich sind Wesen an ihre Umweltumstände "perfekt" oder besser gesagt bestmöglich angeglichen, aber Perfekt klingt nach etwas, dass so Überlegen ist, dass es das System, dass "Sollbruchstellen" eingebaut hat, (Der Löwe wäre ohne den Menschen an der Spitze in seinem Ökosystem, kann aber nur da und nicht in der Arktis überleben) zerstört.
      Jetzt aber der Gedanke: Der Mensch dem schon recht nahe. Aber nur durch seinen Geist. Auch hier kommen wir schnell an eine Grenze: Ganz nach der Sokratischen Weisheit, dass man nichts weiß, und der höchste Schritt der Selbsterkenntnis der Punkt ist an dem man dies Begreift. Denn je man man forscht und lernt, je tiefer scheint der Abgrund es Unwissens und des Nicht-könnens.
      Ein Beispiel: Ein Cellist könnte, wenn er begabt ist und früh anfängt kann vielleicht alle Lieder für (Solo) Cello lernen, unter der Voraussetzung, dass er sie auch korrekt spielt. Einem Pianisten wäre das unmöglich, da hier die Menge der Kompositionen viel zu groß ist. Ist der Cellist Perfekt, wenn er alle Lieder kann? Der Pianist am Ende seines Lebens nur ein Unzureichender, weniger Perfekter?
      Die Idee von Allwissenheit, ist also etwas für Götter, aber nicht für Menschen. Selbst wenn wir den Tod übergehen könnten, bezweifle ich, dass unser Geist alles fassen kann, was es gibt. Es ist also vergebens. Was aber nicht eine Ernüchterung seinen sollte, dass ist ein Teil unserer Menschlichkeit.
      Auch in den anderen Bereichen, ist es unmöglich "perfekt" zu sein. Wie kann man sich so verhalten, dass man in allen Gegebenheiten und Kulturen als Perfekter Umgang gilt? Jemand wird sich finden, der einen für einen Rüpel hält. Kann man perfekt jemanden Lieben? Ein perfekter Freund sein? Diese Dinge sind immer anderes, Perfekt erscheint mir aber wie etwas, dass eine Linie, ein Programm ist. Schlicht gesagt, man kann es nicht allen Recht machen.
      Das soll aber nicht heißen, dass man nicht nach einem Besseren Selbst suchen sollte. Man muss sich aber eingestehen, dass man an seinen Fehlern arbeiten kann, Fehler aber dazugehören. Und was dem einem ein Fehler ist, ist dem anderem Perfekt und umgedreht. Es ist eine sehr personelle Sache.

      (1) Ich bin mir sicher, dass auch höhere Tiere ein Verständnis von Tod haben, aber auf einer anderen Ebene. Ich kann nicht sagen, ob Tiere sich ihres eigenen Todes bewusst sind.
    • Perfektion und Übermenschen

      Laut Nietzsche sind wir alle lediglich ein Übergang vom Tier zum Übermenschen / Gott

      => ich selbst denke : Das ausnahmslos alles in einem Kreislauf auf und ab geht => die Menschen wollen zu Göttern werden ,und die ''Götter'' zu Menschen . (seltsam das ein Atheist so etwas schreibt ,oder?)

      => Aber ich glaube ,das irgendwann jeder an dem Punkt ist ,wo er den Status Quo erhalten möchte ,also ich selbst bin noch nicht so weit => und ihr ?
      DRACHIR
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      .....
      Perfektion und Übermeschen?

      Ein Gott oder Übermensch hat meiner Meinung nach nichts mit Perfektion zu tun
      ...und ich bemühe mich auch nicht im Stande zu sein allen Anderen zu sagen zu können
      "kniet vor mir nieder und fürchtet meine Macht";
      was nun widerum nicht bedeutet dass ich schon soweit bin und umgekehrt denke :D.

      "Dunkelste Flammen sollen erleuchten die so praechtige Nacht"