Wer schreibt von euch selber...?

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    • Wer schreibt von euch selber...?

      Hallo allerseits,

      Wer schreibt von euch den selber Gedichte oder Geschichten, oder vllt sogar ein Manuskript, was vllt sogar ein Buch werden soll?

      Ich schreibe selber Gedichte, selterner auch Liedtexte und seit längeer Zeit versuche ich mich an einem Manuskript.

      ICh bin auf eure Beiträge gespannt.

      Viele Grüße
      Live free or die
      Ein freies Leben ist besser als ein Gefangenes...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von LadyKathy ()

    • Ich schreibe eig recht viel.
      Gedichte hab ich Unmengen, einige Liedtexte und ein Roman ist auch schon fertig, allerdings hab ich den mit 13 geschrieben und so... ^^
      Auch in den vergangen hatte ich an meinem zweiten Roman gearbeitet und einige Kurzgeschichten verfasst.
      Hmm... Hier vllt mal eine Leseprobe meiner Schreibkünste. *lach*
      Eine Kurzgeschichte mit dem Titel
      "Sturz in die Dunkelheit"

      Ich wusste nicht, wie ich hier gelandet war. Ich wusste auch nicht, was ich hier wollte.
      Ich wusste nur, dass ich nun hier war, genau hierhin gehörte und nirgendwo anders hin.
      In diesem Moment war es praktisch mein Schicksal, doch in diesem Moment gab es nichts auf dieser Welt, was mir mehr zuwider war, als hier zu verweilen, an diesem Ort.
      Dieser Ort war bizarr, wenn auch eine gewisse Schönheit und ein altmodischer Charme von dem alten Gemäuer ausgingen, in dem ich mich befand.
      Es sah ein wenig so aus wie ein alter Thronsaal und so roch es auch. Alt und irgendwie modrig.
      Als ich genauer hinsah, fielen mir die dunklen Flecken auf den roten Vorhängen und dem Teppich auf, der sich weit durch den Raum zog, bis hin zu einer kleinen Steintreppe, die wohl einmal hoch zum Thron geführt haben musste. Doch jetzt klaffte dort ein Loch. Ja, ein Loch. Nichts war zu sehen, von meinem Standpunkt an dem großen Eingangstor aus schon mal gar nicht. Aber ich sah, dass die Treppe an einer Stelle einfach ins Nichts abbrach. Jedoch war das gar nicht das Bizarre an diesem Ort, sondern viel mehr, dass je genauer ich hinsah, desto mehr sah ich.
      Ich blinzelte kurz und der Ort schien sich verändert zu haben und dennoch war er der Gleiche.
      Ich sagte mir zum Beispiel, dass mir die Tatsache, dass hinter der Treppe praktisch nur schwarz, nichts, zu sehen war, auch schon vorher gegeben war. Eine Sekunde zuvor – ich hätte es schwören können – da waren dort noch zwei riesige Fenster zu sehen gewesen. Solche wie in diesen Kirchen, nur statt der Heiligen hatten sie Legenden über Ritter gezeigt. Ich war mir dieser Sache eigentlich verdammt sicher gewesen bis zu diesem Moment. Schon allein, weil die Fenster das Einzige gewesen waren, was Licht gespendet hatte, da die anderen Fenster gleich neben den gigantischen Steinsäulen von den schweren Vorhängen verdeckt wurden. Die Decken dieses Raumes waren hoch, sicher Mehrere Meter, vielleicht 5 oder sogar 6.
      Ich fragte mich, wie ich sehen konnte, obwohl es ohne die Fenster doch stockfinster hätte sein müssen.
      Die Tür hinter mir war fest verschlossen. Ja sogar verriegelt mit einem schweren Holzbalken, den ich sicher nicht einmal hoch hieven konnte, so groß wie er war. Klasse, eingesperrt.
      Mir lief bei diesem Gedanken ein kalter Schauer über den Rücken und ich begann nervös auf meiner Lippe herum zu kauen. Dann fiel mir die Lichtquelle ins Auge. War dieser Spiegel schon zuvor da gewesen? Da stand nur zwei Meter entfernt ein Spiegel. Er muss mickrig gewirkt haben, genau wie ich in diesem riesigen Saal.
      Wobei mich dieser Ort auch auf merkwürdige Art einzuengen drohte, mir praktisch immer mehr die Luft aus den Lungen presste. Ich schmeckte Blut. Meine Lippe war aufgeplatzt. Schnell hörte ich auf, auf ihr herum zu beißen und konzentrierte mich mehr auf diesen Spiegel.
      Ich mochte Spiegel. Nicht, weil ich so eingebildet war und mich gerne in ihnen betrachtete. Nein, sie hatten irgendetwas Magisches an sich und es gab sie überall. So wie hier als „richtigen Spiegel“, aber auch zum Beispiel die Spiegelung im Wasser.
      Und wer mag nicht den Anblick, wie sich die untergehende Sonne im Wasser spiegelt?
      Fakt war: Dieser Spiegel besaß noch viel mehr Magie als jeder andere, den ich zuvor gesehen hatte, und in diesem Fall missfiel mir das gewaltig. Von ihm ging ein eigenartiges, silbernes Leuchten aus und – das war wohl das Verrückteste – ich sah Augen darin.
      Ich trat etwas näher heran und ich sah in ihm keineswegs mein eigenes Spiegelbild, sondern Augen. Kein Gesicht, keine Nase und kein Kinn, keine Wangen und kein Haar. Nur Augen, die keine Iris hatten, sondern nur starre Pupillen, die mich musterten.
      Dann tauchte wie aus dem Nichts ein fettes Grinsen im Spiegel auf.
      Es erinnerte mich an jenes katzenhafte Grinsen aus einem Kinderbuch, dessen Namen mir nicht einfallen mochte und vielleicht hätte ich ungläubig gelacht, weil es so fernab von allem Denkbaren schien, wenn es mir nicht so schrecklich real und zudem unheimlich gruselig vorgekommen wäre.
      Und da hörte ich es. Der Mund im Spiegel bewegte sich nicht, doch ich hörte eine Stimme.
      Beinahe hätte ich geschrien, denn zu meinem Entsetzen befand sich diese Stimme in meinem Kopf.
      Es war eine wahnsinnige Stimme, schrill und gehässig.
      Sie sagte nur einen Satz und das reichte, um mich aus der Fassung zu bringen.
      „Du wirst blind sein, Alice. Du wirst blind sein…“
      Und diesen Satz wiederholte „es“ immer und immer wieder. In meinem Kopf. Immer und immer wieder. Tief in mir drin.
      „Was soll das? Lass mich… Ich will hier raus!“
      Meine Stimme klang hysterisch und hallte von den Steinwänden und der hohen Decke wider.
      Ich wirbelte herum und rannte aus der sperrangelweit geöffneten Tür. Beinahe wäre ich in den Abgrund gestürzt, der sich vor mir mit einem Mal auftat.
      Vor der Tür befand sich nur ein schmaler, von Gras überwucherte Pfad und dann ging es weit hinab. So weit, dass ich nicht sehen konnte, wie tief es hinab ging, ich sah das Ende nicht…
      Und es gab auch keine andere Seite oder irgendeinen anderen Ort als dieses Gebäude, vor dem ich kauerte.
      Der Himmel war grau, bewölkt und schien in der Ferne mit dem dunklen Abgrund zu verschmelzen.
      Ich drehte mich noch einmal zurück. Der Mund grinste mich immer noch an, doch in meinem Kopf war ich allein.
      Vielleicht hatte ich überreagiert. Immerhin konnte ich noch sehen.
      Ich trat näher an den Abgrund, sah hinab. Irgendwie musste ich doch hierher gekommen sein. Was war das für ein Ort? Vielleicht… mit dem Flugzeug? Ich sah zum Himmel, aber im gleichen Moment wusste ich, dass meine Vermutung sich nicht bestätigen würde.
      Warum sollte ich alleine mit dem Flugzeug zu diesem Ort gereist sein?
      Warum sollte ich überhaupt hierhin wollen? Und warum konnte ich mich nicht darin erinnern, wie ich hierhin gekommen war?
      Das war einfach alles zu verrückt.
      Da fiel es mir Schuppen von den Augen. Ich musste wohl träumen. So einen bizarren Ort konnte es gar nicht geben. Das war die einzige logische Erklärung. Und wenn ich träumte, gab es auch eine einfache Möglichkeit, um aufzuwachen. Ich musste springen. Wenn man träumt und in dem Traum stirbt, wacht man doch auf oder? Zumindest hatte ich das mal gehört.
      Ich legte all meine Hoffnung darein, da – sollte ich tatsächlich nicht träumen – ich sonst verloren wäre.
      Ich atmete tief durch.
      „Das packst du“, versuchte ich mir Mut einzureden.
      Mich schüttelte es, als ich noch einen halben Fuß weit nach vorne trat. Kalter Schweiz rann mir über die Stirn. Ich schloss die Augen und murmelte weiter vor mich hin: „Du schaffst das. Gleich wirst du sicher in deinem Bett aufwachen…“, als sich wieder die Stimme des Wesen in meine Gedanken einmischte.
      „Spring, kleines Menschlein! Spring nur! Das wird dich auch nicht mehr retten!“
      Ich schluckte und dann sprang ich.
      Ich sprang und dann fiel ich… und fiel eine halbe Ewigkeit.
      Vor meinem inneren Auge sah ich mein eigenes Gesicht, das schleunigst zu verbleichen schien und eine andere Szenerie trat in den Vordergrund. Raben, die sich von einer Wiese erhoben und davon flogen?
      Was zum Teufel sollte das?

      Ich war ziemlich verwirrt und deshalb umso erleichterter, als ich endlich die Matratze unter mir spürte. Das Kissen unter meinem Kopf, die Decke fest um mich geschlungen. Warm und weich.
      Ich roch wieder diesen Duft des Raumsprays, mit dem ich mein Zimmer am Vorabend eingesprüht hatte, und ich schmunzelte.
      Ich schlug die Augen auf. Verdammt! Es war ziemlich düster. Es musste folglich noch mitten in der Nacht sein und ich war total verschwitzt. Ich stand auf, um mir ein Glas Wasser aus dem Bad zu holen, denn meine Kehle fühlte sich scheußlich trocken an.
      Auf der Suche nach dem Lichtschalter im Badezimmer lief ich fast in meinen Vater rein.
      „Morgen“, murmelte ich.
      „Morgen… Mach mal die Augen auf, wenn du durchs Haus läufst“, er klang belustigt.
      „Die Augen? Ich hab die Augen auf. Es ist nur furchtbar düster!“
      Es war spürbar, wie sich die Emotionen meines Vaters veränderten und seine Stimme lang nun mehr besorgt und ungläubig als er sprach: „Düster? Die Sonne steht schon hoch am Himmel!“
      Ich hörte meinen Wecker klingeln. Schrill und es kam mir schrecklich laut vor.
      Ich blinzelte. Ich blinzelte schnell und nervös und begann mit einem Mal heftig an zu zittern. Ich spürte wie meine Beine unter mir nachgaben und ich schnappte nach Luft. Mein ganzer Körper reagierte heftig auf diese Erkenntnis und es war ein Wunder dass ich überhaupt noch sprechen konnte.
      „Ich bin blind.“


      Über Kritik würde ich mich freuen. ^^
      Und LadyKathy, lasst doch auch mal was von euch lesen. ;) Worum dreht sich das Manuskript?
    • @Apocalypse

      Die Kurzgeschichte finde ich gut. ICh würde mich nur fragen, wie es weiter geht. weil irgendwie interessiert mich das, doch meist sind solche geschicten immer dann zu ende, wenn es ein offenes Ende ist.

      Mein Manuskript was mittler weile bis zum 9. Kapitel in mache ist, handeln ein kleines bischen von mir, meine Wunschgedanken und erfundener Geschichte. Eine blinde junge Vampyrin namens kathy trift auf ein kleins Mädchen, welches morgens im See schwimmen geht. Dieses Mädchen bekommt bei der ersten begegnung Angst aber beim zweiten Mal reden die Beiden miteinander. Das kleine Mädchen gehört zu einer Clique von Straßenkindern. Nach einem plötzlichen angsteinflöpenden Geräusch bringt Kathy das kleine Mädchen namens Roxana auf der Stute Black-Night zur Clique....

      merh verrate ich nicht.


      @Ministry

      Du glaubst, dasdu es nicht so gut konntest? Kannstja mal eins hier rein schreiben und es bewerten lassen, Manselber findet es meist nie so, wie es wirklich st.
      Live free or die
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von LadyKathy ()

    • @ LadyKathy
      Danke. Naja dann hab ich mein Ziel erreicht... Wenn man sich fragt, was weiter passiert und so... XD Wenn man danach nicht mehr drüber nachdenken würde, dann wäre sie ja nicht gut. Aber sie ist zu Ende. Ist ja nur eine Kurzgeschichte...

    • @Apocalypse

      ja das stimmt. Solange ich die nicht analysieren muss ist alles super.

      wei findest du meinen Ansatz? Weil ein ganzes Kapitel kann ich schlecht reinstellen, das sind sonst 6,5 Seiten =13 DIn A5 Seiten.
      Live free or die
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    • Ich würde die ja schonst gerne mal vorführen, nur das Problem ist das ich mittlerweile über 100 Din A5 Seiten ahbe und das hier bestimmt keine gute Ide wäre überhaupt ein Kapitel mit 13 DIN A5 Seiten einzubauen.
      Live free or die
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    • Naja muss ja kein ganzes Kapitel sein. ^^
      Mein zweiter Roman hat mittlerweile auch um die 100 Seiten... Aber ich arbeite momentan nicht dran, weil... Naja... Private Gründe. ^^ Hat auch was mit Vampiren zu tun. :D
    • Ich persönlich schreibe nicht mehr...habe aber mal geschrieben.

      @Apocalypse

      Ich finde die Geschichte auch sehr gut.
      Und ich gebe Dir recht, eine Geschichte zeichnet sich durch (unter Anderem) das Nachfragen "wie es weiter geht" aus.

      @Ministry
      Bei mir ist es auch so, ich habe viel und oft geschrieben und nun geht gar nichts mehr.
      Aber gut oder nicht gut, ist subjektiv. Ich persönlich fand meine Gedichte/Geschichten auch nie gut, bekam aber (zum Teil) positives Feedback.
    • @ Deamina: Danke... Und naja vllt kommt dann doch irgendwann wieder die Inspiration... Man weiß ja nie. Mein Vater hat als junger Mann viel gemalt zB. Dann Jahrzehnte nicht mehr und dann hat er mit Anfang 50 Kunst studiert, als er seinen alten Job in der Musik Branche verloren hatte und heute malt er sehr viel. XD
    • Okay dann ist hier noch was Vampirisches. Naja ist schon was älter... Entschuldigt also sprachliche Mängel oder sowas... Und naja nicht jeder versteht diese Kurzgeschichte.
      "Geliebt"

      Ich spürte seinen kalten Atem an meinem Nacken. Meine Handflächen schmerzten und Blut sickerte unter meinen Händen hervor. Ich hatte sie mir aufgeschlagen als ich nach vorne gestürzt war.
      Jetzt kniete ich auf dem kalten Steinboden, die Hände nach vorne ausgeschreckt, mein Verfolger direkt hinter mir.
      In meinem Kopf sah ich auf einmal Bilder, die ich seit zehn Jahren versuchte zu vergessen, als ich mich in der altbekannten Situation wieder fand.
      Er lachte leise und strich mein Haar auf meine linke Schulter. Mit seinen kalten Fingern berührte er sanft meine Wange. Er vermischte das Blut, das von meiner Stirn herunter lief, mit den Tränen, die in meinen Ausschnitt tropften. Ich biss fest auf meine Zunge, um nicht laut loszuschreien.
      Sein Mund näherte sich meinem Ohr. Er öffnete ihn und durchbrach die Stille mit seiner rauen Stimme: „Endlich!“
      Mein ganzer Körper verkrampfte sich. Er küsste meinen Hals und entfernte sich dann etwas. Ich atmete tief ein.
      Vor meinen Augen sah ich wie einen Film Bilder an mir vorbei laufen: ‚Ein Mädchen… Er… Sie läuft weg, verschreckt durch den Anblick ihres Geliebten. Blut hängt an seinem Mund. Ihr Blut. Sie stolpert zurück, verängstigt… Ein junges Mädchen in einer Psychiatrie unter Drogen… Ausgemergelt… Dieselbe junge Frau drei Jahre später… Einsam… Allein in einer großen Stadt, niemand beachtet sie… Es ist Nacht. Sie läuft durch den Wald, ein Mann direkt hinter ihr… Sie wieder in psychologischer Behandlung… Angst, Verwirrung, Verzweiflung…‘
      Ich schüttelte den Kopf und drehte mich um. Er stand über mich gebeugt und lächelte mich an. Tränen rollten weiter über mein Gesicht und ich begann zu zittern.
      Der Schmutz in meinen Wunden brannte und als ich verzweifelt versuchte von ihm wegzukommen, stöhnte ich schmerzverzerrt auf. Er ging in die Hocke und musterte mich immer noch breit grinsend.
      Ich wand meinen Blick ab und starrte angespannt auf den Boden, die Zähne zusammen gebissen, versucht alles auszublenden.
      Im nächsten Moment hatte er meinen Kopf wieder herumgerissen. Er hielt mein Kinn fest im Griff und zwang mich ihn anzusehen. Ich kam nicht umhin zu bemerken wie wunderschön er war. Seine perfekten Gesichtszüge und das markante Kinn ließen mich beinahe vergessen worum es hier ging. Er lächelte und zeigte seine glänzendweißen Zähne.
      Angsterfüllt und gleichermaßen fasziniert von seiner Schönheit, schaute ich in die rotglühenden Augen. Er hatte Durst, großen Durst.
      Ich schluckte und schloss die Augen, hilflos versuchte ich mich vorzubereiten auf das was jetzt vermeintlich geschehen würde.
      Mit seiner kalten Zunge fuhr er an meinem entblößten Hals entlang und drückte seine harten Lippen für einen Moment auf meine. In mir drehte sich alles und ich verkrampfte mich nun noch mehr. Ich fühlte diesen Schmerz mit seinem süßen Beigeschmack, der Lust, nicht zum ersten Mal, als er seine spitzen Zähne in meinen Hals versenkte. Es war immer wieder aufs Neue unfassbar. Ich war hin und her gerissen zwischen Genuss und Qual und der Schmerz wurde durch mein schlechtes Gewissen noch verstärkt. Mit jedem Schluck den er trank, wurde ich träger. Es war eine Quälerei. Ich war gefangen in meinem eigenen Körper, spürte wie sich das reinblütige Gift aus seinen Zähnen in meinem ganzen Körper wie Feuer ausbreitete.
      Als er ohne Vorwarnung stoppte und anstatt des leisen Schluckgeräuschs nun ein schwaches Stöhnen aus seinem Mund zu hören war und sein Kopf auf meine Schulter fiel, öffnete ich irritiert die Augen. Sein schwerer Körper drückte mich auf den Boden.
      Durch die dunklen Strähnen seiner braunen Haare, die mein Gesicht bedeckten, sah ich ihn.
      Mein Herz begann, trotz des Blutverlusts, heftig zu pumpen und ich wurde von einem unglaublichen Gefühl der Freude übermannt. Er räumte die Leiche des Fremden von meinem Körper und zog das Messer aus dem Rücken des Vampirs. Es roch stark nach einem Gift, das ich nicht einordnen konnte.
      Er zog mich auf die Beine. Sein Blick war leer. Ohne darauf zu achten, lächelte ich erleichtert und fiel ihm um den Hals. Ich drückte meinen warmen Körper an seinen kalten, presste mich an ihn, schloss die Augen und sog den Geruch seiner Haut ein.
      „Geliebter!“
      Ich schrie schmerzerfüllt, als das Messer meinen Bauch durchdrang und das Schwarz vor meinen Augen noch dunkler zu werden schien. Mein Körper schien zu schweben und nur der Schmerz war mein Halt.

      Ich ließ ihren bewusstlosen Körper los. Er fiel vor meine Füße. Sie stöhnte erstickt. Ich spürte jedoch nichts, ich war vollkommen leer.
      Geschäftig wand ich den Blick ab und versteckte die Leiche ihres Widersachers in dem ich sie in einem naheliegenden Gebüsch warf und angewidert hinterher spuckte. Er war eine Leiche, schon immer gewesen. Niemand würde ihn suchen. Er war es auch nicht wert.
      Dann trug ich meine Geliebte aus dem Wald. Ihr letzter Herzschlag verklang. Ich hatte meine Pflicht erfüllt. Sie war tot.


      @ Drakan: Gibt es auch mehr Details? :P

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Apocalypse ()