Berühmte Werwölfe

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  • Eine Liste berühmter Werwölfe
    Berühmte Werwölfe

    Bauer Peter Stubbe

    Im Zuge der Hexenverfolgungen wurden auch zahlreiche Männer vor Gericht gebracht und hingerichtet. Eine beträchtliche Anzahl von ihnen wurde speziell der Werwolfverwandlung bezichtigt, was aber nicht bedeutet, dass alle Männer, die vom 16. bis ins 18. Jahrhundert wegen Hexerei verbrannt oder gehängt wurden, gleichzeitig als Werwölfe angeklagt waren. Nach einer Reihe von Verfahren im Herzogtum Burgund fand 1589 in Bedburg bei Köln der in der Kriminalgeschichte bekannteste Werwolfprozess statt: Der Bauer Peter Stubbe (auch Stübbe oder Stump) wurde zusammen mit seiner Tochter und seiner Geliebten hingerichtet, weil er angeblich mindestens 13 Kinder umgebracht und sich an 2 Mädchen vergangen hatte. Ob es sich hierbei um einen wirklichen Werwolfprozess oder um ein inszeniertes Gerichtsverfahren gegen einen politisch unbequemen Mann handelte, ist umstritten. Auf jeden Fall stieß der Fall auf große Resonanz, und selbst in den Niederlanden, in Dänemark und in England erschienen Flugblätter, teilweise mit Holzschnitten geschmückt, in denen die tatsächlichen oder angeblichen Gräueltaten des Peter Stubbe in allen Einzelheiten genüsslich geschildert wurden. Seither trug der Werwolf im Gebiet zwischen den Flüssen Erft und Rur den Namen Stüpp.


    Der Fall Garnier:

    Die Behörden der französischen Stadt Dôle gaben am 13. September 1573 ihre Einwilligung zu der Jagd auf einen Werwolf, nachdem man viele Kinder tot und teilweise aufgefressen gefunden hatte. Man jagte Gilles Garnier, einen Einsiedler. Zwei Monate später hörten die Dorfbewohner Schreie eines Kindes und das Knurren eines Wolfes. Sie fanden ein schwerverletztes Mädchen und sahen einen großen Wolf davoneilen. Sechs Tage danach verschwand ein 10 Jahre alter Junge. Die aufgebrachten Dorfbewohner überfielen die Hütte des Einsiedlers, warfen ihn und seine Frau ins Gefängnis. Garnier legte 2 Geständnisse ab. Er wurde am 18. Januar 1574 lebendig verbrannt.


    Jaques Roulet

    Als 1598 Jäger die Wälder um die französische Stadt Angers durchstreiften, fanden sie die zerstückelte Leiche eines Jungen. Sie näherten sich vorsichtig dem Körper und sahen dabei zwei Wölfe im Dickicht verschwinden. Die Jäger folgten ihnen, aber sie fanden keinen Wolf, sondern einen hageren großen Mann mit verwarloster Kleidung, verwilderten Haaren und klauernartigen Fingernägeln, zwischen denen Fleischfetzen hingen. Der Mann war ein Landstreicher namens Jaques Roulet und man stellte ihn in Angers vor Gericht. Dort wurde geprüft, ob er, wie er selber sagte, ein Werwolf, oder ein Lykanthrop, also ein Geisteskranker war. Für die damalige Zeit fiel das Urteil milde aus: 2 Jahre Irrenhaus.


    Pierre Gandillon

    Er war ein einfacher Landarbeiter, der in den Jurabergen um 1598 lebte. Er wurde beschuldigt, am Hexensabbath in Wolfsform teilzunehmen.


    Die Bestie von Gévaudan:

    Es begann im Jahre 1764. Die meisten Einwohner des Dorfes Gévaudan waren Bauern und Schafshirten und drei Jahre sollte sie die Bestie in Angst und Schrecken versetzen. Das erste Opfer war ein 14jähriges Mädchen, das grausam entstellt wurde. Handelte es sich um einen besonders großen Wolf? Die Bestie griff nur die Schwächsten an. Frauen, Kinder und Männer, die ihre Herde alleine auf die Weide trieben. Die Menschen schlossen sich in ihren Häusern ein und vermieden es, alleine das Vieh zu hüten oder in den Wald zu gehen.

    König Ludwig XV entsandte 1765 einen Wolfsjäger in die Gegend, doch die Bestie war klug und kannte sich aus. Sie versteckte sich in Schluchten und schüttelte die Verfolger im Dickicht des Waldes ab. Auf der Flucht vor ihren Häschern zefetzte sie alle, die sich ihr in den Weg stellten.

    Als der große Jahrmarkt im Jahre 1765 stattfand, hielt man die Bestie für tot, bis sich am Dorfesrand die Leiche einer Frau fand, deren Kehle durchbissen worden war. Die Kirche sprach vom "Boten des Teufels", der die Menschen für ihre Sünden bestrafte.

    Im Herbst hielt das Morden an, im Winter jedoch verschwanden weniger Menschen und man dachte, die Bestie sei ihren Wunden erlegen. Das Morden ging im Frühling erneut los, schlimmer denn je. Am 19. Mai 1767 tötete ein gewisser Jean Chastel die Bestie.

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