Elisabeth Báthory

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  • Elisabeth Báthory war eine ungarische Adlige, die viele grausame Morde verübt hatte.
    220px-Alžbeta_Bathory.jpgElisabeth Bathory - die Blutgräfin


    Elisabeth Báthory war eine ungarische Adlige. Sie lebte von 1560 bis 1614. Sie begann mit ihren Morden mindestens 1585 doch erst ca. 1610 wurden ihre Verbrechen aufgedeckt. Ihre hohe Stellung im Adel ließ sie lange Zeit ungeschoren davon kommen. Es gibt Erzählungen, dass sie im Blut ihrer Dienerinnen gebadet hätte, was aber mittlerweile als Mythos angesehen wird. Tatsächlich war Elisabeth eine grausame Sadistin, die ihre Dienerinnen zu tode folterte. Sie liebte es, sie zu beißen und ihnen das Fleisch von den Knochen zu reißen. Auch verwendete sie rotglühende metallische Gegenstände um ihren Opfern Verbrennungen zuzufügen oder stach Nadeln in die Körper ihrer Opfer. Die genauen Umstände ihrer Taten und die Zahl der Opfer sind aber bis heute umstritten. Es gibt Berichte in denen ihr über 80 Morde nachgewiesen wurden, andere Erzählungen beschreiben mehrere hundert Opfer. Sie schürten beim Volk den Vampirglauben. Eine Verbindung zwischen der Blutgräfin und bluttrinkenden Vampiren wurde erstmals 1970 hergestellt, um einen Film zu bewerben. Mittlerweile ist sie ein typisches Thema im Vampir-Genre.


    Die Blutgräfin als grausame Serienmörderin

    Die Prozessunterlagen schildern, dass Báthory viele Mädchen auf ihre Burgen gelockt hat, um sie dort auf vielfache Weise nackt zu Tode zu foltern. Nach den Prozessakten hatte man sofort nach Betreten der Burg Čachtice (deutsch Schächtitz) die ersten Mädchenleichen gefunden. Báthory und ihre Diener haben laut den Aussagen folgende Foltermethoden praktiziert: Fesselung, Schläge und Auspeitschung bis zum Tode, Schnitte mit der Schere, Stiche mit Nadeln, Verbrennungen mit heißem Eisen und Wasser, Übergießen mit Wasser im Frost, brennendes Ölpapier zwischen den Zehen, Ohrfeigen und Messerstiche. Eine Zeugin sagte aus, von 36 getöteten Mädchen zu wissen. Eine andere Zeugenaussage beinhaltet die Existenz eines Tagebuches der Báthory, in dem die Tötungen von 650 Mädchen beschrieben seien. Eine Variation dieser Auffassung besagt, dass Báthorys Verhalten lediglich exzessiver war als das anderer Hochadliger. Sie sei demzufolge nur angeklagt worden, weil sie sich nicht mit Bauernmädchen begnügte, sondern schließlich auch Mädchen aus dem niederen Adel Ungarns umbrachte, darunter die Sängerin Helene Harczy, die sie in Wien kennengelernt hatte, wo sie auch ihre blutigen Spuren hinterließ.


    Prozess und Fakten

    Auf Befehl des Königs Matthias II. von Ungarn stürmte und durchsuchte Graf Georg Thurzo von Bethlenfalva, Vetter von Báthory, am 29. Dezember 1610 das Schloss von Čachtice. Báthory wurde wegen vielfachen Mordes an Dienerinnen 1611 unter Hausarrest gestellt. In Bitcse wurden zwei Prozesse abgehalten, einer in Ungarisch und einer in Latein. Da man Báthory selbst nicht Stellung nehmen ließ, bestand der Prozess nur aus der Vernehmung von Mitangeklagten und Zeugen. Bei den Mitangeklagten handelt es sich um die Dienerschaft der Gräfin. Die Geständnisse wurden teilweise unter Folter erbracht

    Als Resultat des Prozesses wurden den weiblichen Dienerinnen die vorderen Fingerglieder abgetrennt und beide dann lebendig verbrannt. Ein Diener wurde geköpft und seine Leiche anschließend auf dem Scheiterhaufen verbrannt. König Matthias verlangte das Todesurteil gegen die Gräfin Báthory, Thurzo stimmte dem jedoch nicht zu. Báthory wurde bis zu ihrem Lebensende auf ihrer Burg Čachtice gefangen gehalten. Aussagen, sie sei in einem ihrer Turmzimmer eingemauert worden, sind nicht belegt.
    Elizabeth Báthory starb am 21. August nach vier Jahren Haft in ihrer Zelle und wurde am 25. November in der Kirche zu Čachtice beigesetzt.


    Einflüsse in der heutigen Populärkultur

    Da sich nicht alle Geschehnisse aus dieser Zeit zweifelsfrei belegen lassen, haben sich mit der Zeit viele Mythen und Legenden um die Blutgräfin gebildet. In der Populärkultur war das durchaus Anlass, die Person Elisabeth Báthory in Filmen, Romanen unterzubringen. Man findet sogar im Computerspiel Diablo 2 einen Verweis, in dem in einem Nebenquest der Tot der bösen Gräfin, die im Blut von Jungfrauen badete, das Ziel ist.
    In der Literatur kam es zu einigen Publikationen, die durch die grauenhaften Taten oder den Chrakter der Báthory inspiriert sind. Meist handelte es sich hier um Buchserien, in denen es um Vampire und mythische Wesen ging, die es zu bekämpfen galt. die In dem Vampir-Roman von Wolfgang Hohlbeins "Die Blutgräfin", das Wohl eines der bekanntesten Werke sein dürfte, nimmt Sie die Rolle eines Vampirs ein, der das Blut junger Mädchen braucht um selbst am Leben zu bleiben. Ebenso komm sie in der Horror-Hörspiel Reihe "Faith van Helsing" zum Vorschein, wo sie als Gegnerin von Faith auftritt, des weiteren verkörpert Elisabeth Báthory den Charakter der Lady Arabella March in der Mystery-Hörspielserie "Die Schwarze Sonne" von Günter Merlau.

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