Orthodoxer Vampyrismus

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Der Vampyr ist Schöpfer seines Selbst. Vampyrische Identität ist unsere Schöpfung. Unsere Individualität sowie unsere Kultur, sind nicht gegeben sondern entstehen erst aus eigener Anstrengung, ermächtigt durch die symbolische Kraft des Blutes.

    Blut konstituiert Selbst, erschafft und affirmiert Selbst, Familie, Clan, Kultur. Blut in seinen liminalen Aspekten zieht Grenzen zwischen Leben und Tod, Sein und Nicht-Sein, Initiierten und Außenstehenden, zwischen Uns und Ihnen.
    Stabiles Fundament einer vampyrischen Identität kann deshalb nur die sanguinäre Praxis sein, beginnend mit dem ritualisierten Austausch von Blut, in dessen Liminalität vampyrische Initiation sowie vampyrisches Erwachen gleichermaßen stattfindet.
    Weiterführend muss sanguinäre Praxis, um sich die kreative Kraft des Blutes nutzbar zu machen und dadurch das vampyrische Individuum und seine vampyrische Gemeinschaft, Kultur und Identität zu stärken, die symbolische Kraft des Blutes bewahren. Dieser Hintergrund fordert die Aufwertung der sanguinären Praxis als persönliches Opfer, als Kommunion, als Ausdruck einer alten Ordnung des Blutes.
    Sauromatos strebt dies in dem Versuch einer Orthodoxie an: der orthodoxen vampyrischen Praxis.


    Was ist Orthodoxer Vampyrismus?

    Orthodoxer Vampyrismus als Begriff hat sich im Umfeld von Sauromatos etabliert, bezeichnend für einen Ethos aus aufeinander aufbauenden Grundpositionen und Werten den realen Vampyrismus betreffend, die in verschiedenster Form, oft aural, weitergegeben werden.
    Die Essenz des Vampyrimus ist die Praxis. Nichts außerhalb vampyrischer Praxis hebt den Vampyr von anderen Menschen ab. Vampyrische Praxis findet ihren reinsten Ausdruck im Mysterium des Blutes. Das Mysterium des Blutes fordert Ehrerbietung und Respekt gegenüber sich selbst, dem Mysterium, gegenüber dem Blut, gegenüber den Blutgebenden, und gegenüber der vampyrischen Gemeinschaft, die orthodoxe vampyrische Praxis ermöglicht.

    Mysterium des Blutes:

    Im Zentrum des Orthodoxen Vampyrismus steht das unmittelbare Mysterium. Wir verzichten darauf den individuellen Hintergründen der vampyrischen Praxis durch eine wie auch immer geartete Definition das letzte Geheimnis und somit ihren Sinn zu rauben. Der orthodoxe Vampyrismus beruft sich immer auf und leitet sich häufig direkt von der Praxis ab, um ein seltenes Maß an Klarheit anzustreben. Das letztendliche Geheimnis der Praxis jedes einzelnen Vampyrs jedoch muss wahrheitsgemäß im Verborgenen bleiben, denn es kann nur in sich selbst d.h. in der Praxis offenbart und erfahren werden. Orthodoxer Vampyrismus gibt keine Antworten, er lädt den Vampyr dazu ein diese selbst im Mysterium des Blutes allein zu finden.

    Praktische vampyrische Ethik oder Ethos des Blutes:

    Innerhalb Orthodoxer vampyrischer Praxis gilt die Forderung nach ethischem Betragen als direkte Konsequenz der Erfahrung des Mysteriums des Blutes, die im Praktizierenden eine tief empfundene Wertschätzung für das Blut als Gabe aufsteigen lässt. Ein solcher Ethos des Blutes nimmt Anstoß an der Verschwendung von Blut, der Missachtung Blutgebender und der Herabwürdigung sanguinärer Praxis. Aufgrund dessen legen wir besonderen Wert auf die Entwicklung und Kultivierung einer praktischen vampyrischen Ethik.
    Eine praktische vampyrische Ethik ist eine solche, die direkt aus der sanguinären Praxis erwächst und eine sichere und nachhaltige Ausübung dieser ermöglicht. Es ist im Interesse des Vampyrs zum eigenen Schutz und zum Schutz der Eigenen klare Grenzen zu ziehen, im Interesse von Diskretion, Gesundheit und Rechtssicherheit. Es ist im Interesse des Vampyrs Wert auf eine vertrauensvolle Beziehung zu Blutgebenden zu legen, geprägt von Ehrlichkeit und Offenheit. Es ist im Interesse des Vampyrs die Vermittlung einer praktischen vampyrischen Ethik und die Vermittlung zugehöriger Ressourcen innerhalb des eigenen Umfeldes, innerhalb der eigenen Möglichkeiten zu fördern. Eine Orthodoxe vampyrische Praxis basiert auf der Einvernehmlichkeit sämtlicher involvierter Parteien. Gewisse Praktiken stehen aus ethischen Gründen lediglich außerhalb des Orthodoxen Vampyrismus, wie etwa die Verwendung von Tierblut in der vampyrischen Praxis. Hingegen das Involvieren nicht-einvernehmlicher Parteien in vampyrischer Praxis, inklusive nicht-volljähriger Personen, steht im radikalen Widerspruch zum Orthodoxen Vampyrismus und kann niemals geduldet werden.

    Sanguinäres Primat oder Primat des Blutes:

    Hinter diesen Begriffen verbirgt sich nichts geringeres als unsere Position, dass in der größeren Vampyrgesellschaft, insbesondere in Angelegenheiten der Vampyrgesellschaft, die sanguniär lebende Vampyre direkt betreffen, den Stimmen sanguinär lebender Vampyre der Vorrang gebührt. Wir glauben, die größere Vampyrgesellschaft profitiert primär von den Anstrengungen sanguinär lebender Vampyre Strukturen zu schaffen, die sich an ihren, direkt aus der sanguinären Praxis resultierenden, Bedürfnissen orientieren. Dazu zählen wir eine natürliche Gewichtung auf die Schaffung und Instandhaltung einer Infrastruktur, die die sichere Ausübung sanguinärer Praxis für alle Beteiligten ermöglicht. Damit im direkten Zusammenhang stehen, um nur einige Punkte zu nennen: Diskretion nach Außen, den Schutz der Jugend im Inneren sowie die Verpflichtung zur Bereitschaft im Interesse der sicheren Ausübung sanguinärer Praxis ernsthaften Suchenden notwendige Informationen und Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Es ist nicht im Interesse sanguinär lebender Vampyre, die Richtung der Vampyrgesellschaft in die Hände derer zu geben, die dieses Maß an direkter Involviertheit nicht besitzen. Denn letztendlich sind es sanguinäre Vampyre und die Ihren, die aufgrund ihrer sanguinären Praxis entsprechenden realen Risiken ausgesetzt sind. Sauromatos erkennt das Primat des Blutes als gelebte und gewachsene Tradition an, die in den tatsächlichen Verhältnissen der deutschsprachigen Vampyrgesellschaft zum Ausdruck kommt. Verglichen mit der fragmentierten internationalen Vampyrgesellschaft, ist innerhalb der deutschsprachigen Vampyrgesellschaft ein Maß an gemeinsamer Ausrichtung vorhanden, die wir auf ein sanguinäres Primat zurückführen. Sauromatos steht ein für Erhalt und Schutz dieses Primates.

    Respekt vor Tradition und Kultur:

    Sauromatos begreift sich als lebendigen Teil einer weltumspannenden Vampyrkultur, und beansprucht für sich den Titel eines vampyrischen Haushaltes im Hinblick auf die wegweisende Rolle vampyrischer Häuser in der Entwicklung der Vampyrgesellschaft. Wir sehen in dieser Form vampyrischer Selbstorganisation einige der traditionsreichsten und bewahrungswertesten Elemente globaler Vampyrkultur unmittelbar verkörpert, für deren würdigen Erhalt wir einstehen. In unseren Augen gedeiht und fällt die Vampyrgesellschaft mit der Kultur, die sie umgibt. Daraus folgt unsere Forderung vampyrische Tradition und Kultur zu respektieren und lebendig zu halten. Wir respektieren unsere Älteren, die Zeit und Blut darauf verwendet haben die Vampyrgesellschaft zu gestalten. Wenn wir uns Vampyr nennen, tuen wir dies aus Respekt vor den Ursprüngen unserer Gesellschaft. Unsere Sprache, unser Auftreten, unsere Gebräuche, unser Ethos: all dies ist ein Erbe unserer subkulturellen Wurzeln.

    Copyright © 2019 Sauromatos.

    256 mal gelesen