Utopia, neue Show

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    • Utopia, neue Show

      Heute habe ich die Vorschau zu einer neuen Show gesehen, die sich Utopia nennt und 15 Kandidaten aus dem Nichts heraus irgendwo eine neue Gesellschaft aus dem Boden stampfen sollen. Was für technische Hilfsmittel oder ähnliches es gibt, weiß ich nicht, das wurde nicht gesagt, ist aber auch grade Nebensache. Ich frage mich dazu andere Dinge. Vergessen wir mal, das jede Kanditat ein Drehbuch und eine Charakterrolle aufs Auge gedrückt bekommen wird, damit der Zuschauer was zu sehen bekommt und gehen mal ganz stumpf und naiv davon aus, dass das tatsächlich echt wäre.

      Unter diesem Aspekt frage ich mich (und das gilt auch für neue Gesellschaften ohne, dass es eine TV-Show sein müsste), wie ein Mensch aus unserer Zivilisation eine neue Gesellschaft formen würde. Er ist in unserer Gesellschaft aufgewachsen und sozialisiert worden, er ist unsere Werte und Normen nicht nur gewohnt, er kennt auch keine anderen. Zwar hat er von Werten und Normen aus anderen Kulturen gehört und vielleicht auf Urlaubsreisen auch erlebt, oder im Zuge der Multikulturalität in eigener Nachbarschaft und auch mag man über das eigene Land und deren Politik meckern und motzen und immer sagen, wie man selbst es anders und/oder besser machen würde. Aber würde man das, hätte man die Möglichkeit? Steckt die Sozialisation jenes Landes nicht zu tief in den Knochen und dann kommt noch der niedere Instinkt dazu, in dem das Hochgefühl von Macht steckt, wenn man die mal geschmeckt hat und reiner Altruismus ist meiner Meinung nach ein Hirngespinst, jeder tut alles, was er macht, aus irgendwelchen Gründen. Wie realistisch kann es also sein, eine neue Gesellschaft aus dem Boden zu stampfen, die besser ist als die, die wir kennen, oder kann es Entwicklungen zu einer anderen staatliche Form geben, die die Historie bereits kennt, Monarchie, Diktatur, Oligarchie? Es mag auch noch darauf ankommen, was das gesetzte Ziel der Gesellschaftsform ist und wie viel Ahnung derjenige von der Materie hat, die er anstrebt, dazu kommen die unterschiedlichen Einstellungen und Emotionen, Zufriedenheiten und Unzufriedenheiten. Wer sollte das Sagen haben und warum, warum nicht der andere, der Ahnung davon hat... Kann das klappen oder wird das wohl eine Dystropie?

      Ich werde mir diese Show übrigens nicht ansehen, einfach weil eine Show ist und die Leute dort Drehbücher bekommen werden. Völliger Quatsch, dem Zuschauer da ein neues Gesellschaftssystem aufquatschen zu wollen.
    • Solche Sendungen gibt es leider genug auf RTL 2 ^^.

      Spaß beiseite, solche Sendungen sind natürlich totaler Mist. Es soll den Zuschauern das Gefühl geben das wir besser sind als andere, was eben einfach Quatsch ist. So etwas ist halt Niveaulose Unterhaltung, jeder gesunde Mensch weis das auch.

      Bloodmoon
    • Also, ich bin mir nicht so ganz sicher, ob ich das Konzept der Serie vollkommen verstehe-
      wenn ich es richtig verstehe, dann ist es doch im Grunde genommen nicht wirklich was Anderes, als das "Assi-TV", was nachmittags auf RTL zu bestaunen ist, oder?
      In dem Falle denke ich, dass diese Serie genauso schrecklich und schlecht gemacht sein wird, wie alle anderen Serien dieser Art auch.
      Und die Moral von der Geschicht':
      "Tote Leiber bluten nicht!"
      ...Wo Blut, da Leben.
    • 15 Personen sind zwar keine Gesellschaft, aber doch kann man fernab der Basis einer zweifelhaften Tv-Produktion über die Bildung von rudimentären Strukturen spekulieren -es bleibt ein recht interessantes Thema.
      Wie es sich in meinen Augen fast immer entwickelt: Machtstrukturen etablieren sich immer, entweder aufgrund von Gewalt oder aufgrund anderer Abhängigkeiten, und diejenigen, die sich an die Struktur der Macht anpassen und "nach den Regeln spielen" werden Teil der Machtdynamik und gestalten die Struktur auf irgendeine Weise mit, sei es durch affirmative Passivität, durch subtile oder offene Partizipation, durch subtile oder offene Konspiration... oder durch aktive Revolution.
      Die jeweilige Macht hinter der Gestaltung entscheidet über ihren Erfolg oder ihr Ende.
      In wie weit dieses primitive Modell mit der Sozialisierung der Personen zuammenhängt sei mal dahingestellt.
      Letztendlich wird eine Gesellschaftstruktur durch Gewalt geformt und ich als Kind meiner Zeit und als Produkt der menschlichen Zivilisation sehe keine ernstzunehmenden Alternativen.
      Utopia ist nicht zu Unrecht ein "Nicht-Ort".
      -M.
    • Mikhail schrieb:

      15 Personen sind zwar keine Gesellschaft, aber doch kann man fernab der Basis einer zweifelhaften Tv-Produktion über die Bildung von rudimentären Strukturen spekulieren -es bleibt ein recht interessantes Thema.
      Wie es sich in meinen Augen fast immer entwickelt: Machtstrukturen etablieren sich immer, entweder aufgrund von Gewalt oder aufgrund anderer Abhängigkeiten, und diejenigen, die sich an die Struktur der Macht anpassen und "nach den Regeln spielen" werden Teil der Machtdynamik und gestalten die Struktur auf irgendeine Weise mit, sei es durch affirmative Passivität, durch subtile oder offene Partizipation, durch subtile oder offene Konspiration... oder durch aktive Revolution.
      Die jeweilige Macht hinter der Gestaltung entscheidet über ihren Erfolg oder ihr Ende.
      In wie weit dieses primitive Modell mit der Sozialisierung der Personen zuammenhängt sei mal dahingestellt.
      Letztendlich wird eine Gesellschaftstruktur durch Gewalt geformt und ich als Kind meiner Zeit und als Produkt der menschlichen Zivilisation sehe keine ernstzunehmenden Alternativen.
      Utopia ist nicht zu Unrecht ein "Nicht-Ort".
      -M.
      Bist du sicher? -Könnte man nicht an einem abscheidenen Ort,ohne weitere Gruppen ein friedliches Miteinander gestalten?
    • Nein, kann man nicht, zumindest nicht mit Bewohnern der und bekannten westlichen Welt und wohl auch kaum mehr in der östlichen. Der Mensch ist ein Herdentier, das auf der einen Seite einem Machtgefüge folgt und einen gibt es immer, der der Anführer ist, egal ob von den anderen dazu erhoben oder durch sich selbst eingesetzt und zum anderen es auf Gedeih und Verderb nicht haben kann, wenn man ihm Vorschriften macht und ihn damit einschränkt. Das, was bei Naturvölkern funktioniert, funktioniert nicht unbedingt bei Leuten, die aus der hiesigen Gesellschaft herausgenommen und (experimentell oder aus sonstigen Gründen) an einen abgeschiedenen Ort gebracht werden. Zum einen ist da die westliche Determination vor, zum anderen der Wunsch nach Macht und Mehr. Und ich unterstelle sogar Naturvölkern solche Denkweisen, wenn zum Beispiel der Cousin vom Häuptlingssohn es nicht verträgt, dass er nicht der nächste Stammeskopf wird, aus welchen Gründen auch immer. Der Gedanke mag auch sehr westlich angehaucht sein und muss nicht in der Realiät greifen, aber dadurch, das der Mensch ein Bewusstsein hat, das es ihm ermöglicht, Ding und sich selbst zu reflektieren, ist es ihm möglich, in missgünstigen Bahnen zu denken. Respektive gibt es Faktoren, die ihn dazu bringen können, wie, dass er unzufrieden mit der Herrscherstruktur ist, da es ihm schlecht geht (z.B. die Rationierung der Nahrungsmittel an jenem abgeschiedenen Ort und/oder Neid auf den Anführer, weil es ihm scheinbar besser geht als den anderen) und er sich seiner Natur gemäßg dagegen aufzulehnen beginnt.

      Ich habe übrigens beim Durchschalten im TV ausschnittsweise mal reingeschaltet und es war völliger Mist. Zusammenhalt scheiterte schon daran, ob die einzige Kuh geschlachtet werden soll, weil die Leute Hunger geschoben haben und kein Geld hatten, um was zu kaufen.... also ganz so utopisch war es dann auch wieder nicht. Mehr so ein Bauernhof, den sie aufgebaut haben und dann auch noch Waren verkauft (was, außer Milch...??) und davon Lebensmittel kaufen sollten und so Kram. Sehr utopisch.
    • DeusInvoluntas schrieb:

      Bist du sicher? -Könnte man nicht an einem abscheidenen Ort,ohne weitere Gruppen ein friedliches Miteinander gestalten?

      Es liegt in der Natur des Menschen, nach Macht zu streben. Das Streben nach Macht, führt unweigerlich zu Streit, Kämpfen, ja sogar Krieg. definiert wird diese Macht durch Besitz und die Menschen, die einem einzelnen Gefolgschaft leisten.
      Dieses Verhalten gibt es bei jedem Menschen, auch bei den Indianervölkern im Dschungel oder sonstwo. Dieses Verhalten gab es auch schon vor der Zeit des heutigen Menschen, wie wir ihn kennen. Das heißt, auch ohne angelernte Sitten und Bräuche, soziale Normen und die ganze Palette an gesellschaftlichen Bestimmungen, in egal welchem Volk, an egal welchem Ort, gäbe es nie ein wirklich und vollkommen friedliches Zusammenleben.
      Hab keine Angst vor Narben.
      Sie zeigen nur, dass du stärker als das bist, das dich verletzen wollte.
    • Night Angel schrieb:

      DeusInvoluntas schrieb:

      Bist du sicher? -Könnte man nicht an einem abscheidenen Ort,ohne weitere Gruppen ein friedliches Miteinander gestalten?
      Es liegt in der Natur des Menschen, nach Macht zu streben. Das Streben nach Macht, führt unweigerlich zu Streit, Kämpfen, ja sogar Krieg. definiert wird diese Macht durch Besitz und die Menschen, die einem einzelnen Gefolgschaft leisten.
      Dieses Verhalten gibt es bei jedem Menschen, auch bei den Indianervölkern im Dschungel oder sonstwo. Dieses Verhalten gab es auch schon vor der Zeit des heutigen Menschen, wie wir ihn kennen. Das heißt, auch ohne angelernte Sitten und Bräuche, soziale Normen und die ganze Palette an gesellschaftlichen Bestimmungen, in egal welchem Volk, an egal welchem Ort, gäbe es nie ein wirklich und vollkommen friedliches Zusammenleben.
      Kriege,Konflikte,werden eigentlich alle durch eine Eigentumsdenkweise hervorgracht. NICHTS außer deinem körper gehört dir,und selbst der nur temporär.
      >Es kann funktioniern,nur würde man sich gegen Jene welche dieses Idyll nicht verständen zur Wehr setzen müssen.
      -Was heist dass es sehr wohl so kommen kann,und selbst wenn ein Krieg eintritt,dann ein Verteidigungskrieg.
    • DeusInvoluntas schrieb:

      Kriege,Konflikte,werden eigentlich alle durch eine Eigentumsdenkweise hervorgracht. NICHTS außer deinem körper gehört dir,und selbst der nur temporär.
      >Es kann funktioniern,nur würde man sich gegen Jene welche dieses Idyll nicht verständen zur Wehr setzen müssen.
      -Was heist dass es sehr wohl so kommen kann,und selbst wenn ein Krieg eintritt,dann ein Verteidigungskrieg.
      Ja natürlich, Streitereien entstehen aus der Eigentumsdenkweise, das habe ich doch gesagt(siehe Macht definiert durch Besitz), aber einer würde wieder beginnen, zum Beispiel ein bisschen Nahrung heimlich für sich zu verstecken und somit seinen Anspruch darauf anmelden, wenn auch, vorerst nur heimlich. Dann würde das vielleicht irgendwann wer entdecken und schon schlagen sie sich die Köpfe ein.

      Am Anfang haben sie vielleicht nichts, aber nach und nach erarbeiten sie sich etwas, dann haben sie was und dann kann man auch plötzlich wieder etwas besitzen...
      Hab keine Angst vor Narben.
      Sie zeigen nur, dass du stärker als das bist, das dich verletzen wollte.
    • Night Angel schrieb:

      DeusInvoluntas schrieb:

      Kriege,Konflikte,werden eigentlich alle durch eine Eigentumsdenkweise hervorgracht. NICHTS außer deinem körper gehört dir,und selbst der nur temporär.
      >Es kann funktioniern,nur würde man sich gegen Jene welche dieses Idyll nicht verständen zur Wehr setzen müssen.
      -Was heist dass es sehr wohl so kommen kann,und selbst wenn ein Krieg eintritt,dann ein Verteidigungskrieg.
      Ja natürlich, Streitereien entstehen aus der Eigentumsdenkweise, das habe ich doch gesagt(siehe Macht definiert durch Besitz), aber einer würde wieder beginnen, zum Beispiel ein bisschen Nahrung heimlich für sich zu verstecken und somit seinen Anspruch darauf anmelden, wenn auch, vorerst nur heimlich. Dann würde das vielleicht irgendwann wer entdecken und schon schlagen sie sich die Köpfe ein.
      Am Anfang haben sie vielleicht nichts, aber nach und nach erarbeiten sie sich etwas, dann haben sie was und dann kann man auch plötzlich wieder etwas besitzen...
      Sie erarbeiten sich ncihts,sie schaffen etwas für alle.
    • DeusInvoluntas schrieb:

      Sie erarbeiten sich ncihts,sie schaffen etwas für alle.
      Ja, sie schaffen was für alle. Aber Mensch, bleibt Mensch. Und dann nimmt jemand etwas von dem, was für alle gedacht war und beansprucht es nur für sich. Das passiert unweigerlich, weil das eine menschliche Verhaltensweise ist. Und dann reagieren die anderen darauf.
      Hab keine Angst vor Narben.
      Sie zeigen nur, dass du stärker als das bist, das dich verletzen wollte.
    • Night Angel schrieb:

      DeusInvoluntas schrieb:

      Sie erarbeiten sich ncihts,sie schaffen etwas für alle.
      Ja, sie schaffen was für alle. Aber Mensch, bleibt Mensch. Und dann nimmt jemand etwas von dem, was für alle gedacht war und beansprucht es nur für sich. Das passiert unweigerlich, weil das eine menschliche Verhaltensweise ist. Und dann reagieren die anderen darauf.
      Man kann Gier im keim ersticken,wenn man noch nicht einmal ahnt,dass es auch leider diesen Weg gibt. >Stelle dir doch einmal vor,du wärest ohne jedes böses erzogen worden,dann möchtest du auch nur gut sein,und das gute bewahren. >>siehe den typen welchen arnold spielt in TWINS
    • DeusInvoluntas schrieb:

      Man kann Gier im keim ersticken,wenn man noch nicht einmal ahnt,dass es auch leider diesen Weg gibt. >Stelle dir doch einmal vor,du wärest ohne jedes böses erzogen worden,dann möchtest du auch nur gut sein,und das gute bewahren. >>siehe den typen welchen arnold spielt in TWINS
      Du gehst also nicht davon aus, dass es in der Natur des Menschen liegt, nach macht zu streben?

      DeusInvoluntas schrieb:

      Die einzigen welchen es dort schwerfallen würde,wären die gründer,doch schon deren kinder wären um einiges reiner als sie selbst
      Die Gründer würden es nicht schaffen, sich anders zu verhalten, es ist in sie eingebrannt. Die Kinder würden es dann von ihren Eltern abschauen und tada, hätten wir eine weitere Generation, gleich der ersten. Vielleicht würden sogar ein Stück weit die Verhaltensweisen der Eltern weitervererbt werden.
      Hab keine Angst vor Narben.
      Sie zeigen nur, dass du stärker als das bist, das dich verletzen wollte.
    • Night Angel schrieb:

      DeusInvoluntas schrieb:

      Man kann Gier im keim ersticken,wenn man noch nicht einmal ahnt,dass es auch leider diesen Weg gibt. >Stelle dir doch einmal vor,du wärest ohne jedes böses erzogen worden,dann möchtest du auch nur gut sein,und das gute bewahren. >>siehe den typen welchen arnold spielt in TWINS
      Du gehst also nicht davon aus, dass es in der Natur des Menschen liegt, nach macht zu streben?

      DeusInvoluntas schrieb:

      Die einzigen welchen es dort schwerfallen würde,wären die gründer,doch schon deren kinder wären um einiges reiner als sie selbst
      Die Gründer würden es nicht schaffen, sich anders zu verhalten, es ist in sie eingebrannt. Die Kinder würden es dann von ihren Eltern abschauen und tada, hätten wir eine weitere Generation, gleich der ersten. Vielleicht würden sogar ein Stück weit die Verhaltensweisen der Eltern weitervererbt werden.
      1. Menschen sind lern fähig.
      2. Ich hasse solche Aufzählungen wie die Pest.
      3.Wenn es in unserer Natur läge,dann würden wir es nciht spüren.
      4. uwaaaaahrrrrch... =_= zZz müde...
    • Natürlich sind Menschen lernfähig. Aber dennoch, nicht jeder Mensch ist gleich. Was, wenn einer mal aus der Reihe tanzen und ihm das gefallen würde. Besser gefallen, als der immerwährende Frieden? Könnte das friedliche Zusammenleben dann nicht erschüttert werden? Ich halte es nicht für unmöglich, dass dies passieren könnte.
      Hab keine Angst vor Narben.
      Sie zeigen nur, dass du stärker als das bist, das dich verletzen wollte.