Engel

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    • Wie es zum Vampir den RealVampyr gibt gibt es vieleicht auch zum Engel ein Reales Pendant, ich frage mich wie eine Solche gestallt aussehen würde, also welche Eingenschaften würde dieses Wesen haben ? Und welche Vorbilder könnte es dafür geben ? in meinen Streifzügen durch das Netz. vor etlichen jahren, bin ich auf Personen gestoßen die sich selbst als solche wesen sehen, ich frage mich nun was an der sache dran.
    • Ich glaube es gibt auf jeden Fall Engel. Wenn ich daran denke kommen mir auf einen Schlag tausende Gedanken in den Kopf.
      Zuerst stelle ich mir die Frage, woher kommen sie? Ist das Ansichtssache? Kann doch eigentlich nicht sein.
      Muss man an Gott glauben um an Engel zu glauben? Werden sie vom Himmel gesandt, wenn man sie wirklich braucht? Ich würde es nicht ausschließen, mag mich aber auch nicht darauf festlegen. Gibt es nur gute Engel? Das glaube ich nicht.
      Ich verbinde Engel sehr stark mit Geistern. Ich vermute nicht, dass sie von Gott kommen. Ich glaube nicht, dass sie vom Hibbel kommen, denn ich glaube nicht an Himmel und Hölle. Wie gesagt, schließe ich das aber auch nicht aus. Ich glaube an die Wiedergeburt, was den Himmel ausschließt, andererseits bin ich Christlich erzogen worden, was ein wenig Einfluss auf mein Denken nimmt und mich in 2 Richtungen denken lässt.
      Engel können meiner Meinung nach jede Gestalt annehmen, sie können dauerhaft in dieser Gestalt sein, oder umherwandern.
      Beschränkt man sich jetzt erstmal auf die guten Engel. Sie können in einer Art Geistergestalt auftreten, was man also zwangsläufig nicht sieht, oder nicht in Menschlicher Gestalt sieht. Sie können im Menschen sein, im Tier und auch in Pflanzen.
      Ich glaube das, weil jeder Mensch andere Bedrüfnisse hat, jeder Bevorzugt etwas anderes, je auch nach Stimmung.
      Sie kommen genau dann, wenn man sie wirklich braucht.
      Als Kind u11 habe ich meine Erste Erfahrung mit einem Engel gemacht. Vielleicht..
      Es war eine nicht Sichtbare Gestalt, lediglich gehört habe ich sie. Sie hat mich auf meinen Wegen geschützt und mir ein gutes Gefühl gegeben.
      Ich war allein und wurde gemobbt. Habe ich mir diesen Schutzengel da nur eingebildet? Vielleicht. Vielleicht ist das aber auch genau das, was Enge ausmacht. Würden wir wissen, dass es Engel gibt, dann würden wir sie vielleicht für jeden Unwichtigen Mist gebrauchen wollen. Der Zauber ginge verloren. Ich denke, solange da etwas ist, was einem ein gutes Gefühl gibt, ist es völlig egal was es denn nun ist. Ich glaube bis heute daran, dass es ein Schutzengel war. Er gab mir das Gefühl allem Trotzen zu können, alles prallte an mir ab. Ich fühlte mich sicher.
      Meine nächste, nur Kurze Begegnung war vor 2 Jahren. Meine Katze war gestorben. Auch da, war ich allein. Die Katze, so komisch das jetzt klingen mag war alles für mich. Ich wäre am liebsten gleich hinterher gegangen. Aber das hätte mich höchstwarscheinlich auch nicht zu ihr gebracht.
      Warum ich da an das Zutun eines Engels glaube? Am 20.2.2012 brachte ich meine Katze schweren Herzens zum Kastrationstermin. Sie war bereits fast 2 Jahre alt und es wurde einfach Zeit. Mir viel das unheimlich schwer. Einige Stunden Später holte ich sie ab. Sie war überhaupt nicht gut zurecht. Für den OP-Tag war das aber noch im Bereich des normalen. Einen Tag später, am 21. war sie noch immer sehr schwach. Nicht gefressen, nicht getunken. Ich brachte sie zur Ärztin. Sie wurde versorgt und ich nahm sie wieder mit. Zu Hause tritt keine Besserung ein. Am späten Abend bin ich zur Ärztin nach Hause gefahren. Sie nahm meine Katze auf. Am 22. Abends um 19 uhr bekam ich auf der Arbeit einen Anruf. Meine Kollegin gab mir das Telefon und ich erfuhr, dass meine Katze gestorben war. Ich hatte von da an Kontakt mit einem Bestatter und rgelte den Verbleib der Hülle meiner Katze. Am 25. war ich so fertig. Die Wohnung war unglaublich leer. Ich fuhr zu einer Tierhilfe, mitder ich bis dahin nicht in Kontakt stand. Sie hatten da eine Katze, aber sie ließ niemanden an sich ran. Sie hat nicht gefressen und nur wild um sich gekratzt. Ich dachte, schön, die kleine Herrausforderung wird mich ablenken. Ich ging also in ihr Zimmer und was war? Sie kam aus ihrem Versteck, legte sich in einer Hängematte hin, kugelte sich hin und her, verblieb auf dem Rücken und ließ sich den Bauch streicheln. Keine Spur von Kratzbürste. Ich holte Informationen über diese Katze ein. Was kurrios war, genau diese Katze, ausgerechnet die, bei der ich in meiner Trauer gelandet bin wurde am 20. Kastriert. Es kam mir vor wie eine zweite Chance. Ich glaube nicht, dass der Geist meiner Katze in diese Katze ging. Ich glaube das ein Engel mir diese zweite Chance gab. Entgegen der üblichen Regeln durfte ich sie sofort mit nach Hause nehmen. Und sie hat sich so sehr bemüht. Ich konnte sie nicht annehmen. Habe sie einfach nur versorgt, aber nicht lieben können, nicht wollen. Ich fühlte mich so schuldig. Aber diese Katze hat eine, wie man so schön sagt, Engelsgeduld mit mir. Ich brachte ihr ein gutes Halbes Jahr keine Liebe entgegen. Aber ich war froh, die Wohnung war nicht mehr leer.
      Immer wieder kam sie genau dann, wenn ich wieder so traurig war.
      Das ist jetzt schon eine ganze Weile her, doch ich glaube das dieser Engel, wenn denn einer da war, jetzt nicht mehr da ist.
      Sie kommt nicht wenn ich traurig bin, sie kommt, wie jede Katze, wenn sie Lust hat. :D

      Nun zu dem, ob es auch böse Engel gibt. Vielleicht? Sind es Schwerverbrecher? Kinderschänder? Sind sie in keiner Hülle und bringen Pech?
      Ich weiß es nicht und für die Verbrecher wäre es mir eine zu einfache Erklärung. Aber ausschließen kann man es wohl auch hier nicht.
      Aber eine Hand voll unerklärlichen Pechs hat wohl jeder schonmal gehabt. Stecken Engel dahinter? Vielleicht kommt es uns nur böse vor, vielleicht ist es aber auch gut gemeint um uns auf den Boden zurück zu holen.

      Man selbst kann sicher auch wissen, wenn man ein Engel ist, warum nicht. Aber eine genaue Vorstellung davon habe ich nicht. Ich vermute häufiger ist die Variante, dass sie einfach gut tun und auftauschen wo es gebraucht wird, ohne das je selbst zu hinterfragen. Letztenendes müsste man einen Engel fragen um das zu erfahren.

      Alles in allem ist es ein Zusammenspiel von Magie und Unwissen, die uns in schweren Zeiten an das Licht glauben lassen. Ob und wann Engel dahinter stecken überlassen wir unserem Glauben. Das Ergebnis zählt. ;)

      Sorry das es jetzt viel, vielleicht auch unwichtiges geworden ist. Manche Themen verleiten dazu von Hölzchen auf Stöckchen zu kommen. :) und trotzdem hat man vermutlich die hälfte vergessen. :D
    • Die Person die ich kennen gelernt hatte meinte ein Engel sei in ihr, und seid er da ist so müsse sie ab und an das tun was er eben wolle, dieser Engel hat dann durch sie dem Einen oder Anderen geholfen, aber wenn der engel selbst gesprochen hat war er furchtbar eitel, sie hat sich oft für ihn entschuldigt, konnte sie sich oft nicht erinnern was er getan hat, und er sagte das die menschen ihn doch nicht verstehen, seine hilfe kommt in der art und weise das sie keinen weg vorgiebt also der einzelne immernoch entscheiden muss was er tut.


      Deine Katze könnte damals auch von einem Engel besetzt gewesen sein. :)

      @Melancholie
      Man kann nie alles schreiben :) aber Es ist doch eine Schöne geschichte :) Und sie hat hier ihren Platz gefunden
    • Das deckt sich in etwa mit dem woran ich glaube. Interessant wäre es noch zu wissen, ob dieser Engel nun für immer bei ihr bleibt (was Sie ja wahrscheinlich noch nicht wissen kann) oder ob der Engel nur kurz bleibt. Bis das Umfeld ihn nicht mehr braucht oder der Mensch ihn nicht mehr zufrieden stellt. Das wäre für mich denkbar. Vielleicht bleibt der Engel aber auch in diesem Körper und passt sich an den Verlauf des Lebens dieser Person an.
    • Solche Phänomene sehe ich primär im Zusammenhang mit (oft jugendlichen) Machtphantasien aufgrund von empfundener Ohnmacht und Isolation. Auch die Beschäftigung mit Okkultem kann dazu beitragen. Es ist in vielen modernen Traditionen übliche Praxis mit dem persönlichem "Engel", "Schutzengel", dem "höherem Selbst", dem "Über-Ich" zu kommunizieren auf dem Weg der Integration dieses Archetypus. Dabei kann es durchaus zu einer starken Identifikation kommen. Da okkulte Praxis als Sichtbarmachung verborgener Prozesse des persönlichen Wachstums gesehen werden kann, kann dieser Prozess der Integration mehr oder weniger bewusst ablaufen... es benötigt im Fall also kein Ritual im klassischen Sinne.
      Alles im Allen ist die intensive Beschäftigung und Identifikation mit Engeln in den meisten Fällen wohl eine zugegeben unorthodoxe aber harmlose Variante der Persönlichkeitsbildung, eine temporäre Phase der Entwicklung mit der Möglichkeit der Regression.
      Erfahrungsgemäß kommt immer der Punkt an dem die Engel schweigen.

      "And the rain sets in
      It's the angel-man
      I'm deranged"
      -M.
    • @Mikael

      Regression klingt in diesem Zusammenhang ganz schön Negativ, wie das aufgeben des eigenen Potenzials.

      @Melancholie
      Ich denke Der/Die Engel bleiben, Treten aber Zeitweise in den Hintergrund, sind aber Selten soweit wech das sie Nicht mehr beobachten, wenngleich sie durchaus eine Zeit mal die Kontrolle über andere Dinge und Tiere übernehmen können, Ich denke damit ein Engel dauerhaft geht, und sich nicht nur für den Moment zurückzieht braucht es schon gewalt, normalerweise bleiben sie.
    • Ein Engel ist ja bekanntlich das Synonym für etwas, was uns gut tut, ein Wesen, dass uns Glück bringt und uns in manch einer Situation vor dem "Bösen & Unschönen" rettet. Ich glaube, dass der Engel keine festgesetzte Gestalt hat, ich kann ihn in meinen Gedanken nicht konkret personifizieren. Für Jeden von uns ist ein "Engel" etwas anderes, für die einen ist es eine bestimmte Person, für andere vielleicht ein Gegenstand, eine Art Glücksbringer, in dem der "Engel" hausiert und für den anderen Teil ist der Engel nicht greifbar. Oder ein Schatten, der einen auf Schritt und Tritt verfolgt, was z.B. meine Vorstellung vom Engel ist. Manchmal habe ich das Gefühl, dass mir etwas im Nacken sitzt, vorallem an Tagen, an denen es um meine psychische Beständigkeit nicht gut steht. In solchen Situationen fühle ich mich dann auch schlecht, und trotzdem weiß ich, dass ich nicht alleine bin.

      Genau wie Melancholie vermute ich, dass Engel keine "Abgesandte" von Gott oder einem anderen höhergestellten Wesen sind und trotzdem kann es Niemand ganz genau sagen. Sie sind etwas, das weder physisch noch verbal zu fassen ist.
    • Ein Engel (griechisch Ἄγγελος, „Bote“) ist in erster Linie ein Bote, ein Vermittler zwischen den Welten. Die Angelologie ist Teil der Theologie und der Engelsbegriff ist so klar definiert.
      Engel sind Emanationen und Manifestationen eines wie auch immer gearteten höheren Willens, keine aus-sich-heraus eigenständige Wesen.
      Darüber herrscht in den meisten Traditionen Einigkeit.
      Ohne diese Definition kann in der Tat alles und jeder ein Engel sein, doch dadurch verliert der Begriff jede Bedeutung.
    • Im Prinzip gebe ich dir schon Recht Mikhail. Aber wenn wir nun einmal bei der christlichen Theologie bleiben - was m.E. die Basis des westeuropäischen Glaubens an Engel darstellt - ist es eben nicht nur eine Verkörperung guter Eigenschaften.
      Man mag ja daran Zweifeln, dass z.B. Johannes auf seiner Insel nicht so ganz bei Sinnen war, als er die Offenbarung geschrieben hat. Aber deutlich wird dabei der Konsens, dass Engel nicht menschlich sind, in einer starren Hierarchie leben, welche in Gott gipfelt und damit in einer unmittelbaren Abhängigkeit existieren und eben nicht "gut" im wertend-christlichen Kanon sind. Im Gegenteil sind die Engel die, die Posaunen blasen und außer 144 000 Menschen, die das Siegel tragen den Rest der Menschheit mit Plagen, Winden, Seuchen, Bränden etc. hinrichten. Zeichnet kein sonderlich positives Bild.
      Hinzu kommt aber, dass annähernd das komplette Neue Testament die Existenz von Engeln kategorisch totschweigt - Wer den guten Hollywood-Streifen Glauben schenkt und der Auffassung ist, dass sich das Christentum ausschließlich mit dem Kampf zwischen Gott und Satan, Dämonen und Engel befasst, wird bei der Lektüre des NTs fürchterlich enttäuscht sein.
      M.E. ist also das Charakteristikum des guten Engels eine kulturelle Entwicklung, die aus Unsicherheit, Orientierungslosigkeit und Wunsch nach allumfassenden Schutz in Kombination mit dem Christentum entstanden ist - Wobei die Existenz des Engels auf die Zugehörigkeit eines guten Gottes reduziert wurde: Eine einfache Kausalkette ergab sich.
      Wer also glaubt ein Engel zu sein/Einen in sich zu haben, ist möglicherweise in einem psychischen Entwicklungsprozess (vgl. Mikhails Beitrag), hat eine daraus entwickelte Krankheit oder es handelt sich um eine gewisse Extremform der Selbstdarstellung - was man aber wohl keinem Bereich so ganz absprechen kann.
      Oder ich liege vollkommen falsch, es gibt Engel und.. Strafe Gottes. You know. ;)
    • Ganz richtig. Die Frage des freien Willens in der Angelologie ist religionsübergreifend eigentlich sehr klar. Er ist begrenzt bis nicht vorhanden. Und ohne die Kapazität des freien Willens kann man nicht von Gut und Böse im menschlich moralischen Sinne reden. So gilt der Teufel als Engel im Islam nicht als freier unabhängiger Agent, denn dies würde die Allmacht Gottes negieren. Alles Gute und Schlechte kommt aus einer Quelle. Weiterführend ist das Problem der Theodizee auf den Islam nicht wirklich anwendbar, da eindeutig gelöst.
      Um von der göttlichen Hierarchie wieder zur nüchternen Realität zu kommen... Diese Befreiung von persönlicher Verantwortung als Mensch und von der Last der Entscheidung innerhalb einer starren Befehlskette hat eine gewisse Attraktivität gerade für labile Gemüter. Man kann durchaus Parallelen zu anderen Vehikeln von Machtkomplexen ziehen.
      Ohne zu werten, bewegt man sich in einschlägigen Kreisen, darf man zu recht misstrauisch im Umgang mit "Engeln" sein... gerade in der Form von jungen männlichen orientierungslosen Heranwachsenden. In meiner Vergangenheit habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich eine intensive und nüchterne Untersuchung des individuellen Falles immer lohnt, gerade wenn man sich mit dem "Nicht-menschlichen" beschäftigt.
      Wo Licht ist, ist auch Schatten,
      -M.
    • Wir hier sprechen über realvampyrismus über vampire , Theriatrophe warum sollte in diesem Gemisch aus kuriositäten nicht auch ein Engel dabei sein ? Ich habe mir mal das ganze Thema hier von oben bis unten durchgelesen. Da liest man immer wieder so Sätze "Flucht aus der Wirklichkeit" aber sind wir wirklich so vermessen zu wissen was wirklich ist? Realität bestimmt der Fokus nicht die Gesellschaft. Eine Nonne geht ins Kloster. Lebt da , arbeitet da und hält sich grösstenteils aus dem Gesellschaftlichen geflecht raus. Ausser wenn sie vielleicht irgendwelche Öffentlichkeitsarbeit betreibt. Ist das Realitätsfern oder nur eine andere Sicht auf die Realität? Realität ist das Perfekte Gebilde aus allem was ist . Würde man einen Geometrischen Körper suchen der Genauso perfekt sein müsste müssten wir die Kugel ranziehen. Stellt man sich nun an ein Ende der Kugel sieht man nur seinen Teil der Wirklichkeit. Wenn man wissen will wie die Realität wirklich aussieht muss man auch auf andere hören und sie nicht als Realitätsfern abtun. Engel whynot ? Man sieht ja nur seinen Teil</iframe>
    • Ich bemühe mich nur eine möglichst transportierbare Perspektive auf diverse Sachverhalte geben zu können, die mit einer konventionellem Weltanschauung kompatibel bzw. darauf ausgerichtet ist. Den Glauben, auch meinen persönlichen, versuche ich da außen vor zu lassen. Es ist durchaus Raum für das Mysterium da, und ich habe keine Absicht diesen anzugreifen, doch ändert das nichts an der Tatsache, dass sich viele Phänomene konventionell erklären lassen. Je größer die Spähre des Glaubens ist, desto realer sind die Gefahren von tragischen Irrwegen, von Isolation und von Missbrauch. Dem will ich ein wenig entgegenwirken.
      -M.
    • @Mikhail: Stimmt. Wobei es ja nun in der Theologie des Christentums nun bereits Theorienrichtungen gibt, die ebenso das "Böse" als Produkt des Gottes ansehen - bzw. auch als notwendige Reproduktion des "Guten". Aber das führt nun zu weit.

      @Drakan:
      Zunächst sollte man differenzieren zwischen dem oben angeführten Glauben an nicht-menschlichen, übersinnlichen Engeln, die sich manifestieren und zwischen einem rein menschlichen Selbstdarstellungsakt, der darauf abzielt sich mit einer solchen Wesenheit zu identifizieren. Letzteres mag es sicherlich geben.
      Ansonsten:
      Du argumentierst wie folgt: Nur weil wir nicht mit Sicherheit Realität, Wirklichkeit bzw. Wahrheit identifizieren können, lassen sich auch Alternativrealitäten annehmen.
      Ich stimme zu, dass es keine sichere Wahrheit, keine objektiv erkennbare Realität gibt. Aber dies ist keine hinreichende Begründung alles beliebige als real/wahr zu erklären. Sonst ließe sich diese Prämisse auch dafür missbrauchen für die Existenz des unsichtbaren, rosa Einhorns oder der nicht-Existenz von Bielefeld zu argumentieren.
      De facto: Nur weil wir unserer Wahrnehmung und unserem Wissen durch Dritte nicht immer vollständig vertrauen können, ist dies keine Rechtfertigung eine andere, noch unsicherere Wahrheit als wahr zu erklären.

      Das heißt nicht, dass alles Metaphysische abzustreiten wäre, sondern nur, dass man ihr stets mit einer gesunden Portion Reflexionsvermögen gegenübertritt.
    • Mag sein das dieses Ansicht veraltet sicher ist aber ich bin immer noch ein verfechter von beweis und gegenbeweis. Sicherlich muss es für jede Behauptung einen Beweis geben das diese Stimmt oder ein Indiz aber genauso ist es umgedreht für jedes dementi muss es ebenso einen Beweis geben. Hält man eine Tomate in Blaues Licht ist sie Schwarz nicht mehr Rot also gibt es die Farbe rot nicht ?</iframe>
    • Da war doch was, da war doch eine Mizekatze?

      Ist es nicht erstaunlich was das Gehirn alles produzieren kann? Ich meine, es ist das, scheinbar, einzige Ding das sich selbst einen Namen gibt und als Gehirn definiert. Wer hat dem Gehirn gesagt, dass es Gehirn heißt? Ist ja fasst wie mit dieser kleinen Elektrozitrone, wie hieß das Ding noch gleich? Der alte Mann ist etwas schwergängig, wartet - Pikachu? Richtig, so hieß der Klumpen. Gäbe es Engel, hätte die Nahrungsindustrie ein Produkt mehr, vom Begriff so etwas wie menschlicher Broiler. Ja ehrlich, es wäre endlich ein Hybrid in der Gesellschaft angekommen, halb Huhn halb Mensch, Veganer und Vegetarier hätten endlich ihre Gerechtigkeit gefunden, alles super.

      Wie viele von euch, haben einen sterbenden Menschen in die Augen geblickt? Wie viele haben den Tod am eigenen Leib erfahren oder bei denen die einen durch die Finger geglitten sind? Wie viele sind einem Engel begegnet der einen sagte, dass alles Gut und Richtig ist? Wo ist Gott in dieser Welt, in der Extremisten in dessen Namen Sexsklavinen, laut Medienberichte, halten und Menschen die Schädel abschrauben um einen Blumentopf daraus zu machen?

      Ist es nicht oft so, dass man sich die Dinge wünscht, die nicht da sind, weil sie nicht da sind? Fragen über Fragen.
    • @Distanzobjekt
      Die Antwort ist sehr einfach und löscht alle sich eventuell aufwerfenden Fragen schon im Keim Auf,es gibt Engel als Objekte der Gedanken damit wäre schon alles Gesagt.
    • Ein Engel (griechisch Ἄγγελος, „Bote“) ist in erster Linie ein Bote, ein Vermittler zwischen den Welten. Die Angelologie ist Teil der Theologie und der Engelsbegriff ist so klar definiert.
      Engel sind Emanationen und Manifestationen eines wie auch immer gearteten höheren Willens, keine aus-sich-heraus eigenständige Wesen.
      Darüber herrscht in den meisten Traditionen Einigkeit.
      Ohne diese Definition kann in der Tat alles und jeder ein Engel sein, doch dadurch verliert der Begriff jede Bedeutung.
      Der Begriff an sich wird vielleicht hin und wieder missverständlich gebraucht, weil man ihn benutzt, um eine Erscheinung anderen in kurzer Zeit einigermaßen passend zu erklären. Sonst müsste man ja ewig lang beschreiben, bevor jemand versteht, was man da glaubt wahrgenommen zu haben. Und derjenige müsste, wenn er es weitervermitteln will, seinerseits wieder unheimlich viele Worte wählen. Da ist es einfacher, ein einziges viel beschreibendes Wort zu nehmen, welches der Sache an sich am nahesten kommt. Damit muss dann nicht das gemeint sein, was man allgemein unter dem Begriff versteht, aber wenn es der "Erscheinung" am nahesten kommt, diese im Vergleich noch am besten beschreibt, dann werden aus manchen Engeln Teufel, aus manchen Emotionen Engel, aus Engeln Hühner und aus manchen Vampyren werden psychisch Gestörte. Je nachdem, was jemand glaubt, wie ein Begriff etwas am meisten zu beschreiben vermag in seinen Augen und für die Mehrheit seiner Mitmenschen, denen er es zu berichten wünscht.

      Die Existenzen an sich sind nicht auf eine Begrifflichkeit angewiesen, um zu existieren. Dem ein oder anderen ist es wohl auch egal, wie er genannt wird. Es gibt doch seit Ewigkeiten für alle Wesen unzählige Namen, die sich - wenn man nach den Definitionen geht - untereinander massiv widersprechen. Das macht die Wesen nicht weniger glaubwürdig. Sie sind eben nur so vielfältig wie jeder Charakter, wie jeder Mensch oder Vampyr. Mit diesen und jenen Eigenschaften, diesen und jenen Taten, die nicht für eine homogene Beschreibung taugen.
      Menschen sind auch nicht gleich. Keiner kann sagen, ein Mensch ist wie ein Mensch ist.


      Es ist durchaus Raum für das Mysterium da, und ich habe keine Absicht diesen anzugreifen, doch ändert das nichts an der Tatsache, dass sich viele Phänomene konventionell erklären lassen.
      Lassen sich nicht fast alle Phänomene in jeder Weise erklären, wenn man das möchte?
      Ich denke, solang es keinen Gegenbeweis gibt, der eine bestimmte Erklärung wirklich völlig ausschließt, ist für mich jeweils alles möglich.
      Und ich denke auch, das ein menschliches Gehirn - so grandios es im Vergleich auch ist - nicht in der Lage ist, alles zu erkennen und zu verstehen, was nötig wäre, um eine einzige Wirklichkeit einer Sache auszumachen.
      Und diese anderen Gehirnen so mitzuteilen, dass sie sie in haargenau der gleichen Weise verstehen, wie Gehirn 1 es meint, ist noch eine weitere Extrem-Hürde.

      Sich darüber zu unterhalten, ob es Engel gibt, ist in meinen Augen also sinnlos.
      Interessanter finde ich eher Erzählungen von Engeln persönlich, sofern man ihnen denn glauben will, dass sie welche sind.
      Was macht es denn für einen Sinn, wenn Fledermäuse sich über das Wesen und Verhalten von Hühnern unterhalten, ohne je ein Huhn gewesen zu sein? Es kann doch nur der einigermaßen sinnige Aussagen dazu machen, der selbst Engel ist, und umgekehrt. Z.B. wenn man mal in Foren schaut, wo sich Menschen über Vampyre austauschen. Ist man selbst Vampyr, ist das ganz großes Kino. Nimm dir 'ne Tüte Popcorn dazu, empfehle ich. Ob es Engel auch so machen? ;)