Insomnia

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    • Hier nun auch mal etwas zum lesen von mir. Es ist eines meiner Projekte.
      Seid bitte nachsichtig, es stammt von meinem Smartphone und ist noch nicht abgeschlossen. :versteck:

      Es wird zeit. Zumindest dachte ich, es sei soweit gewesen. Mit wucht hatte ich mich freigeschaufelt, mich mit händen und.füßen gewehrt und nun erfuhr ich, ich war nicht gerufen worden. Schlimmer noch: man brauchte mich nicht einmal! Ich war rein rechtlich initiativ erwacht. Ich hatte mein kaltes, nasses grab verlassen, ohne auch nur ein einziges sekündchen darüber zu zweifeln, ob die stimme, die mich so verzweifelt rief, die war, die mich erwecken sollte. War dies etwa nur ein flehen in die nacht gewesen? War ich, ein stern des großen kosmos, etwa einem irrlicht gefolgt?
      Mir entfuhr ein zittriger und kalter hauch. *Lucia, was sagst du zu diesen vorwürfen?* Mir wurde noch eisiger als ohnehinnschon. Die angesprochene schüttelte leicht den kopf und seufzte, bevor sie begann. *Ich bin mir nicht sicher. Entweder es muss sie jemand gerufen habn oder aber, die schreie, die durch die nacht hallen, haben ihr die ruhe geraubt. Auf keinen fall hat sie sich selbst geweckt!* Bei dem letzten satz wurde ihre stimme rntschiedener. Ich kam nicht umhin, mich für ihre klaren worte zu bedanken. Jedoch, und das war der punkt: wer hatte mich geweckt? Oder was ich wirklich einem traumirrlicht gefolgt? Egal wie es war: ich musste schnellstmöglich beweisen, dass ich keine schuld hatte. Ich wusste nicht, inwiefern ich meinem eigenen gedankenweg trauen oder folgen sollte, aber seit ich erwacht war, hatte ich ein solches empfinden der dringlichkeit in meinem innern, dass ich mich selbst gerade kaum mehr halten konnte. Entweder man hatte mich gerufen, wenn nicht vom institut, dann wohl ausversehen. Oder aber, und das machte mir angst, etwas anderes war geschehen. Wenn ich eigenmächtig gehandelt hätte, währe ich doch aber durch die banne und prophezeiungen gestoppt worden. Oder etwa nicht?
      Fahrig ging ich mir durch die haare und sah die gruppe verwirrt und aufs äußerste angespannt an. Wenn sie entschieden, dass ich zuwidergehandelt hatte, würden sie mich wahrscheinlich beseitigen oder ich würde zurückgebannt werden in meine schlafstätte. Und diesmal wohl für immer. Das war alles bereits in den früheren äonen vorgekommen und niemand hatte je bezweifelt, dass diese entscheidungen möglicherweise ungerechtfertigt gefällt worden waren. Bis jetzt. Denn jetzt bangte ich um mein leben wie ich es kannte und war mir vom instinkt her völlig sicher, dass ich nichts getan hatte. Mir entfuhr ein seufzen. *Sie hat nichts getan. Jemand muss sie gerufen haben und wir sollten nun ersteinmal dafür sorgen, dass sie in die lage kommt, uns zu sagen, wer dieser jemand war.* Lucia wackelte mit dem kopf und nahm dann ein buch zur hand. Ich kannte es bereits. Hatte es schon soviele male gesehen und wusste, was sie gleich tun würde. Sie würde zu lesen beginnen und damit etwas freisetzen, was nur den sternen eigen und möglich war. Die anderen nickten bedächtig und auch sie holten bücher hervor, diee zuvor verborgen in ihren manteltaschen geruht hatten. Jedes dieser bücher war allein nutzlos. Denn keines enthielt die vollen phrasen oder die art, wie sie zu lesen gewesen währen. Nur gemeinsam waren sie bindend. Und nur in richtiger reihe gelesen. Sie bedeuteten mir, ihnen zu folgen und so verließen wir den raum des erwachens zum südlichen ende. Im grunde war es ein runder bau, aus massivem stein gehauen und ohne eine einzige unebenheit. An sich ein weni klobig, aber durch den garten in welchem es stand unheimlich elegant und passgenau. In der ferne sah ich noch das erdloch, aus dem ich mich erhoben hatte. Der baum über meiner schlafstätte zeigte bereits erste knospen. Ich wusste, dass sie zuerst weiß und dann rosa würden. So wie alle erwachten sterne zuerst unschuldig und dann gebunden wurden.
      Es ging in den ritualraum. Ein halbrunder raum tief im fels und fundament der gemeinschaft verborgen und darauf ausgelegt, die bestmöglichen bedingungen für sämtliche arten von ritualen zu schaffen. Er war reich verziert mit linien, symbolen und auch anderen bildern, die teils schmuck, teils banne waren und von denen ein sachtes summen ausging. Prinzipiell mochte ich diesen raum zwar, aber ich hasste, was darin mit einem geschah. In der mitte stand ein steinerner tisch mit einer bestickten und unheimlich weichen auflage, auf welchen ich mich pflichtbewusst niedersetzte. Mir war klar, dass das, was nun kam nicht in die kategorie angenehm fiel. Ich schob nur zögerlich eins meiner beine über den rand und betrachtete prüfend die mienen der menschen um mich herum. Es waren sechs an der zahl. Und jeder hatte sein buch aufgeschlagen. Es waren sechs schritte bis zur vollständigen entbannung und bindung. Und jeweils zwölf verse. Mir wurde mulmig. Wieviele male hatte ich diese prozedur schon durchmachen müssen? Fünfzig? Hundert mal? Ich hatte aufgehört zu zählen. Ich war die, die am längsten geschlafen hatte in all den zeiten. Nicht, weil ich nicht nützlich war oder die zweitjüngste. Nein. Man hatte mich solange weggesperrt, weil ich die emotionalste und mächtigste im kreise war. Mein herz war der grund, dass ich nicht öfter und länger wachte. Obwohl ich immer hervorragende arbeit geleistet hatte. Traurig war ich nur über die äonen, die ich schlafend verbracht hatte, die stimmen meiner gefährten gehört hatte und spürte, wie sie immer wieder erwacht waren. Allerdings hatte dies mir auch die qualen der bannung erspart, die gleich wieder auf mich zukommen würden. Ich legte mich hin. Leise begannen sie zu lesen, flüsterten glasklar die worte, die schon generationen vor ihnen geflüstert hatten. Mir wurde schwindlig. Die symbole begannen langsam in einem durchdringenden rot zu glühen und dann begann es überall an mir zu prickeln. Die personen flüsterten leise weiter ihren text. Das summen wurde lauter, wogte, trieb mich immer tiefer in den schwindel, sodass ich die augen schloss und mich selbst loslassen musste. Und als dies geschah, da färbten sich die linien blau. Die linien auf den wänden, wie auch jene, die meinen körper überzogen. Und damit begannen die stimmen. Zuerst war es ein rinnsal und dann wie ein deichbruch, aus dem ich mit stimmengewirr überschwemmt und fortgetragen wurde. Hilflos und unter wasser gezogen. Das flüstern der wächter verlor sich in dem gewirr und ich konnte kaum noch genug atmen. Ich sah eine blüte aufblitzen. Sie öffnete sich schneeweiß und größer und schöner, als sie es je zuvor getan hatte. Mit einem leisen keuchen versuchte ich mich selbst durch den wust zu kämpfen, doch es war zuviel. Und dann war da eine stimme. Machtvoll, unendlich laut und wohlbekannt. Lucia. Sie band das gewirr zu einem leisen hauchen und in dem moment brach ein schmerz in mir los, den ich so gehofft hatte, in diesem leben nicht mehr spüren zu müssen. Die bindung. Auch wenn ich wusste, es war zwecklos, sich zu wehren, so versuchte ch es dennoch. Ich drückte mich gegen den stein und biss die zähne aufeinander, dass es wehtat, doch es hörte nicht auf, ich war machtlos und sie waren zu mächtig. Wie immer.
      Doch in genau diesem augenblick, als sich die blüte langsam rot zu färben begann, erklang da eine weitere stimme. Und sie sprach schnell und fahrig. Schneller und präziser als lucia sprechen und ihre fäden spinnen konnte. Und in seine worte mischte sich noch ein weiteres leises flüstern. Es war eine bitte. Die eine bitte, der ich schoneinmal gefolgt war: *bitte wach auf. Wir brauchen dich. Die welt schreit nach dir!* Und wie auch in meiner schlafphase hörte ich darauf. Denn sie klang richtig und gut. Die stimmen wurden wieder lauter. Lucia versank darin, verschwand. Ich bäumte mich auf und spürte gleißende hitze durch mich hindurchfahren. Ich wusste, meine wächter konnten es auch spüren und noch ehe ich richtig wusste, was ich tat, raste ich bereits zurück in den bewussten zustand und fiel vom altar. Hastig riss ich die augen auf und rappelte mich hoch, bevor ich wankend das bewusstsein verlor und die stimmen endlich verschwanden.
      Ich erwachte in einer badewanne, gefüllt mit wasser und teichrosen, die auf der oberfläche schwammen. Sie hatten mich also ruhen lassen. Ich schloss erneut die augen und wollte gerade weiterschlafen, als mir auffiel, wie leise das sachte summen des stimmengewirrs geworden war. War etwas mit mir passiert, während ich gerade nicht da gewesen war? Ich inspizierte meinen körper an den entsprechenden stellen und fand nichts. Nur eine blassblaue färbung an der stelle, an der keine farbe mehr hätte sein sollen, wenn ich gebunden worden währe. Verwirrt schaute ich in die blumenkelche. Ich hatte das wissen von jahrtausenden und doch konnte ich mir nicht erklären, wie es jemand geschafft hatte, mich ohne jede bindung zu befreien. Seufzend sank ich tiefer ins wasser und grübelte. Ein leises flüstern lag in der luft und lullte mich ein. Ich erinnerte mich noch an eine stimmer und dann hatte es aufgehört. Ich hatte gespürt.... Meine gedanken drifteten bereits wieder in eine tiefe leere des schlafes ab. Soweit ich wusste, war soetwas noch nie vorgekommen. Sie würden mich binden- schonwieder. Sie würden nicht aufgeben. Sie wollten antworten und ich war nur ein gegenstand für sie. Um an das, was sie wollten zu kommen, würden sie wohl auch nicht davor zurückschrecken, dass ich erneut gebunden werden musste. Und neu versiegelt. Meine lider wurden schwer. Sie würden .... Der rest verschwamm in meinen leisen träumen.

      Ich betrachtete die die Wand vor mir und wusste zuerst nicht, seit wann ich nun schon so dalag. Waren es stunden oder nur minuten gewesen? Ich seufzte und glitt aus der flüssigkeit. Aus irgendeinem grund war es anders als sonst gewesen. Ich träumte nicht nur, sondern fühlte auch etwas neues, unruhiges in mir aufsteigen. War es nacht oder tag? Wieviel zeit war vergangen und wieviele leben hatte ich nun wirklich schon gelebt, in denen andere gestorben währen? Hatte ich überhaupt schon einmal richtig gelebt? Dieser gedanke begann mir kopfzerbrechen zu bereiten. Warum eigentlich? Ja, warum? Warum hatte ich all diese zeit nur getan, was sie gewollt hatten, jedesmal bei meinem erwachen, seit ich klein gewesen war? Jedesmal geglaubt, als sie sagten, ich müsse von ihnen kontrolliert werden, da ich es nicht könne.
      Reise durch die Welten, finde dein Licht.
    • Ich musste die Geschichte mehrfach lesen, denn mit Fantasy tu ich mich recht schwer. Das ist einfach nicht mein Genre. ;)

      Aber, sofern es erwünscht ist, würde ich auch gern etwas dazu sagen, zumal einige Fragen offen bleiben.
      Erst einmal ein Lob dafür, dass Du den Text am Smartphone abgetippt hast. Dazu bedarf es schon einiger Geduld.
      Die Story an sich, das Gesamtbild welches entsteht, gefällt mir. Es ist mir, da ich wie erwähnt nur wenig mit Fantasy zu tun habe, neu.
      Es ergab sich also die Möglichkeit, dass sich ein neuer Film in meinem Kopf abspielte.

      Was mir nicht gefiel, bzw. schlicht ausbaufähig ist, ist der Schreibstil bzw. gegebenen Informationen.
      Nicht gefallen ist vielleicht falsch, es hätte lediglich das Bild gefestigt. Natürlich bleibt da die eigene Phantasie, dennoch..
      Die Umgebung, insbesondere der Ritualraum mit all den Symbolen hätte detailierter beschrieben sein können.
      Des weiteren, welche Banne und welche Prophezeiungen hätten sie gestoppt oder stoppen dieses Erwachen für gewöhnlich?
      Auch da hätte ich gewünscht, dass es genauer beschrieben ist.

      Was ich dann schade finde ist das Ende. Es wäre schön gewesen noch zu erfahren, wer sie denn so verzweifelt gerufen hatte..dass sie vielleicht
      hätte fliehen können, nach diesen Erwachern hätte suchen müssen, oder dass die gekommen wären um sie dort zu befreien.
      Stattdessen wird sie erwacht und dann aber dem scheinbar ja vorherzuhenden Schicksal überlassen. Bisschen unfair. ;)

      Was mir aber noch gefiel, was ich an Fantasygeschichten auch prsönlich bemängel ist, dass nur wenig Dialog stattfand.
      Dieser Stil gefällt mir, nur könnte diese Geschichte kurzum detailierter beschrieben werden.
      Die Storyidee könnte sogar so eine sein, die in einem oder mehreren Büchern erzählt werden kann.
      Unter "es ist noch nicht abgeschlossen" verstehe ich, dass da wohl auch noch etwas folgt und aus dem "unfair" dann doch noch fair werden könnte? ;)



      Fazit: Gute Idee, nettes Bild, ausbaufähig. :)
      Das soll natürlich keine schlechte Kritik sein.

      Es ist lediglich meine ehrliche Meinung dazu.
    • Kritik und Rückmeldung sind immer erwünscht. Danke, dass du den Post mehrmals gelesen hast, um ihn zu verstehen. Ich nehme deine Aussagen ernst, frage mich aber, was ich für dich wohl hiermit impliziere:

      Mondblüte schrieb:

      eines meiner Projekte.
      Seid bitte nachsichtig, es stammt von meinem Smartphone und ist noch nicht abgeschlossen
      Es ist der Anfang eines Buches. Jupp.
      Die geistige Spiegelung dessen, welche Gefühle einen dabei heimsuchen. Natürlich ist der fantastische Anteil extrem hoch, da es um Magie und Wesen aus einer anderen Art Realität geht. Es ist mein Stil, den Leser Anteil nehmen zu lassen an dem, was vor sich geht. Nicht alles liegt immer udn jederzeit offen und erzählend auf dem Tisch. Auch das Leben ist verwirrend und man erinnert sich auch nicht an alles prompt udn sofort. Natürlich könnte ich unmengen an Seiten füllen, jedoch ist der Sinn der Sache, eine Geschichte zu erzählen. Ich überlasse es jedem selbst, dem Geschehen zu folgen oder nicht. ^^

      Wenn es dich unbefriedigt und mit Fragen zurücklässt, würdest du dann gern wissen, wie es weitergeht?

      In diesem Anfang wird tatsächlich nicht viel geredet, weil das meiste nunmal tatsächlich Kopfsache ist. Ich richte mich nach der Idee und dem Charackter der Hauptperson. Das kann ein verschwatztes Frauenzimmer sein oder ein stummer Mann. Zum Zeitpunkt dieser Zeilen oben weiß Niemand so genau, ob die Person überhaupt sprechen kann. Und wenn es nicht so wäre, blieben dann nicht nur die Gedanken? Zumal man wohl nach einer Art Kälteschlaf auch nicht besonders gesprächig sein dürfte, wenn man panische Angst hat, was kommen könnte.

      Unfair beginnt es, doch Hoffnung liegt in der Luft, welche noch so einiges zu Tage fördern wird.
      Ich kann nur anbieten, weitere Teile zu posten und die Rückmeldungen beim schreiben mit einzubeziehen. Danke ^^
      Reise durch die Welten, finde dein Licht.
    • Der Anfang eines Buches. Ist dieser Text dann der Prolog?

      Nun, die Hoffnung, dass dort noch kein Ende ist, die hegte ich. Das war sicher auch aus dem von mir oben geschriebenem zu vernehmen, wenn auch nur zwischen den Zeilen. :)
      Da eigent sich natürlich die zunächst "unfaire" Handlung. Da sich in mir bereits neugierige Bilder stauen würde ich sagen, ja wie es weiter geht, das würde ich gern wissen. ;)

      Den Protagonisten hatte ich als Frau im Kopf. Angst vernahm ich, ja, weshalb sich all dies in ihren, vorrausgesetzt es ist denn eine Frau, abspielt. Doch vernehme ich auch ihre Stärke, die sie eigentlich in sich trägt, ein kleines perfektes Bild zeigte sich, mal abgesehen davon, dass "sie" gerade erst aus dem Grabe erwacht ist. ;) Deshalb konnte ich es auch nicht verübeln, dass all das einfach passierte, ohne, dass "sie" sich tatsächlich wehrte. Im Verlauf der Geschichte fände ich es aber zu schade, wenn "sie", falls es denn eine sie ist, nicht sprechen könnte. Das perfekte Bild wäre dann angeschlagen.

      Du siehst, interessiert bin ich durchaus. ;)

      Ich nehme einfach mal kurz an, dass es sich hier um den Prolog handelt, so fände ich es dennoch nicht zu viel verraten, die Umgebung etwas präziser zu beschreiben. Es sei denn, und das wäre nun auch denkbar, diese Orte tauchen im Verlauf der Geschichte noch auf und bekommen so ein immer klareres Bild.

      Aber nun gut, das sind nur meine Gedanken dazu.
      Ich bin gespannt, falls du das hier weiter veröffentlichen möchtest, was noch folgt.
      Was erst noch geschrieben wird, oder schon geschrieben wurde.
      Auf jedem Falll wünsche ich noch viel Freude am Fortführen dieser Geschichte.