Soziale Phobie

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    • Soziale Phobie

      Hey,

      eigentlich bin ich ja eher eine stille Mitleserin aber dieses Thema wollte ich doch mal hier nieder schreiben. Ich war irgendwie schon immer anders. Komisch. Nicht passend. Damals wollte ich mich noch anpassen, mich in die Gesellschaft quetschen aber es ging nicht. Irgendwann habe ich mich komplett zurück gezogen und hab Menschen so gut es ging vermieden. Soziale Phobie...so lautete dann die Diagnose.
      Unter Menschen fühle ich mich meistens mehr als unwohl und mit den meisten kann ich einfach nichts anfangen. Tiere sind mir da meist viel näher. Doch manchmal habe ich Sehnsucht nach Menschen, die verstehen. Mit denen man philosophieren und träumen kann. Menschen, die den Wald nicht langweilig finden. Und an manchen Tagen tut es eben doch weh, sich so fehl am Platz zu fühlen. So fremd.

      Kennt das vielleicht jemand von euch ? Fühlt ihr euch wohl unter Menschen ?

      Liebe Grüße,

      Seelengewitter
    • Ich kenne diese Situation recht gut, wenn auch nicht in diesem Ausmaß.
      Ich bin einfach nur sehr Intovertiert.

      Grade in Gruppen "normaler" Leute fühle ich mich oft unwohl und oft will ich einfach alleine sein.
      Und auch wenn ich mich in Gruppe wohlfühle halte ich mich in Gesprächen zurück und schweige meist aber wenn ich alleine mit einer Person bin fällt mir das viel leichter, denn in Gruppen gehe ich fast immer unter und werde kaum bemerkt (ich kann auch kommen und gehen ohne das es jemand realisiert), es sei denn es ist jemand dabei der mir Raum verschafft.

      Und all das, was sich auch auf Foren zum großteil bezieht war unter anderm auch ein wichtiger einfluss auf den Namen den ich mir hier gegeben habe.

      Und ich glaube du bist sicher nicht alleine damit hier im Forum :)
    • Guten Abend Seelengewitter

      Musst du den "Alle" haben oder dich mit "Allen" verstehen? Willst du wirklich so sein wie alle Anderen? Ich erwarte keine Antwort darauf, beantworte sie dir einfach selbst.

      Einige wenige, gute Freunde mit denen du deine Wünsche einer angenehmen Unterhaltung oder Unternehmung teilen kannst, würden doch ausreichen - oder?!
      Schenke den Dingen die dein Wohlbefinden schmälern nicht unnötig mehr Aufmerksamkeit als notwendig, fokussiere lieber deinen Blick auf die Menschen oder Momente die dich glücklich machen und suche sie bewusst.
      Ich persönlich habe keine soziale Phobie aber ausgeprägte Interessen mit denen nicht jeder umgehen kann. Eine lange Zeit habe ich mich daran aufgerieben, mittlerweile gehe ich anders damit um. Siehe oben.

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      Diese Worte sind nur hilfreich wenn deine soziale Phobie nicht so ausgeprägt ist, dass sie dich komplett in deinem Alltag isoliert.
      Und verzeih wenn ich typisch einem Mann Lösungen anbiete, als jetzt auf deine Gefühle direkt einzugehen.
    • @ Schatten : Das kenne ich nur zu gut. In einer Gruppe von Menschen falle ich auch nie auf. Danke für deine Worte :) .

      @ Shinma : Nein, ich muss nicht alle haben. Ich bin ja auch froh, dass ich nicht so wie alle anderen bin. Allerdings bin ich viel alleine was oft ok ist aber manchmal sehne ich mich doch nach gutem Austausch und Gleichgesinnten. Ich kann leider auch nicht einfach mal so irgendwo hingehen. Es ist immer mit einem Kampf verbunden und manchmal fehlt mir die Kraft.
    • Meiner einer lebt seit 16 Jahren alleine,und ganz ehrlich, ich bin damit sehr glücklich.
      Ich kann mich zurückziehen wenn ich will und kann meine Ruhe haben.
      Meine Freunde können mich aber jederzeit besuchen,wenn es sich mal ergeben sollte.

      Auf der Arbeit hab ich schon viel mit "Menschen"zu tun,daher brauche ich dann wieder ein bischen Ruhe.
      Was ich garnicht kann, sind grosse Menschenansammlungen, dass wird mir zuviel...

      Oder gestern Abend,da hätte ich die Möglichkeit gehabt, tanzen zu gehen, was ich normalerweise sehr gerne mache.
      Nur war mir diesesmal nicht danach.
      Ich hatte einfach keinen Bedarf auf Menschen.

      Nur wenn ich die Gelegenheit hab,und hab die Möglichkeit mich unter meines gleichen zu treffen, versuche ich das eher wahrzunehmen.
    • LadyAmunRa schrieb:

      Meiner einer lebt seit 16 Jahren alleine,und ganz ehrlich, ich bin damit sehr glücklich.
      Ich kann mich zurückziehen wenn ich will und kann meine Ruhe haben.
      Meine Freunde können mich aber jederzeit besuchen,wenn es sich mal ergeben sollte.

      Auf der Arbeit hab ich schon viel mit "Menschen"zu tun,daher brauche ich dann wieder ein bischen Ruhe.
      Was ich garnicht kann, sind grosse Menschenansammlungen, dass wird mir zuviel...
      Es geht mir genau so wie dir. Ich lebe seit 5 Jahren alleine und vermisse nichts. Auch ich habe beruflich mit Menschen zu tun freue mich jedes mal, wenn ich nach Hause komme und niemand ist da, der mich volltextet.
    • kein wunder, die gesellschaft, die menschen an sich, sind oft sehr primitiv und grausam... langweilige rituale...

      aber phobisch sein... birgt starke beeinträchtigungen.
      weiß es ist nicht einfach, ist oftmals eine krankheit. stell dir die frage ob du auch angst vor einem affenzirkus hättest? der dir nichts anhaben kann. ausser ein paar kratzer im gesicht.^^
    • Es kommt eigentlich ganz darauf an, unter welchen Menschen ich mich befinde.
      Wenn ich zum Beispiel mit meinen Freundinnen etwas mache, bin ich fröhlich und habe viel Spaß mit ihnen. Manchmal ist es aber auch sehr anstrengend. Allerdings fühle ich mich nur sehr sehr selten in ihrer Gegenwart unwohl, denn sie akzeptieren mich und haben sich selbst dann nicht von mir abgewandt, als ich ihnen offenbart habe, was ich bin.
      Wenn ich allerdings unter vielen Leuten bin, die ich nicht kenne und auch niemanden habe, an den ich mich halten kann, neige ich dazu, mich zurück zu ziehen und klein zu machen. Ich bin dann sehr unsicher und versuche nicht aufzufallen, weil ich viel zu oft schon die Erfahrung gemacht habe, dass mein Kleidungsstil und meine ganze Art bei vielen nicht akzeptiert und angenommen wird und ich daher leicht an den Platz des 'Opfers' rutsche.

      Aber ich denke so geht es nicht nur mir und ich bin zwar viel drin, aber wenn man mir die Möglichkeit gibt, nach draußen in die Welt unter Leute zu gehen, z.B. wenn meine Freundin mir anbietet, mit ihren Freundinnen und ihr mitzukommen und ein bisschen herum zu wandern, sage ich da nicht nein zu.

      Ich denke also nicht, dass ich eine soziale Phobie habe, aber ich fühle mich alleine unter Fremden, wie viele Andere vermutlich auch, nicht allzu wohl.
      Hab keine Angst vor Narben.
      Sie zeigen nur, dass du stärker als das bist, das dich verletzen wollte.