Eisblumen blühen in der Nacht ...

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    • Eisblumen blühen in der Nacht ...

      Guten Abend allerseits!

      Ich habe es nun auch endlich geschafft, mich anzumelden und wollte mich deswegen kurz vorstellen. :)

      Ich bin die Eisblume, 2X Jahre alt (was an Stelle des "X" steht bleibt mein Geheimnis!) und lebe in NRW, genauer: Düsseldorf.

      Was hat mich eigentlich hierhin geführt? Die Suche nach Antworten ...oder zumindest nach Anhaltspunkten. Die Frage, was mit mir vor ca. drei Jahren passiert ist, ist dabei das, was mich antreibt.
      Ich habe schon in meinem Thread im Gästeforum einiges zu den Erfahrungen, die ich gemacht habe, geschrieben, doch möchte ich noch hinzufügen, dass ich besonders am Anfang dieser Zeit einfach zuviele merkwürdige Dinge, Gefühle, etc. miterlebt habe,
      für die ich keine logische Erklärung habe (und die ich aus gutem Grund bislang für mich behielt).
      Mir fällt es daher schwer, all diese Dinge zu vergessen. Dazu kommt noch, dass ich zwar gelernt habe, mit meinen "Symptomen" umzugehen, doch manchmal fühlt es sich so an, als ob ich mich selsbt in einen Käfig gesperrt habe.

      Was ich schlussendlich bin weiß ich nicht, doch vielleicht wird mir dieses Forum ja zumindest bei der Definition behilflich sein können, wer ich bin.

      Liebe Grüße
      Eisblume (die in jedem Fall zumindest eine Nachteule ist)
      Neither light nor darkness . . .
    • Guten Abend Eisblume,

      lustig, komme quasi aus der Nähe. Wir haben im Gästeforum bereits geschrieben, schön, dass du auch hier bist :)

      Vielleicht magst du ja irgendwann von deinen Gefühlen und Dingen erzählen. Würde mich interessieren, ob es ähnliche Erfahrungen sind :)

      Alles Liebe
      "In die Lüfte!", sprach mein Engel. "Dann gib mir die Flügel", sagte ich.


    • Hey,

      es waren Gefühle/Dinge dabei, die mir selbst nicht ganz...weltlich vorkamen, weil sie mir zuvor völlig fremd waren.
      Beispiele: Ich konnte plötzlich "Auren" sehen (meine eigene kam mir wie ein intensives, aber sehr schmutziges Violett vor) - auch wenn ich die Farben nur bei mir sehen konnte. Das war sehr bizarr, vor allem, da ich außer Koffein keine "Substanzen" einnehme und ich selbst solche Schilderungen nur mit Leuten, die härtere Drogen nehmen, verbinden würde.

      Dazu dieses Gefühl der Leere, das ich einige Zeit empfand. Eine hungernde Leere in mir, so ganz anders als der normale Hunger nach Essen, da ohne grummelnden Magen und von einem sehr fremdartigen Gefühl begleitet. Ich weiß noch immer nicht, was ich davon halten soll, da es mich irgendwie "stärker" fühlen lassen hat und ich das zugegebenermaßen vermisse. Jedoch: Diese hungernde Leere kam von meinen Aggressionen, von Wut. Also anders herum als im Falle dessen, was Leute im englischsprachigen Raum "hangry" nennen (wegen normalen Hunger leicht reizbar werden).

      Weitere Details: In starker Sonne fühlte sich meine Haut plötzlich wie glühende Asche an (wirklich gebrannt hatte sie natürlich nicht; Es gab nur Ausschlag und Sonnenbrand, das übliche), wobei ich UV-Licht im Allgemeinen wohl nicht mehr so gut vertrage und ich entwickelte während dieser Zeit ein gewisses Interesse am Okkulten (auch wenn ich mich später bewusst davon wegbewegt habe, weil ich im Hier und Jetzt sein möchte und mir viele "occultists" im Internet leicht delusional vorkamen).

      -Eisblume
      Neither light nor darkness . . .
    • Die Leere verschlingt, wenn es denn richtige ist. Dann jedenfalls gibt es selbst durch das Schlingen keine befriedigung oder besserung.

      Naja, ich für meinen Teil bin gepsannt wie es sich mit euch entwickelt.

      Also ein herzliches Willkommen

      Let's oil the gears of life
      The lust for blood is never satiated.

      Que las tima! Oh, Que las tima!
    • Hallo Eisblume,

      Diese Form von alles verschlingender kalter Wut kenne ich. Es ist, als wenn du in deinem Inneren eine Microsigualität hättest, die alles verschlingt und verzehrt und absolut nicht übrig lässt. Man braucht sehr viel Kraft, so ein Ding in sich eingesperrt zu lassen.

      Das war jetzt der astrophysikalische Versuch, das Wesen meines Tieres zu beschreiben. Ich würde fast schon sagen, es ist der beste Vergleich.

      Liebe Grüße und Willkommen
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      Georg RR Martin
    • Hallo,

      @Andrew: Was für ein Tier meinst du denn?

      @Abramelin: Das kann gut sein, auch wenn ich bei mir zumindest die Reaktionen Anderer als Grund für meine Schwierigkeiten ausschließen kann - Selbstschutz wäre meiner Ansicht nach zutreffender.

      Und vielen Dank für die ganzen Begrüßungen.
      Neither light nor darkness . . .
    • Ich habe etwas in mir, dass ich der Einfachheit halber das Tier nenne. Es denkt nicht viel, es reagiert nur. Wenn ich in Gefahr bin, rettet es mich. Allerdings ist es pure Aggression, weshalb ich es tief in mir einschließe. Deshalb weiß ich eigentlich nicht genau, was es ist.

      Außer dass ich es von Zeit zu Zeit benutze, um den Druck abzulassen. Es ist sehr praktisch, wenn man schwere Dinge bewegen will. Aber ich muss mich dafür auf den Gegenstand wütend machen. Andersrum, wenn ich wütend bin, dann macht es in Mircoausbrüchen meist Dinge Kaputt. Das letzte war die Tastatur an meinem Computer, die ich mit der Faust zertrümmert habe. Davor musste ein Rasentrimmer daran glauben.
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      Georg RR Martin
    • Ich würde es bei mir eher "meine Dunkelheit" nennen. Ich habe sowohl sehr viel "Licht" als auch sehr viel "Schatten" in mir, doch am Ende bin ich einfach nur ich.

      Ich wünschte, ich könnte sowas wie Kampfsport ausüben, doch ich mag Regeln nicht. Ich würde gerne lernen wollen, mich selbst zu verteidigen - und Selbstverteidigung bedeutet für mich notfalls , das Leben des Angreifers für mein eigenes Überleben zu opfern.

      Das offen zu erwähnen würde natürlich nicht so gut ankommen und um das Ganze noch dazu etwas ironisch zu machen, sehe ich IRL eher harmlos aus. Ein bisschen wie eine Sekretärin, wenn ich Brille statt Kontaktlinsen trage und dazu sehe ich auch noch jünger aus, als ich bin (immerhin ist mein Aussehen sehr wandelbar, wenn ich es darauf ankommen lasse).
      Neither light nor darkness . . .
    • Ein Selbstverteidigungskurs, der darauf abzielt, die Stärke deines Gegners gegen ihn zu verwenden reicht doch schon. Mehr Kampfsport braucht es nicht. Noch das wissen, wo es wirklich weh tut und wie man seine Faust am Besten verstärkt, damit man sich beim schlagen nicht die Finger bricht. Eine Rolle münzen in der Hosentasche oder einen Karabiner als Schlüsselbund.

      Abgesehen davon. Jede Person, auch eine Frau, kann man mit einem ordentlichen Tritt in den Schritt kampfunfähig machen. Männer trauen sich das meist nicht. Am Ende zählt nur der Wille, einen Kampf effektiv zu gewinnen. Und da ist die Einstellung, dass man den Gegner für nichts in der Welt schonen will, eine gute Voraussetzung zu überleben.
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      Georg RR Martin
    • Der Wille ist gerade das, was meiner Beobachtung nach vielen in solchen Notsituationen zu fehlen scheint, Andrew.
      Sie sind überwältigt, sie wissen nicht, was sie tun sollen, weil sie eigentlich zu lieb und friedlich sind und werden dann zu Opfern. Dann helfen vermutlich auch ihre choreographiegleichen Selbstverteidigungskurse nicht viel.

      Ich möchte kein Opfer sein. Das merke ich jedes mal überdeutlich, wenn ich von Opfern von Gewaltverbrechen oder dergleichen höre/lese.
      Der bloße Gedanke, ein Opfer von IRGENDETWAS (nicht bloß Menschen, auch z.B. Umständen/Unglücken) zu sein ist mir zuwider, vermutlich wegen meines sehr extremen Überlebensinstinktes, denn in meiner Vergangenheit habe ich eigentlich keine "traumatischen Opfererfahrungen" oder dergleichen gemacht, mit denen ich das anderweitig erklären könnte.

      Ich möchte einfach nur überleben und gedeihen, denn ich bin dabei eine harmlose Eisblume. ;)
      Neither light nor darkness . . .
    • Es ist nicht der Wille, es ist fehlende erfahrung. Es ist etwas unbekanntes und es überfordert.

      Der Vorteil von choreographiegleichen Selbstverteidigungbewegungen ist, dass sie ohne dein bewusstes Denken ablaufen können. Dein Körper verhindert quasi im Alleingang, dass du Opfer einer Attacke wirst.

      Es ist wie das schreiben deiner Finger auf der Tastatur deines PC. Am Anfang schaust du noch auf die Tasten und auf den Bildschirm und kontrollierst, ob das richtige dort erscheint. Aber mit immer mehr Übung siehst du entweder nicht mehr auf die Tasten oder nicht mehr auf den Bildschirm, weil dein Gehirn sich eigentlich nur noch um den Inhalt kümmert.

      Ich bin zB ein Tastenkucker und von Zeit zu zeit bin ich dann doch fasziniert über den Tanz meiner Finger über den Buchstaben. Aber es läuft ziemlich automatisch ab.

      Das gleiche ist bei der Selbstverteidigung. Dem Trainer darfst du so häufig in den Schritt treten, wie du lustig bist. Der hat da unten einen Schutz an. Aber wenn du merkst, wie wenig Energie es verbraucht und das du selber keinen Schaden nimmst, dann denkst du in der gefährlichen Situation auch nicht darüber nach, ob du in diesem Moment selber Schaden nehmen könntest. Du trittst einfach beherzt zu.

      Denn die Angst vor dem eigenen Schaden, der eigenen Selbstopferung ist der Hauptgrund, warum Menschen zu Opfern werden. Wenn du bereit bist, dich selber an dich selber zu Opfern, sprich Schaden an dir in kauf nimmst, um den anderen aber viel größeren Schaden zuzuführen, dann begegnest du der Situation mit einem wissenden Lächeln und schon das sorgt beim Gegner für Irritation. Der hofft ja auf das leichte Spiel und dass sein Opfer nichts opfern will.
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      Georg RR Martin
    • Andrew Schlagweizen schrieb:

      Es ist nicht der Wille, es ist fehlende erfahrung. Es ist etwas unbekanntes und es überfordert.

      [...]

      Denn die Angst vor dem eigenen Schaden, der eigenen Selbstopferung ist der Hauptgrund, warum Menschen zu Opfern werden. Wenn du bereit bist, dich selber an dich selber zu Opfern, sprich Schaden an dir in kauf nimmst, um den anderen aber viel größeren Schaden zuzuführen, dann begegnest du der Situation mit einem wissenden Lächeln und schon das sorgt beim Gegner für Irritation. Der hofft ja auf das leichte Spiel und dass sein Opfer nichts opfern will.
      Ich verstehe - oder vielmehr verstehe ich das jetzt nun etwas besser.
      Ich weiß aus persönlicher Erfahrung, dass ich ein wenig anders denke... nämlich, dass ich solchen Situationen einfach nur wütend werde und mich eher selbst vergesse. Das ist nicht unbedingt besser, denn ich weiß, dass das ordentlich nach hinten losgehen und unnötigen Schaden verursachen kann.

      Und, um ehrlich zu sein, mag ich meine eigene Denkweise bezüglich solcher Dinge nicht, wenngleich sie mir "richtig" erscheint.
      Unnatürlich und richtig zugleich.
      Neither light nor darkness . . .
    • und gerade aus dem Grund musst du eigentlich trainieren. dann ersetzt der automatismus der geschulten Bewegungen das aus Zorn los gelassene Tier, über das ich Bände schreiben könnte, dass du aber in den seltensten Fällen kontrollieren kannst.

      Bist du sicher, dass du nicht in frühster Jugend Gewalt an dir oder einer dir liebgewonnen Person erlebt oder mitbekommen hast? Heimliches sehen eines Horrorfilms reicht da auch schon, wenn man sich mit der Protagonistin identifiziert.
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